Maine Coon Report 05/2026

Maine Coon News – Einblicke in eine leidenschaftliche Zucht

Ich begrüße Sie herzlich zu den neuesten Updates aus unserer Zuchtstätte Maine Coon Castle! Hinter uns liegen Wochen, die uns als Maine Coon Züchter einmal mehr die gesamte Bandbreite der Gefühle abverlangt haben. Zwischen bangen Stunden, als mein Freund Yaron krank war und der großen Vorfreude auf die nächste Generation im Kittenzimmer, zeigt sich der Alltag im CastleLand gewohnt ungeschminkt. Dieser Report ist unser persönliches Fenster zu Ihnen – ein Ort, an dem wir jeden Meilenstein, jede Sorge und jedes Glück chronologisch und authentisch für Sie festhalten. Da die Geschichten unserer sanften Riesen eng miteinander verwoben sind und aufeinander aufbauen, empfehle ich neuen Lesern vorab einen Blick in den Maine Coon Report 04/2026, um die Entwicklung unserer CastleLand Bewohner lückenlos miterleben zu können. Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen: Tauchen Sie ein in unseren Alltag, teilen Sie mit uns die Achterbahn der Emotionen und lassen Sie sich vom unbändigen Charme unserer Maine-Coon-Katzen verzaubern!

Ein Hauch von Freiheit und Zickenkrieg im Katzenfreigehege

02.05.2026: Endlich! Heute Morgen durfte Evi ihren OP-Body ausziehen. Sie hat sich ausgiebig geputzt und anschließend ausgelassen mit den Katzenkindern gespielt. Die Bärchen hatten heute viel Streichelbesuch – wir hatten eine wunderbare Zeit mit unseren Gästen.

Im Freigehege gab es dagegen ordentlich Ärger. Daireen hat sich drohend vor Lea aufgebaut. Lea, die ehemalige Chefin der Mädelgruppe, schaute sie nur an, blieb ruhig und zurückgenommen. Die Erfahrung ihrer 15 Lebensjahre hat sie gelassen gemacht. Zum Glück habe ich den Konflikt rechtzeitig bemerkt. Daireen ist groß und stark. Lea hingegen ist brutal und kampferfahren – eine waschechte Castle-Königin der alten Garde. Ich möchte mir nicht ausmalen, wie die Auseinandersetzung ausgegangen wäre, wenn die Fetzen erst geflogen wären. Ich habe Lea aus der Gruppe genommen und in die obere Etage gebracht. Lea, die Königin meines Herzens, hat sich prompt zufrieden in meinem Bett eingerichtet.

Daireen ist derweil laut schnatternd und mit erhobenem Schwanz durch das Freigehege gelaufen: „Schaut her, ich habe gewonnen!“ Wird Daireen nun endlich die Gruppe als Chefin übernehmen? Darauf warte ich seit Jahren.

03.05.2026: Am Morgen ruft Yaron schon ungeduldig in seinem Zimmer. Mein Freund hibbelt von einem Bein auf das andere. Der Bursche muss dringend raus und sich erleichtern. Fix das Geschirr angelegt und dann stürmte er aus dem Haus. Die gegenüberliegende Hecke wurde reichlich gewässert. Anschließend sind wir zwei Kontrollrunden durch sein Revier gelaufen und der Bursche hat alles markiert, was er immer markieren muss. Danach hat Yaron gefrühstückt und sich nach der „Anstrengung“ zu einem Nickerchen in sein Lieblingsbett verzogen.

Wir genießen einen wunderbaren, sonnigen Tag im CastleLand. Um 14:00 Uhr habe ich Yaron abgeholt und wir sind in sein Revier gelaufen. Yaron hat Kot abgesetzt und sich wenig später übergeben. Es sah aus, als ob er wie üblich Haarballen erbricht. Danach ging er zu den Mädels und hat sich angeregt unterhalten.

Gegen 15:00 Uhr fand ich Yaron lang ausgestreckt im Gras. Er war kaum ansprechbar, die Augen waren glasig, die Atemfrequenz deutlich erhöht und er hat gesabbert. Wir haben sofort Fieber gemessen. Yaron hat mit 38,3 Grad Normaltemperatur. Ich habe meinen Freund in sein Zimmer getragen und untersucht. Die Schleimhaut im Maul war sehr blass, aber die Augen waren rot unterlaufen. Der Puls war normal und die Atemfrequenz normalisierte sich. Gegen 16:00 Uhr wurde sein Blick wieder klarer und er reagierte auf meine Ansprache. Ich habe meinen Freund sauber gemacht und mich zu ihm gesetzt. Um 18:00 Uhr wollte ich Yaron in sein Bett legen. Meinem Freund fehlte jede Körperspannung. Ich habe den tierärztlichen Bereitschaftsdienst der Tierarztpraxis am Hausberg in Pirna angerufen. Wir durften sofort in die Tierarztpraxis kommen.

Yaron fährt nicht gern Auto. Ich habe seine Katzentransportbox vorsorglich mit mehreren Unterlagen ausgestattet. Bereits beim Sichern des Kennels im Auto ist das Malheur passiert. Yaron hat sich komplett entleert. Aus müden Augen blickte mich mein Freund schuldbewusst an. Alles gut, Dicker. Nichts passiert. Jetzt weiß ich zumindest, dass der Urin- und Kotabsatz einwandfrei funktioniert. Ich habe meinen Freund sauber gemacht und in eine andere Katzentransportbox gesetzt. Danach haben wir uns auf den Weg gemacht.

In der Tierarztpraxis am Hausberg in Pirna wurde Yaron untersucht und geröntgt. Der Puls und die Atemfrequenz waren leicht erhöht. Sicher eine Folge vom Stress der Autofahrt. Das Herz war unauffällig und die Lungen frei. Die Auswertung des Röntgenbilds zeigte keinen akuten Befund. Die Tierärztin vermutet eine allergische Reaktion nach einem Insektenstich. Bei Yaron wurde ein Zugang gelegt, Blut für ein großes Blutbild entnommen und er bekam seine Medikamente intravenös. Wir sind sehr langsam und gemütlich heimgefahren.

Zu Hause habe ich Yaron aus der Katzentransportbox geholt und in sein Lieblingsbett gelegt. Mein Freund schaute mich aufmerksam an und schnurrte leise. Ich habe ihm seinen Sabber weggewischt und er schien dankbar für den Schudelputz. Ab 22:30 Uhr habe ich mich zu ihm gelegt. Pfötchenhalten ist eine tolle, unterstützende Maßnahme unter Freunden. Wir lagen gemeinsam im Dunkeln. Yaron schnurrte leise und mir war schwer ums Herz. Ich dachte an die anderen kranken CastleLand-Katzen und den Kampf ihrer Betreuer. Jenny, Volker, Steffi und Lexy … Die Sorgen und der emotionale Stress sind nur schwer zu ertragen. Mir geht es nicht gut. Ich danke Euch für all die Liebe und Fürsorge, die ihr Euren Lieblingen angedeihen lasst.

04.05.2026: Um 03:30 Uhr habe ich nach Yaron geschaut. Mein Freund war, wenn auch wackelig auf den Beinen. Er wollte tatsächlich spazieren gehen. Nach einer kurzen, leisen Diskussion haben wir auf den Unfug verzichtet. Ab ins Bett, mein Freund. Aber: Yaron steht wieder! Ich habe etwas ruhiger noch ein paar Stunden Matratzenhorchdienst absolviert.

Um 07:00 Uhr habe ich Yaron angeleint und wir sind sehr langsam und bedächtig seine morgendliche Pullerrunde gegangen. Das Laufen strengt ihn sichtbar an. Er macht viele Pausen. Ich habe mich gefreut, dass er an seiner Wasserstelle ein wenig gesoffen hat. Allerdings hat er keinen Appetit und frisst nicht.

Anett war währenddessen mit den Maine-Coon-Babys vom F4-Wurf beim Tierarzt. Die Kleinen absolvierten ihre U2-Untersuchung und erhielten die zweite Impfung. Bei Finn  wurde eine Ohrenentzündung diagnostiziert. Das Ohr wird morgen gespült, untersucht und behandelt.

Da Yaron nicht frisst und zu wenig säuft, habe ich die Behandlung mit Mirataz begonnen. Damit mein Freund wenigstens etwas aufnimmt, päpple ich ihn mit ReConvales Tonicum . Yaron ziert sich wie ein Mädchen. Komm, mein Freund, was muss, das muss. Unter Kumpels macht man keinen Zirkus! Artig schlabbert er seine Portion aus der Spritze.

2017 durchlebten wir eine besonders tragische CastleLand-Geschichte. Nach der zweiten Impfung erkranken Jenny und Jessy an einer Virusinfektion. Wir haben seinerzeit lange und intensiv um die Mädels gekämpft, aber ein Auge von Jenny musste schließlich entfernt werden. Jessy hat einen moderaten Nierenschaden davongetragen. Jenny, die Räuberbraut und ihre Schwester Jessy sind Ende 2018 zu liebevollen und fürsorglichen Katzenmenschen umgezogen. Am 21.06.2020 hat Heike ihre geliebte Jessy verloren.

Seit Dezember 2025 haben Denise und Jens um Jenny gekämpft. Nach einer großen OP hat Jenny eine Autoimmunerkrankung entwickelt. Mehrere Bluttransfusionen und die hervorragende Arbeit der behandelnden Tierärzte führten letztlich nicht zu einer Besserung. Ich durfte in letzter Zeit täglich mit Denise und Jens telefonieren und habe ihre Fahrt auf der Achterbahn der Emotionen miterlebt. Dieses Hoch, bei den geringsten Anzeichen einer Besserung und der heftige Absturz, bei schlechten Nachrichten. Jenny konnte in den vergangenen Tagen gemeinsam mit ihren Lieblingsmenschen noch einmal das vorsommerliche Wetter in ihrem Freigehege genießen. Heute Vormittag hat mich Jens informiert, dass Jenny nach einer rapiden Verschlechterung der Werte friedlich einschlafen durfte. Jenny, die Räuberbraut, ist über die Regenbogenbrücke gegangen. Liebe Denise, lieber Jens, Worte können kaum trösten. Ich danke Euch für ALLES.

Am Nachmittag musste ich Yaron zu seiner Pullerrunde überreden. Auf wackeligen Beinen stakste er nur kurz vor die Tür und wollte zurück in sein Zimmer. Mein Freund ist sehr matt und schläft viel. Gegen 19:00 Uhr habe ich Yaron gebürstet. Das hat meinem Freund sichtbar gefallen. Danach gab es eine ordentliche Portion Reconvales Tonikum.

  • Kontrolle um 21:00 Uhr. Yaron hat 39,5 Grad erhöhte Temperatur.
  • Kontrolle um 24:00 Uhr. Yaron schläft ruhig. Er hat 39,6 Grad erhöhte Temperatur.

05.06.2026: Um 03:30 Uhr schläft mein Freund tief und fest. Die Atmung ist normal, er hat 39,3 Grad erhöhte Temperatur.

06:45 Uhr: Yaron ist matt und steht nicht auf. Er hat nicht gefressen und kaum gesoffen. Die Körpertemperatur beträgt 39.2 Grad.

Anett ist heute Chauffeur vom CastleLand-Express. Wir fahren mit Finn und Yaron in die Tierarztpraxis am Hausberg in Pirna. Ich sitze mit Yaron auf der Rückbank und habe die Hand in seinem Kennel. Es beruhigt ihn kaum. Er sabbert und pinkelt letztlich doch in die Katzentransportbox. Nun gut. Der Urin ist nicht sehr konzentriert und riecht normal. Ein guter Befund …

Yaon wurde erneut gründlich untersucht. Ich habe ein Kontrollblutbild veranlasst, um die Werte vergleichen zu können und sofort auf eine Verschlechterung zu reagieren. Finn und sein Opa Yaron blieben zur Behandlung in der Praxis. Yaron erhält eine Infusion und bei Finn wird das Ohr gespült.

Gegen 15:00 Uhr habe ich beide wieder nach Hause geholt. Das Ohr von Finn ist in Ordnung. Er bekommt nach der Spülung vorsorglich Ohrentropfen. Die Rückfahrt war für meinen Freund Yaron wieder anstrengend. Den Schnudelputz und sanftes Bürsten hat er mit leisem Schnurren quittiert.

Gegen 16:00 Uhr hat mich mein Freund gerufen. Er war auf den Beinen und wollte raus. Langsam, sehr langsam und bedächtig sind wir ein wenig durch sein Revier gelaufen. Danach hat Yaron wenig gesoffen und zeigt Interesse am Futter. Das Miratatz beginnt offensichtlich zu wirken. Wow! Wow! Yaron streckt sich am Kratzbaum und schärft die Krallen. Zügig und ohne sichtbare Probleme springt er auf seinen Thron. Das belohne ich natürlich mit einer extralangen Bürstelei. Yaron genießt es. Hier noch und da noch … Bleib bei mir und mach weiter.

  • 18:00 Uhr: Er hat 36,9 Grad Körpertemperatur. Das ist zu niedrig. Ich denke, es ist eine Nebenwirkung der Medikation. Da Yaron noch nichts gefressen hat, richte ich ein anderes Menü für ihn her. Ja, ja … er bekommt angeboten, was die Futterkammer hergibt. Die Mädels freuen sich über den von ihm verschmähten Futterteller.
  • Kontrolle 22:00 Uhr: Yaron hat perfekte 38,2 Grad Körpertemperatur. Mein Freund möchte unbedingt spazieren gehen. Wir bummeln gemeinsam im Nieselregen durch die Nacht. Er läuft zum Gehege der Maine-Coon-Damen und ruft angestrengt mit krächziger Stimme. Ula und Ronny kommen angelaufen. Ja, aber, wo ist Blümchen? Seine Freundin schläft bereits. An Ula und Ronny hat er kein Interesse. Wir gehen langsam zurück.

Die Achterbahn der Emotionen im CastleLand

06.05.2026: Um 03:30 Uhr blinzelt mich Yaron müde an. Er schiebt seinen Hintern ein wenig über den Rand vom Bett und lässt mich fiebermessen. Mein Freund hat optimale 38,2 Grad Körpertemperatur.

Um 07:00 Uhr wartet Yaron bereits hinter der Tür. Er hat kein Nassfutter gefressen, aber den Teller mit dem Miamor Drink leer geschlabbert. Wir beginnen seine morgendliche Pullerrunde. Yaron läuft sicher, langsam und bedächtig. Der Spaziergang strengt meinen Freund an und nach kurzer Zeit dreht er um und wir gehen zurück. In seinem Zimmer überrascht mich der Bursche. Er klettert zügig und problemlos auf den Kratzbaum und legt sich auf seinen Thron. Yaron nimmt artig seine Tablette und schiebt mir das Hinterteil zum Fiebermessen entgegen. Er hat optimale 38,1 Grad Körpertemperatur.

Wir verbringen den Vormittag gemeinsam. Ich biete ihm verschiedene Futtersorten an. Yaron schaut interessiert, schnüffelt und geht. Er hat etwas Trockenfutter gefressen und noch einen Katzendrink geschlabbert. Mein Freund ist sehr anhänglich und genießt meine Liebkosungen. Die Augen von Yaron sind klar und er ist ansprechbar. Er hat keine Probleme, die verschiedenen Etagen seiner Kratzbaumlandschaft zu nutzen.

Gegen 14:00 Uhr treffen die ersten Ergebnisse der Blutuntersuchung vom 05.05.2026 ein. Ich bin fassungslos. Die Werte haben sich innerhalb eines Tages katastrophal verschlechtert. Yaron kämpft offensichtlich mit einer Entzündung. Ich bin wie gelähmt. Der emotionale Stress macht sich auch körperlich bei mir bemerkbar. Ich sitze in seinem Zimmer auf dem Fußboden und ordne meine Gedanken. Mein großer, starker Freund steigt von seinem Kratzbaum und legt sich halb auf meinen Schoß. Yaron schaut mich mit seinen ausdrucksstarken Augen aufmerksam an.

Ok. Herumsitzen ist keine Option. Ich rufe in der Tierarztpraxis an und vergewissere mich, dass ich das Blutbild richtig interpretiert habe. Ja, das habe ich. Die Zeit läuft gegen uns und bisher steht keine Behandlungsdiagnose fest. Ich vereinbare umgehend einen Termin im Diagnostikzentrum für Kleintiere in Dresden zur großen Diagnostik. Ultraschall, CT, große Blutchemie … was auch immer. Ich hoffe, dass die Ärzte die Ursache finden, eine belastbare Diagnose stellen und meinem Freund helfen können. Die Tierarztpraxis am Hausberg in Pirna hat sofort alle Behandlungsunterlagen und das Röntgenbild an das Diagnostikzentrum übermittelt.

Ich erlebe ein Déjà-vu. Bereits im Juni 2023 war Yaron schwer krank und ich stand mit ihm vor einem schier unlösbaren Problem. Wir haben gekämpft und durften gewinnen. Also, mein Freund, was können wir richtig gut? Genau. Kämpfen!

Um 16:00 Uhr bin ich mit Yaron spazieren gegangen. Langsam und bedächtig, aber mit sicherem Schritt, ist er neben mir gelaufen. Anett wollte uns die Fortschritte in ihrem CastleLand-Gartenparadies zeigen. Den „weiten“ Weg dahin hat mein Freund mit einigen Pausen einigermaßen gut bewältigt. Dann lag er im Gras und hat mich bittend angeschaut. Ich habe ihn zurück in sein Zimmer getragen. Kaum hatte ich ihm das Geschirr abgenommen, ist er wie ein Jungspund den Kratzbaum hochgeturnt und hat sich auf seinen Thron gelegt. Einmal bürsteln bitte. Natürlich hat der Simulant seine Bürstellei bekommen.

Ein Blick auf die anderen CastleLand-Bewohner:
Kontrolle 17:00 Uhr. Alle Katzenkinder haben gut zugenommen und turnen durch die Stube. Finn lässt sich problemlos von Anett verarzten. Evi ist im Bettelmodus. Wenn sie mich sieht, dann verlangt sie Wegzoll. Damit sie nicht mit ihren verfressenen Kindern teilen muss, lässt sie sich ihre kleinen Leckereien auf dem Schrank servieren. Evi ist sehr anhänglich und genießt meine streichelnden Hände.

Yaron hat Normaltemperatur. Er mäkelt beim ReConvales Tonikum und nimmt es nur widerwillig. Heute hat er etwas vom Feuchtfutter gefressen.

Den Abend verbringe ich mit der Rentnergang und gehe gelegentlich meinen Freund besuchen. Frieda, die Mama von unserem unvergessenen Buddy, wird in wenigen Tagen 15 Jahre alt. Obwohl sie recht gut frisst, ist Fieda klapperdürr. In den vergangenen Tagen kam das Mädel nicht, wenn ich sie gerufen habe. Ich musste sie aus ihrer Lieblingsecke holen. Obwohl ich sie angesprochen habe, ist Frieda bei meiner Berührung erschrocken. Wenn sie sich im Raum bewegt, dann schaut sie kontrollierend in alle Richtungen. Ich denke, Frieda hat das Gehör verloren und ist taub. Ich werde das vom Tierarzt kontrollieren lassen und Optionen prüfen.

Kurz vor 24:00 Uhr kontrolliere ich Yaron. Ich freue mich, dass er zu alten Gewohnheiten zurückfindet und mich maulend aus dem Zimmer schicken möchte. Widerwillig schiebt er seinen Hintern über das Kissen und lässt mich die Temperatur kontrollieren. Er hat Normaltemperatur. Gute Nacht, mein Großer.

07.05.2026: Es regnet im CastleLand und Yaron verzichtet auf seine Pullerrunde. Er hat Normaltemperatur und ein wenig gefressen. Wir fahren gemeinsam in das Diagnostikzentrum für Kleintiere nach Dresden. Wie erwartet hat sich mein Freund im Kennel komplett entleert. Das Team der Tagesklinik kennt Yaron gut und ich durfte ihn sofort in einem Behandlungszimmer reinigen. Die Ärzte waren perfekt vorbereitet und nach einem Gespräch fuhr ich heim. Lange Stunden des Wartens begannen. Lea und Hana haben ein unglaublich feines Gespür für Situationen. Sie waren stets in meiner Nähe.

Gegen 16:00 Uhr rief mich der behandelnde Tierarzt, Andrija Markicevic, an und besprach mit mir das Ergebnis der Diagnostik. Die Antibiotika wirken. Das Blutbild hat sich positiv verändert. Die Diagnostik mit Ultraschall zeigte unklare Ergebnisse und wurde mittels Computertomografie (CT) fortgeführt. Yaron hat einen kleinen Gallenstein. Der Tumor in seinem Gehirn, ein Meningeom, ist deutlich abgegrenzt sichtbar und hat sich seit Juli 2023 nur um 3 mm vergrößert. Beide Befunde sind nicht ursächlich für seinen schlechten Gesundheitszustand. Yaron hat einen Knick im Mastdarm und wird morgen operiert. Ich kenne und schätze Andrija seit Jahren als hervorragenden Chirurgen. Wir haben den Eingriff und die Risiken ausführlich besprochen. Die Fahrt auf der Achterbahn der Emotionen geht weiter … Am Abend ist es sehr ruhig im CastleLand. Das Zimmer von Yaron ist leer.

08.05.2026: Obwohl ich von Lea und Hana liebevoll betreut wurde, habe ich schlecht geschlafen. Meine Gedanken sind bei Yaron.

Am Morgen erfahre ich, dass Heike nach langem Kampf ihre geliebte Steffi über die Regenbogenbrücke gehen lassen musste. Ich fühle einen starken Druck auf der Brust. Steffi of Maine Coon Castle, eine Tochter von Andy und Frieda (Queen Bombastic Coons), wurde acht Jahre alt und durfte bei Heike ein sehr behütetes Leben voller liebevoller Zuwendung genießen. Liebe Heike, ich danke Dir für all die schönen Jahre, die Steffi an Deiner Seite erleben durfte. Ich bin in Gedanken bei Dir und teile Deinen Schmerz.

Am späten Vormittag habe ich gemeinsam mit Anett Frieda untersucht und gepflegt. Ihre letzte Allgemeinuntersuchung Ende März hat Frieda, bis auf ihren Dauerschnupfen, ohne Befund absolviert und das geriatrische Blutbild war makellos. Ich habe den Eindruck, dass Frieda schnell altert. Sie wirkt tütelig und zieht sich zurück. Das alte Mädchen freut sich jedoch sehr über jede Zuwendung und schnurrt. Frieda putzt sich nicht mehr ordentlich und sieht aus wie ein Struppi. Wir haben sie gekämmt und gebürstet. Am Montag hat Frieda einen Kontrolltermin beim Tierarzt.

Gegen 14:00 Uhr hat mich Andrija Markicevic informiert, dass die OP von Yaron planmäßig verlaufen ist und er sich in der Aufwachphase befindet. Während des Eingriffes hat er festgestellt, dass das Hauptproblem eine unglaublich große Ansammlung von Gewölle (Haarballen) im Magen war. Dadurch hat Yaron eine hochgradige Magenentzündung bekommen. Das Gewölle wurde entfernt und der Mastdarm fixiert. Kurz nach der Visite um 20:00 Uhr habe ich noch einmal mit Andrija telefoniert. Yaron ist wach und aufmerksam. Morgen Mittag darf ich meinen Freund nach Hause holen!

Es wird Nacht und ich fühle mich leer, alt und ausgebrannt. Ich kann meinen Kopf nicht ausschalten und denke an all jene unserer kleinen und großen Lieblinge, bei denen wir den Kampf verloren haben. Ich hoffe für Yaron auf einen guten Ausgang.

09.05.2026: 00:30 Uhr. Ich kann nicht schlafen und beobachte von meinem Schreibtisch aus mit der Kamera das nächtliche Treiben von Frieda. Lea und Hana schlafen fest. Frieda huscht durch den Raum. Sie frisst und säuft. Sie reckt und streckt sich am Kratzbaum. Das Mädel ist agil und treibt nachts Sport. Von wegen arme, alte Frieda … Das Mädel war schon immer ausgesprochen nachtaktiv. Ab ins Bett … Gegen 04:00 Uhr werde ich erneut wach. Hana und Anett schnarchen um die Wette. Lea liegt schlafend neben mir. Frieda turnt am Kratzbaum wie ein junges Ding. Wenn ich an ihr Röntgenbild und die ausgeprägte Spondylose denke … Ihre Behandlung durch Tierphysiotherapeut Atanas Bakardjiev wirkt Wunder. Er hat tatsächlich goldene Hände.

12:00 Uhr: Ich habe Yaron aus dem Diagnostikzentrum für Kleintiere in Dresden abgeholt. Andrija Markicevic hat mit mir die Befunde und die OP besprochen. Ich erhielt die Medikamente für die nächsten Tage und wir fuhren heim. Zu Hause hat Yaron kurz sein Zimmer kontrolliert und dann hat sich der Bursche doch tatsächlich an MEINE! Frau rangewanzt und sich verwöhnen lassen. Der große Bursche schmust mit Anett. Ein wunderschönes Bild.

Mein Freund, Maine Coon Kater Yaron, ist wieder im CastleLand

Während Yaron und Anett turteln, räume ich auf und hole alle notwendigen Utensilien für die nächsten Tage herzu. Wow! Der Caddy ist während der Heimfahrt aus der Tierklinik trocken geblieben. Yaon muss auf die Waage. Er hat in den vergangenen Tagen erheblich abgenommen und wiegt nur noch 8,2 kg. Da muss wieder ordentlich Substanz drauf auf den Katermann.

Yaron schaut mich auffordernd an und stellt sich vor seine Zimmertür. Mein Freund möchte spazieren gehen. Gegen 14:00 Uhr lege ich das Geschirr an und nehme ihn an die Leine. Zeig mal her, geh mal ein paar Schritte im Zimmer. Er kommt ausgezeichnet mit dem Body zurecht und wir machen uns auf den Weg.

Mein Freund hat sein Revier gründlich untersucht. Wir waren langsam und sehr gemütlich unterwegs. Gelegentlich haben wir eine Pause eingelegt und Yaron hat sich gesonnt. Nach fast einer Stunde waren wir zurück. Zufrieden hat Yaron sich in sein Lieblingsbett verzogen und geschlafen.

Der berühmte XXL Maine Coon Kater Yaron
Yaron nach der OP in seinem Revier

Am Nachmittag hat Lea begleiteten Ausgang im Freigehege der Maine Coon Katzen. Marie achtet darauf, dass der Konflikt zwischen Lea und Daireen nicht erneut aufflammt. Daireen hat sich in den vergangenen Tagen als Chefin der Gruppe etabliert. Mir gefällt ihr ruppiger Führungsstil nicht, aber ich greife nicht ein. Daireen fühlt sich sicher und überlegen in ihrer Position. Sie muss sich nicht mehr beweisen und lässt Lea in Ruhe.

  • Kontrolle 18:00 Uhr. Yaron hat Normaltemperatur und nimmt problemlos seine Medikamente. Anschließend laufen wir noch ein paar Schritte im Hof. Der Bursche hat nicht gefressen und kaum gesoffen.
  • Kontrolle kurz nach 23:00 Uhr: Mein Freund reagiert genervt. Wir „diskutieren“ kurz und dann schiebt er sein Hinterteil zum Fiebermessen über den Bettrand. Er hat Normaltemperatur. Fiebermessen ist blöd, aber das anschließende Kuscheln im Dunklen genießt er. Leise schnurrend schläft Yaron ein.

10.05.2026: Um 07:00 Uhr beginnt mein Yaron-Programm. Fiebermessen, Medikamente geben und spazieren gehen. Yaon benötigt Schonkost und darf kein Trockenfutter fressen. Der Bursche streikt und frisst gar nichts. Spitzenköchin Anett hat für meinen Freund gekocht. Hühnchen mit Reis und Möhrchen. Yaron schnüffelt am Teller und geht.

Ok. Plan B: Anett hat Babynahrung gekauft und ich versuche, meinen Freund mit einem Plastiklöffel zu füttern. Wir stellen uns beide nicht sonderlich geschickt an. Er ist eine üble Sauerei. Ich mache Yaron sauber und wische das Zimmer.

Plan C: Ich fülle den Babybrei in eine Spritze und … Es schmeckt nicht besser, aber Yaron spielt halbwegs mit.

Ich kürze an dieser Stelle meine ausführlichen Aufzeichnungen zu Yaron ab und führe die Dokumentation intern weiter. Der Maine Coon Report wird sonst unendlich lang.

Die beste Hana des Universums hat heute Geburtstag. Hana ist heute 14 Jahre alt geworden. Hana ist eine Seelenkatze. Ich habe bereits 2021 einen Artikel zu Hana geschrieben. „Mein Leben mit Hana“

Die schwarze Perle vom CastleLand, Wally of Maine Coon Castle, wird bald Mama und beginnt morgen die Zeit ihrer Wurfvorbereitung. Anett hat das Kittenzimmer gereinigt und ich habe es heute für Wally hergerichtet. Ich freue mich auf die intensive Zeit mit ihr.

11.05.2026: Yaron ist gut durch die Nacht gekommen. Er hat am Morgen Normaltemperatur und wir haben eine kleine Pullerrunde absolviert. Egal was Anett kocht, der Bursche frisst nichts. Die Mädels freuen sich über die Gourmetküche und fressen begeistert seine verschmähten Portionen. Ich war zum Großeinkauf im Zoofachhandel und habe diverse Sorten Schonkost gekauft.

Nu gugge! Ich habe drei verschiedene Futtersorten von verschiedenen Herstellern aufgelegt und mein Freund frisst. Huhn und Ente schmecken. Lachs ist nicht sein Ding. Yaron bevorzugt die Tütchen von Kattovit.

Wally ist am Nachmittag in das Kittenzimmer eingezogen. Die schwarze Perle hat alles gründlich untersucht und unsere Einrichtungsvorschläge akzeptiert. Wally kennt sich aus. Sie hat bereits zweimal in diesem Raum Katzenbabys großgezogen.

12.05.2026: Yaron ist gut drauf und hat Normaltemperatur. Die OP-Naht sieht gut aus. Nach der Pullerrunde hat er gut gefrühstückt.

Anett ist mit den Zwergen vom F4-Wurf und Frieda zum Tierarzt gefahren. Die Kitten wurden heute frühkastriert. Frieda wurde geröntgt und absolvierte eine Ultraschalluntersuchung. Die negativen Veränderungen an ihrer Wirbelsäule sind leider fortgeschritten. Es ist ein Wunder, wie beweglich sie noch ist. Im Ultraschall wurde ein unklarer Zuwachs im Brustkorb festgestellt. Tief in ihren Gehörgängen hat sich Schmutz angesammelt. Sie bekommt Ohrentropfen, damit sich die Verklebungen schonend lösen. Ich warte auf die Laborergebnisse vom Blutbild.

Damit Yaron nicht Autofahren muss, kam kurz nach 12:00 Uhr die Tierärztin zum Hausbesuch. Sie hat Frieda und die Jungs vom F4‑Wurf gleich mitgebracht. Bei Yaron wurde Blut entnommen.

Nachmittags hat Marie die Mädels vom F4-Wurf aus der Tierarztpraxis abgeholt. Die kleinen Damen haben einen schicken Body an. Die Bärchenbande spielt  schon wieder ausgelassen in der Stube.

Am Abend nieselt es und Yaron kürzt die Pullerrunde ab. Er hat Normaltemperatur, frisst und säuft. Mein Freund ruft mich oft, wenn er mich im Haus hört. Wir verbringen viel Zeit miteinander.

13.05.2026: Der Wecker klingelt. Auf zu Yaron. Äh … Moment. Wally ruft im Kittenzimmer. Es ist wie bei der Seefahrt. Frauen und Kinder zuerst. Ich komme in das Zimmer und die schwarze Perle sitzt bereits auf dem Sideboard. Wally schaut mich aus ihren großen, ausdrucksstarken Augen an und schmiegt sich werbend an mich. Der Tag beginnt wunderbar.

Mit leichter Verzögerung beginnt das morgendliche Yaron-Programm. Er hat Normaltemperatur und schluckt artig seine Medikamente. Yaron läuft heute recht gut und zügig. Beim Frühstück ist er mäkelig, aber er frisst ausreichend. Gegen 09:00 Uhr darf er seinen Body ausziehen. Ich kämme und bürste ihn ausgiebig. Wir genießen die gemeinsame Zeit.

Am späten Vormittag treffen die Befunde aus dem Labor ein. Frieda hat leichte, vollkommen unspektakuläre Verschiebungen im Blutbild. Der SAA‑Wert bei Yaron ist erwartungsgemäß noch sehr hoch. Ansonsten sind die Werte im Blutbild wieder im Normbereich.

Kontrolle 17:00 Uhr. Alle Katzenkinder sind mobil und spielen. Die OP-Nähte der Mädels sehen sehr gut aus. Frieda, Freya und Fiona stolzieren mit erhobenem Schwanz wie kleine Models in der Stube. Mit ihren Bodys sehen sie wirklich schick aus.

HURRAAA! Beim abendlichen Spaziergang hat Yaron eine riesige, wohlgeformte Wurst abgesetzt. Darauf habe ich sehnsüchtig gewartet. Katzenscheiße kann etwas Wunderbares sein.

14.05.2026: Wally hat sich im Kittenzimmer eingerichtet. Sie hat den Wurfstudi „umgegraben“ und dann schnell das Interesse daran verloren. Sie genießt ganz offensichtlich die Auszeit. Wenn sie mich hört, dann ruft sie mich zu sich und möchte gestreichelt werden.

Yaron geht es besser. Er schaut mich aufmerksamer an und zeigt bereits wieder seine Marotten. Ich habe das Mirataz abgesetzt und hoffe, dass er trotzdem ausreichend frisst. Die Spaziergänge absolviert mein Freund wieder zügiger und ohne Pausen.

Alle Katzenkinder haben ordentlich zugenommen. Die OP-Nähte der Mädels sehen perfekt aus.

15.05.2026: Ach, ist das schön! Bei der morgendlichen Pullerrunde erzählt mir Yaron seine „Erlebnisse“ der letzten Nacht. Er bleibt gelegentlich stehen und schaut mich an. Was sagst Du dazu? Nichts. Ich höre zu, das muss reichen. Ich hatte noch keinen Kaffee. So, so … Für diese Ignoranz darf ich eine Extrarunde laufen. Anschließend lässt er sich sein Frühstück schmecken.

Wally fällt in den Mamamodus. Sie wird noch anhänglicher. Am Nachmittag haben wir ihr den Bauch rasiert. Wally ist eine Tochter von Schnaddel (Daireen) und Yaron. Sie hat das Prozedere pausenlos kommentiert – ganz die Mama.

Ich verbringe den Tag im Rotationsmodus. Wally, Yaron, Frieda und natürlich immer wieder Lea – sie verlangen nach Aufmerksamkeit. Die Behandlung der Ohren von Frieda funktioniert offensichtlich gut. Der tief sitzende Schmodder löst sich und das alternde Mädel reagiert wieder auf Ansprache. Ich habe den Eindruck, dass das Demenz-Präparat zu wirken beginnt. Frieda, die Mama von Buddy, ist aufmerksamer und putzt sich wieder.

16.05.2026: Es ist erneut soweit: Katzenmutter Evi hat ihre Kinder liebevoll aufgezogen und nun ziehen die ersten Kitten vom F4-Wurf zu ihren neuen Familien um. F4 Fridolin und kurz danach F4 Frodo wurden von ihrem Personal sehnsüchtig erwartet. Die fantastischen Jungs wurden heute abgeholt. Wir wünschen Euch allen eine wunderbare Zeit, bei bester Gesundheit miteinander.

Frieda ist immer für eine Überraschung gut. Das Mädel frisst gut und klettert wieder auf den Kratzbaum. Sie hat sich einen neuen Lieblingsschlafplatz auf der zweiten Etage auserkoren. Yaron ist gut durch den Tag gekommen. Er hat Normaltemperatur, frisst ausreichend und hat Kot abgesetzt. Yaron schläft viel.

Wally kennt ihre Rechte als werdende Katzenmutter und nutzt diese schamlos aus. Sie ruft mich oft zu sich und fordert neben Extraleckerlis viele Streicheleinheiten ein. Wally ist sehr fordernd, aber auch unendlich liebevoll. Ihren Kuschelataken kann und will ich mich nicht entziehen.

17.05.2026: Heute hat Yaron Geburtstag – mein Freund ist heute 14 Jahre alt geworden!

Wir starten gemeinsam mit dem üblichen Prozedere in diesen besonderen Tag. Ich messe Temperatur und er schluckt brav seine Tabletten. Dann gehen wir spazieren. Der Morgen ist sonnig und warm. Gemeinsam laufen wir langsam durch das CastleLand. Gelegentlich setzt sich Yaron hin und erzählt mir eine Geschichte aus seinem bewegten Leben. Heute setze ich mich neben ihn, streichle meinen Freund und höre ihm geduldig zu. Nach dem Spaziergang darf Yaron den Body ausziehen. Die OP-Naht sieht einwandfrei aus. Da Yaron Schonkost bekommt, fällt das Festtagsmenü leider aus. Er frisst sein Frühstück dennoch mit Appetit.

In der Küche sitzt Frieda vor ihrer Anett und lässt sich brav die Ohren spülen. Sie hat schon immer eine sehr besondere Beziehung zu Anett. Nach der Behandlung erbettelt sie sich, wie immer, ein Extratütchen und lässt es sich laut schmatzend schmecken. Hana sitzt mit tropfendem Zahn daneben und wartet geduldig, was Frieda übrig lässt. Eine essenzielle Regel, die von allen im CastleLand respektiert wird, lautet: Frieda wird niemals beim Fressen gestört!

18.05.2026: Anett war mit der Limited Edition von Schnaddel, den Kitten vom G4-Wurf, beim Tierarzt. Finn war mit an Bord und durfte zusammen mit Grace in einem Kennel fahren. Die G4-Linge absolvierten ihre U2-Untersuchung und wurden zum zweiten Mal geimpft. Bei Finn wurden die Ohren kontrolliert und nachbehandelt.

Am Vormittag hat Marie bemerkt, dass Frieda Probleme beim Wasserlassen hat und blutigen Urin absetzt. Sie hat Frieda sofort in die Tierarztpraxis gefahren. Geduldig wie ein Schaf, oder mit der ruhigen Weisheit des Alters, hat Frieda alle Untersuchungen über sich ergehen lassen. Abhören, Abtasten, Ultraschall und … Frieda hat eine Blasenentzündung und wird entsprechend behandelt. Mein alterndes Mädel hat nun ihre eigene Apotheke in der Küche. Der Ausflug zum Tierarzt macht hungrig. Zu Hause hat Frieda erst einmal ordentlich was weggeputzt.

Ich habe meinen Tag mit Wally und Yaron verbracht. Wally ist liebevoll und anhänglich. Sie streckt mir ihren Babybauch zum Streicheln entgegen. Wenn sie merkt, dass ich ihr Zimmer verlassen möchte, dann legt sie ihre Vorderpfote auf meine Hand, schaut mich an und maunzt leise. Komm, bleib noch ein wenig. Selbstverständlich bleibe ich. Ich liebe diese Wesensveränderung der werdenden Katzenmütter.

Yaron durfte heute den ersten Spaziergang ohne Boddy machen. Mein Freund hat Normaltemperatur, frisst gut und setzt ordentlich Kot ab. Er läuft sehr langsam und bedächtig. Yaron markiert sein Revier wieder gründlich. Ich mache mir Sorgen, weil er kein Gewölle erbricht und ich auch im Kot kein Fell finde. Wie lange geht das gut?

Kontrolle 17:00 Uhr. Alle Maine-Coon-Babys haben einwandfrei zugenommen und toben in der Stube. Die OP-Nähte bei den Mädels sehen hervorragend aus.

19.05.2026: Heute hat Frieda, mit bürgerlichem Namen Queen Bombastic Coons, Geburtstag. Frieda ist heute 15 Jahre alt geworden.

Wir haben Queen seinerzeit im Alter von acht Wochen aus einer Zuchtauflösung herausgekauft. Ein kleiner, schüchterner Fellhaufen mit ängstlich aufgerissenen Knopfaugen huschte bei uns zu Hause aus dem Kennel. Das putzige, kleine Ding sah nicht aus wie eine Queen. Das war eindeutig eine Frieda. Sie wuchs heran und hat Anett als Bezugsperson auserkoren. Mich hat sie mehr oder weniger als Personal akzeptiert. Wenn Frieda Maine-Coon-Babys bekam, dann suchte sie meine Nähe und ließ sich gern bei der Geburt unterstützen. Waren die Kitten geboren, dann war ich wieder abgemeldet und sie suchte die Nähe ihrer Freundin Anett.

Frieda hat uns wunderbare Kitten geschenkt. Sie ist die Mama von unserem unvergessenen, einzigartigen Buddy of Maine Coon Castle. Frieda ist eine Einzelgängerin, die immer in der Gruppe akzeptiert wurde und mit der sich nie eine andere Katze angelegt hat. Liebe Frieda, wir danken Dir für alles und wünschen uns noch viele gemeinsame Jahre mit Dir.

Am Vormittag kam die Tierärztin zum Hausbesuch. Sie hat Frieda untersucht und behandelt. Bei Yaron wurde zur Kontrolle Blut entnommen.

Wally tut derweil wichtig. Sie gräbt den Wurfsturdi um und ruft mich nun öfter zum Probeliegen. Ihrem Charme kann ich mich nicht entziehen. Wir verbringen viel Zeit miteinander. Wally verdrückt Unmengen an Katzenfutter.

Yaron ist sehr ruhig geworden. Er schläft viel und geht recht langsam bei unseren Spaziergängen. Er hat Normaltemperatur, frisst gut und setzt regelmäßig Kot ab.

20.05.2026: Um 04:00 Uhr habe ich nach Wally geschaut. Die schwarze Perle hat geschlafen und fühlte sich durch das Licht gestört. Also … Licht aus. Im Dunklen haben wir ein wenig gekuschelt. Leise schnurrend ist sie nach kurzer Zeit wieder eingeschlafen.

Yaron ist heute gut drauf. Er ist mit Marie zwei Runden durch sein Revier gelaufen und hat anschließend gut gefressen.

Ohne Mapf kein Kampf: Frieda hat ausgiebig gefrühstückt und anschließend Morgensport am Kratzbaum gemacht. Ihre Beweglichkeit ist erstaunlich. Frieda reagiert wieder auf Ansprache und geht ordentlich auf das Katzenklo.

Gegen Mittag kam das Ergebnis der Blutkontrolle von Yaron aus dem Labor. Die Entzündungswerte sind wieder im Normbereich. Im roten Blutbild gibt es leichte, aber unkritische Verschiebungen.

Kontrolle 17:00 Uhr. Finn hat abgenommen. Der Junge ist mobil und spielt ausgelassen wie ein Flummi. Er hat Normaltemperatur. Ich habe Finn separat gefüttert. Es war eine Herausforderung, die anderen Fressfeinde vom Teller fernzuhalten. Finn hat gut gefressen, ist aber zurückgetreten, als ich zuließ, dass die anderen Katzenkinder an den Teller kommen. Das werde ich beobachten.

Mein Abend gehört Wally und Yaron. In der Küche sitzt Lea und mault mich an, wenn sie mich sieht. Mein Schatz, ich kann mich nicht teilen. Nach der Kontrollrunde um 22:00 Uhr bin ich mit Wally im Sturdi eingeschlafen und wurde erst kurz vor Mitternacht von ihr geweckt. Wally Babys? Nein, ich habe Hunger. Die Babys putzen sich noch. Hab Geduld. Wally geht zum Futterteller und ich gehe ins Bett.

21.05.2026: Kontrolle um 04:30 Uhr. Wally schläft den Schlaf der Gerechten und schnarcht leise. Ich schlafe auch noch ein wenig. Ab 07:00 Uhr übernimmt Anett.

Finn hat über Nacht 30 g zugenommen. Yaron zieht Marie zwei Runden durch den Morgen und erzählt ihr seine Erlebnisse der laaaangen Nacht. Wally umgarnt Anett und lässt sich das Frühstück schmecken. Frieda himmelt ihre Anett an und bekommt natürlich ihr Extratütchen. Hana und Lea haben artig gefragt und dürfen mit von ihrem Teller fressen. Das ist neu. Frieda entwickelt auf ihre alten Tage eine soziale Ader.

Bei Wally beginnt das übliche Spiel. Sie gräbt den Wurfsturdi um und ruft mich anschließend zum Aufräumen. Das Verhalten der Töchter von Daireen zieht sich durch die ganze Schnaddellinie, wenn sie Katzenmütter werden. Daireen hat es an ihre Töchter vererbt.

Hana und Lea genießen das sonnige Wetter im Katzenfreigehege. Frieda bleibt in der Küche und hat sich das Bett von Charlotte als ihren neuen Lieblingsplatz auserkoren. Lotti kommt und möchte auf ihren Platz. Ein strenger Blick von Frieda und Lotti begreift … das war mein Platz. Sie legt sich artig auf den Läufer vor dem Bett.

Alle Katzenkinder haben gut zugenommen. Es gibt keine Impfreaktionen bei den G4-Lingen. Die Minischnaddels toben mit der Bärchenbande in der Stube.

Kontrolle um 22:00 Uhr. Yaron schaut mich kurz an und gähnt herzhaft. Er möchte seine Ruhe. Das Zimmer der Maine Coon Katzen ist leer. Alle sind im Freigehege und genießen die laue Vorsommernacht. In der Stube laufen Lenny und Grace auf mich zu. Sie erbetteln für die Rasselbande zwei Extratütchen. Die Ohren von Frieda scheinen wieder ganz passabel zu funktionieren. Das Knistern der Tütchen ruft sie auf den Plan. Sie steht in der Küche vor dem vollen Futterteller und schaut mich bittend an. Aber bitte, aber gern. Natürlich bekommt auch sie eine Extraportion.

Wally wartet bereits auf mich. Sie bleibt vor dem Sturdi stehen und wartet, bis ich ihn neu hergerichtet habe. Dann liegen wir gemeinsam eng beieinander im Halbdunkel. Wally liegt auf dem Rücken und kuschelt sich eng an mich. Sie schnurrt und meine Hand liegt auf ihrem Bauch. Im Halbschlaf spüre ich die kräftigen Bewegungen ihrer Kinder. Kurz vor Mitternacht kommt der kleine Hunger. Wally geht fressen und legt sich anschließend zum Schlafen auf den Kratzbaum. Meine Nerven … Ich warte auf Babys.

22.05.2026: Wally schläft um 02:00 Uhr und blinzelt mich um 04:30 Uhr müde an. Gut Ding will Weile haben. Um 07:30 Uhr beginne ich den „Wally-Dienst“. Ich denke, heute wird sie ihre Babys bekommen. Ihr Bauch ist prall und fest geworden.

Anett ist mit den Mädels vom F4-Wurf und Finn zum Tierarzt gefahren. Frieda, Freya und Fiona bekamen ihre Fäden gezogen und wurden untersucht. Die kleinen Damen haben ihr tierärztliches Zeugnis für den Umzug in das neue Heim bekommen. Bei Finn wurden die Ohren kontrolliert.

Die Geburt vom H4-Wurf der Kitten of Maine Coon Castle

Kurz nach 08:00 Uhr bin ich noch bei Yaron und höre Wally nach mir rufen. Weil ich mich nicht schnell genug bewege, ruft die schwarze Perle noch einmal sehr laut und nachdrücklich. Ich gehe ins Kittenzimmer und muss grinsen. Wally steht vor mir und schaut mich mit halbgesenktem Kopf vorwurfsvoll an. Wo bleibst Du denn? Ich bin soweit. Komm in den Sturdi. Wally läuft voraus und beobachtet, wie ich alle Utensilien für die Geburt zurechtlege. Hm … Wally. Wir sind noch nicht vollzählig. Wally kuschelt sich im Sturdi an mich, schnurrt sich ein und übt Abstützen. Anett ist vom Tierarzt zurück und kommt gegen 08:45 Uhr zu uns.

Gegen 09:00 Uhr setzen bei Wally die Wehen ein. Mit sanftem Druck stützt sie sich bei mir ab. Wally ist eine erfahrene Maine Coon Katze. Langsam, den Wehen folgend, schiebt sie das erste Kitten vor. Um 09:15 Uhr hat sie ihr erstes Katzenbaby geboren. Einen großen, kräftigen Jungen. Geduldig und mit ruhigem Blick beobachtet sie, wie ihr kleiner Sohn versorgt wird. Danach nimmt sie ihn vorsichtig an sich und beginnt, ihn fürsorglich zu putzen.
Bis 10:30 Uhr hat Wally noch zwei schwarze Mädchen geboren. Sie hat sich kopiert. Unsere Geburtshilfe wurde von Wally sehr dankbar angenommen.

Wally of Maine Coon Castle im Wochenbett
Wally mit ihren Kitten im Wochenbett

Gegen 11:00 Uhr habe ich den Wurfsturdi gereinigt und neu hergerichtet. Katzenmama Wally hat mich dabei genau beobachtet. Sie hat sich anschließend lang ausgestreckt und ich „durfte“ ihr die Katzenbabys an die Milchbar legen. Etwas später habe ich ihr ein leckeres Menü im Sturdi serviert. Die schwarze Perle ist im Mutterglück und kümmert sich liebevoll um ihre Kinder.

Yaron war heute Nachmittag etwas länger draußen. Ich habe ihn in seinem Revier angebunden. Mein Freund hat alles gründlich untersucht und sich anschließend gesonnt. Gegen 17:00 Uhr sind wir gemütlich zurückgebummelt. Er hat ordentlich Kot abgesetzt und mit Appetit gefressen.

Die Minischnaddels und die Bärchenbande entwickeln sich zu „Schädlingen“. Die verdrücken reichlich Katzenfutter und nehmen die Deko von Anett auseinander. Katzenspielzeug war gestern. Heute sind Kunstblumen angesagt. Finn hat ordentlich zugenommen und balgt sich mit Lenny. Musterschüler Sirius schaut sich den Zirkus aus etwas Abstand an.

Die Babys von Wally haben bereits zugenommen. Wally platzt fast vor Stolz, wenn wir ihre wunderschönen Katzenkinder loben.

Am späten Abend ruft Yaron. Er hat mich gehört, als ich die letzte Kontrollrunde in den Katzengruppen absolviert habe. Gemeinsam saßen wir, wie so oft,  auf dem Fußboden. Heute hat sich Yaon das erste Mal auf meinen Schoß gelegt und sich an mich gekuschelt. Mit superweichen Pfoten hat der Grobmotoriker getätzelt. Diese Kuschelzeit war sehr intensiv. Bei seinem sonoren Schnurren bin ich eingeschlafen und erst weit nach Mitternacht aufgewacht. Mein Rücken … Yaron liegt leise schnarchend und gelegentlich schmatzend auf seinem Thron.

23.05.2026: Wally wartet am Morgen bereits hinter der Tür auf mich. Komm mal mit und schau dir meine Kinder an. Schnurstracks führt sie mich zum Wurfsturdi. Den Kitten von Wally geht es gut. Sie sind einwandfrei geputzt und der Sturdi ist picobello sauber. Sie lässt sich geduldig meine erste nachgeburtliche Untersuchung gefallen und nimmt artig ihre Medikamente. Wally frisst sehr mäkelig und wenig.

Hm … Bei der abendlichen Kontrolle werde ich nachdenklich. H4 Harry stagniert und H4 Heaven hat nur 2 g zugenommen. H4 Haylie hat 15 g zugenommen. Hat sie ihren Geschwistern alles weggefressen? Wally zeigt wenig Interesse am Futter. Sie läuft vom Teller weg, sobald eines ihrer Kinder ruft.

24.05.2026: Am Morgen schläft die kleine Familie noch im Sturdi. Wir wiegen die Babys. H4 Harry stagniert und H4 Heaven hat nur 5 g zugenommen. H4 Haylie hat 25 g zugenommen. Hat Wally noch keine oder zu wenig Milch? Anett bereitet ein Fläschchen für die Kleinen zu. Nein! Nein, lass das sein. Du bist nicht unsere Mama. Die Katzenbabys lehnen das Fläschchen ab. Nun gut. Der Weg führt über die Katzenmutter. Ich reiche Wally ein Schälchen ReConvales Tonicum im Sturdi. So viel Aufmerksamkeit. Wally liebt es, verpämpelt zu werden. Sie schlabbert das Tonikum mit Genuss.

Bei der Kontrolle am Abend haben ihre Kinder alle vernünftig zugenommen. Wally sitzt neben mir und gibt „wertvolle“ Tipps, als ich die Unterlage im Wurfsturdi wechsle. Daireen kann ihre Tochter nicht verleugnen. Wally ist ist durch und durch ein schwarzes Schnaddel.

25.05.2026: Die Kinder von Wally haben zugenommen. Sie hat wenig gefressen und kaum gesoffen. Der Teller mit dem ReConvales Tonicum ist fast unberührt. Wally hat noch keinen Kot abgesetzt und nur wenig Urin. Ihre Augen sind klar, das Gesäuge ist weich und die Lymphknoten sind nicht geschwollen. Der Darm ist mäßig gefüllt. Wally ist nicht auffällig und nimmt ihre Medikamente anstandslos.

Der Morgen ist warm und Yaron unterbricht die Pullerrunde an seinem Platz. Mein Freund möchte verweilen und legt sich ab. Ich gehe erst einmal Kaffee trinken. Solch ein Kaffee am Morgen … Ich beobachte Yaron und denke über Wally nach. Genau, das sollte ich versuchen!

Ich bummle mit Yaron zurück und besuche Wally. Die schwarze Perle ist mit ihren Kindern beschäftigt. Ich reiche ihr ein Schälchen ReConvales Tonicum. Wally schlabbert es aus. Fein. Ich hole den Futterteller in den Sturdi und siehe da, Madame frisst ordentlich. Katzenmütter haben alle ganz unterschiedliche Marotten und Bedürfnisse. In den nächsten Tagen werde ich die Eierfaxen von Wally gern bedienen. Im CastleLand dürfen Katzenmütter einen besonderen Service erwarten.

Kontrolle 17:00 Uhr. Allen Katzenkindern geht es gut. Die Kleinen von Wally haben auch gut zugenommen.

26.05.2026: Ich bin beruhigt. Wally hat endlich Kot abgesetzt. Ihre Maine Coon Kitten haben gut zugenommen. H4 Haylie schießt mit 21 g den Vogel ab.

Anett ist mit den Minischnaddels und Finn in die Tierarztpraxis gefahren. Die Minischnaddels werden heute kastriert. Bei Finn wurden die Ohren kontrolliert und er hat sein tierärztliches Zeugnis für den Umzug bekommen. Ich habe zusätzlich ein großes Blutbild veranlasst.

Gegen 14:00 Uhr habe ich die Minischnaddels in der Tierarztpraxis abgeholt. Musterschüler Sirius lag artig im Kennel. Die Rabauken Lenny und Grace haben während der Autofahrt ein gehöriges Affentheater veranstaltet. Zu Hause stürmte die Rasselbande aus dem Kennel zum Futterteller.

Die Kinder von Wally haben fantastisch zugenommen. Abends habe ich Wally eierfaxenmäßig in ihrem Wurfsturdi bedient. Wenn ich ihren Teller halte, schmeckt ihr das Futter wunderbar.

27.05.2026: Ich habe heute einen Termin mit Yaron und Lea in der Tierklinik. Deshalb beginnt der Tag etwas zeitiger. Bereits um 06:30 Uhr bin ich mit Yaron unterwegs. Mein Freund soll ordentlich pinkeln und Kot absetzen. Ich hoffe, dass sein Kennel sauber bleibt. Yaron ist munter und agil. Er quatscht mir beim Laufen ein Ohr ab, markiert ohne Ende und setzt einen großen, wohlgeformten Haufen Kot ab.

Weder Yaron noch Lea sind gute Autofahrer. Während der Fahrt in die Tierklinik haben beide in ihren Kennels protestiert und gejammert. Yaron hat sich wieder komplett entleert. Also das übliche Procedere. Ausladen und erst einmal reinigen.

Yaron war als Erster dran und saß wie ein Deckchen vor dem Tierarzt. Blutziehen? Natürlich, hier ist meine Pfote. Punktieren? Selbstverständlich, halte ich den Kopf richtig? Der Grobmotoriker zeigt sich von seiner Schokoladenseite und muss kaum gehalten werden. Alle Werte im Blutbild und der SAA Wert sind im Normbereich. In der Auswertung zeigt das Punktat, dass die erbsengroße Abkapselung am Hals unkritisch und nicht behandlungswürdig ist. Mein Freund benötigt Ruhe und Erholung. Wir sind auf einem guten Weg.

Lea, die Königin meines Herzens, ist herzkrank.

Nun war Lea an der Reihe. Da im letzten Blutbild der SDMA Wert hoch war, habe ich Lea zur Allgemeinuntersuchung und für einen Nierenultraschall mitgebracht. Mein Liebling setzte sich artig auf den Behandlungstisch und schmiegte sich an mich. Geduldig ließ sich Lea abtasten und abhören. Alles bestens. Eine Blutentnahme lehnte Lea ab. Nadeln? Echt Nadeln? Ihre Augen wurden dunkel. Ich wusste, was passiert. Mein Schatz rastete komplett aus und Lea kann zur Furie werden. Damit die Untersuchung fortgesetzt werden kann, wurde sie leicht sediert.

Dem Tierarzt, Andrija Markicevic, fiel die unregelmäßige Atmung von Lea auf und er hat sie geröntgt. Das Bild zeigte unklare Schatten im Abdomen. Im Herzultraschall zeigte sich Flüssigkeit und auch im Bauch war bereits freie Flüssigkeit. Lea ist herzkrank. Mein Liebling … Wieder raste die Achterbahn steil nach unten!
Die Nieren waren im Ultraschall unauffällig. Andrija erklärte mir, dass der SDMA Wert bei einer solchen Herzerkrankung steigen kann. Das ist plausibel, da die Harnstoff- und Phosphatwerte immer im Normbereich waren. Lea bekommt Tabletten zur Entwässerung und hat in 10 Tagen einen Kontrolltermin.

Maine Coon Kastratin Lea
Lea, die Königin meines Herzens

Immer mein Bauchgefühl … Allerdings hätte es ohne dieses Bauchgefühl den Diagnostiktermin in der Tierklinik nicht gegeben. Andrija hat sich erneut als ausgezeichneter und aufmerksamer Tierarzt bewiesen. Vielen Dank dafür.

Lea ist 15 Jahre alt und mein blauer Schatten. Sie ist das Pendant von Yaron. Wir haben in den Jahren viel miteinander erlebt. Wieviel Zeit bleibt uns? Lea wird einstweilen zu mir in die obere Etage ziehen. Sie war in schweren Stunden stets als Seelenkatze an meiner Seite. Wir werden gemeinsam ein Wunder schaffen. Ich denke an Heike und ihren Volker.

Yaron hat in der Tierklinik am Kraftstrom genascht. Am Nachmittag stand er bereits putzmunter hinter seiner Zimmertür und ist in sein Revier gestürmt. So habe ich ihn seit Wochen nicht erlebt.

Kontrolle 17:00 Uhr. Alle Katzenkinder haben sehr gut zugenommen. Wally verlangt im Sturdi nach ihrer Eierfaxenbehandlung. Sie frisst mit Appetit und flirtet dabei mit mir. Ja, ja. Die schwarze Perle weiß, wie es geht.

Abends liegt Lea neben mir und freut sich über die Streicheleinheiten. Mein blauer Schatten wartet um 22:00 Uhr geduldig an dem Gitter, bis ich mit der letzten Kontrollrunde fertig bin. Später kuschelt sie sich im Bett eng an mich. Eine Nacht mit Lea …

28.05.2026: Marie war mit Blümchen, Elea und Elena zur Trächtigkeitsuntersuchung beim Tierarzt. Wir erwarten Babys von Elea und Elena. Blümchen ist nicht trächtig. Es gibt keine Kitten von Yaron. Meinem Freund werde ich keine Katze mehr zuführen. Ich möchte den Stress für ihn vermeiden. Wenn Blümchen wieder rollig wird, dann darf Cobe sie beglücken. Im Stammbaum von Cobe ist die Zuchtlinie von Yaron omnipotent vertreten. Seine Mutter Nadja ist das Ergebnis jahrelanger, geprüfter Linienzucht.

Lea ist gut durch den Tag gekommen. Am Abend hatte ich Gelegenheit, Andrija meine Beobachtungen des Tages mitzuteilen. Die Medikation von Lea wurde angepasst.

29.05.2026: Am Morgen werde ich vor der Zeit wach. Lea hat ihre Vorderpfote auf meinem Arm und greift im Halbschlaf mit ihren scharfen Krallen. Es tut nicht wirklich weh, aber es ist sehr unangenehm. Ich streichle der Königin meines Herzens sanft über den Kopf und sie schaut mich aus müden Augen an. Die Augen von Lea sind der Spiegel ihres Wesens. Amüsiert beobachte ich, wie sie wach wird und das Gehirn zuschaltet. Ein, zwei, drei und das Licht im Oberstübchen geht an. Ihre Augen werden klar und fokussiert. Sie maunzt mich leise an, zieht ihre Krallen ein und kuschelt sich an mich. Mein Mädel genießt die Streicheleinheiten. Die Medikation wirkt. Lea hat nachts reichlich Urin abgesetzt. Das Mädel möchte kein Frühstück und säuft nicht. Ich muss ihr lange gut zureden, damit sie ein Schälchen ReConvales Tonicum leerschlabbert.

Das Team CastleLand funktioniert. Anett kümmert sich um die Katzenbabys und ihre Mütter. Marie umsorgt Yaron und die anderen CastleLand Bewohner.

Am Vormittag ist F4 Finn und seine Schwester F4 Freya umgezogen. Finn, der Kobold, war schon als winziges Kitten unsterblich in Anett verliebt und hat das CastleLand-Kuscheldiplom mit Bestnoten abgelegt. Er muss sich nicht wirklich umgewöhnen. Er zieht zu Anett und eine Anett ist eine Anett! Eben nett. Seine Schwester Freya ist wild und ungestüm und andererseits ein Püppchen. Freya liebt Menschenhände und kuschelt gern. Sie wird gut auf Finn aufpassen. Ich wünsche Euch starke Nerven und eine lange, gemeinsame Zeit voller Abenteuer.

Marie war mit Frieda beim Tierarzt zum Kontrolltermin. Die Medikamente schlagen gut an, aber Frieda bekommt wieder Schnupfen. Sie wurde entsprechend behandelt und wird am Montag wieder vorgestellt. Insgesamt geht es Frieda gut. Sie erhebt Wegezoll und erbettelt sich diverse Extratütchen. Hat sie vergessen, dass sie gerade erst gefressen hat? Egal, sie kann ein paar Gramm mehr auf den Rippen gut vertragen. Wenn’s schmeckt … gern!

Wally ruft laut und fordernd nach mir. Sie steht vor dem vollen Futterteller und meckert. Ach ja, da war doch was … Sie läuft zum Sturdi und legt sich zu ihren Kindern. Ich trage ihr den Futterteller hinterher und Wally genießt ihr Eierfaxenprogramm.

Meinem Kumpel Yaron geht es täglich etwas besser. Der Bursche erholt sich und genießt die Zeit in seinem Revier. Yaron frisst gut und setzt regelmäßig Kot ab. Er findet zu alten Gewohnheiten zurück. Auch zu den weniger guten.

Lea hat nicht gefressen und kaum gesoffen. Am späten Nachmittag habe ich meine Beobachtungen mit dem Tierarzt besprochen. Ich möchte sie mit Miratatz unterstützen. Gibt es eine Kontraindikation bei ihrer Medikation? Andrija meinte: Ich bin Chirurg und kein Kardiologe. Ich rufe zurück. Er verschwand in den Untiefen der Pharmakologie. Wenig später erhielt ich die Rückmeldung. Es gibt keine Kontraindikation, aber die Verabreichung muss aufgrund der Herzerkrankung angepasst werden. Ich habe Lea entsprechend versorgt.

30.05.2026: Der Gestank von Katzenkacke reißt mich aus dem Schlaf. Lea hat sich ordentlich erleichtert. Das Miratatz wirkt offensichtlich schnell. Sie steht vor dem Teller und frisst das Futter vom Vorabend. Ach, ist das schön. Zum Nachtisch gibt es ein Schälchen ReConvales Tonicum und Streicheleinheiten. Wenig später frisst sie auch vom frischen Futter und säuft. SO! Darf es weitergehen …

Blümchen und Cobe sind in das Hochzeitszimmer eingezogen. Cobe hat einen schweren Stand. Anders als bei Yaron ist Blümchen sehr zurückhaltend und zickig. Kann Cobe sie für sich gewinnen? Er ist gänzlich anders als Yaron. Lange Geschichten und ein liebevolles Vorspiel sind nicht sein Ding. Der Bursche ist grob und zielorientiert. Wir werden sehen …

Mittags haben sie F4 Frieda und G4 Sirius auf die Reise begeben. Das Team hat die Herzen ihrer Dosenöffner bei Besuchen im Sturm erobert. Frieda ist ein aufgewecktes Mädel, das beim Spielen nicht zimperlich ist. Sirius ist fast eine Handaufzucht und entsprechend „besonders“. Auf jeden Fall besonders anhänglich. Wir wünschen Euch eine lange, gemeinsame Zeit voller Freude miteinander und freuen uns auf Bilder und Berichte im Chat.

Wally nutzt ihren Sonderstatus als Katzenmutter schamlos aus. Sie liegt wie angenagelt im Wurfsturdi bei ihren Kindern und zitiert mich gelegentlich lautstark herbei. Ich habe Hunger. Bring mir meinen Teller. Jetzt! Natürlich bekommt die schwarze Perle ihre Extraeierfaxen.

Kontrolle 17:00 Uhr. Allen Katzenkindern geht es gut. Die Babys von Wally haben ausgezeichnet zugenommen.

Yaron erholt sich sichtbar. Mein Freund hat den Nachmittag in seinem Revier verbracht und ist beim Heimweg eine Extrarunde gelaufen. Er frisst gut und ausreichend.

Ich beobachte Lea mit Sorge. Sie bewegt sich gut und folgt mir auf Schritt und Tritt. Ich kämpfe mit ihr um jeden Bissen. Wir sitzen oft gemeinsam vor ihrem Futterteller und Lea nimmt mir zuliebe ein paar Bissen. Lea hat Normaltemperatur, setzt Urin und wenig Kot ab. Mein blauer Schatten kuschelt sich nachts eng an mich.

31.05.2026: Es kratzt im Katzenklo und ein zarter „Duft“ von Lea erreicht meine sensible Nase. Sie springt zu mir ins Bett und maunzt mir ins Ohr. Hat sie Hunger? Das frische Futter ignoriert Lea und sie läuft in mein Büro zur Kühlbox. Ich verstehe. Madame möchte ihre morgendliche Portion ReConvales Tonicum. Sie schlabbert zufrieden ihr Schälchen aus und kabbert am Krockenfutter.

Derweil zieht Yaron laut erzählend Marie im sonnigen Morgen durch sein Revier. Er hat Kot abgesetzt und sein Frühstück schmeckt im.

Maine Coon Katze Evi beginnt einen neuen Lebensabschnitt.

Evi ist eine Tochter von Daireen und Yaron. Als Maine Coon Katze entspricht Evi dem alten Maine Coon Typ, den auch ihr Vater Yaron repräsentiert. Starke Pfoten, eine ausgeprägte Muskulatur und der runde Bullerkopf. Aus dem E3-Wurf habe ich seinerzeit drei Schwestern für die Zucht behalten. Elena, Evi und Elea haben sich zu der berüchtigten Yaronies Gang zusammengeschlossen. Ich habe einiges mit den Mädels erlebt. Evi hat mich als ihre Bezugsperson auserkoren. Anders als ihre Schwestern hat Evi viel von dem Charakter ihres Vaters.

Mit dem F4-Wurf der Kitten of Maine Coon Castle hat Evi ihre Zuchtkarriere beendet. Sie hat sich liebevoll um ihre Katzenkinder gekümmert und war eine fantastische Mama. Nach ihrer Kastration hat sie im Zuge der Hormonumstellung eine Metamorphose durchlebt. Evi ist sehr weich und anhänglich geworden. Wie wir es uns für Evi gewünscht haben, darf sie mit ihrem Kind F4 Fiona in ein neues Zuhause umziehen. Wie bereits so oft durften wir einen außerordentlich geeigneten Menschen für unseren Liebling kennenlernen. Yaronine Evi wird sich sicher schnell in ihrem neuen Katzenrudel zurechtfinden.

Maine Coon Kastratin Evi mit ihrer Tochter Fiona
Evi mit ihrer Tochter Fiona

Liebe Evi, wir danken Dir für ALLES. Ich werde die gemeinsamen Erlebnisse nie vergessen. Die „Abenteuer“ während Deiner Entwicklung. Unsere „Diskussionen“ und Deine unglaublich einnehmende Art, Dich nach Unfug zu entschuldigen. Unsere Zeit während der Wurfvorbereitung im Sturdi und das bedingungslose Vertrauen, das Du mir während der Geburten entgegengebracht hast. Evi, heute beginnt ein neuer Lebensabschnitt für Dich. Öffne Dein Herz. Ich habe Deinen neuen Menschen gut ausgewählt.

Liebe Doris, wir haben alles besprochen. Evi und Fiona werden Dir gute Gefährten sein. Ich wünsche Euch vom Guten das Beste und eine lange, glückliche Zeit miteinander.

Am frühen Nachmittag wurde G4 Lenny von seinen neuen Menschen abgeholt. G4 Lenny zieht zu D4 Daisy und wird ihr ein guter Gefährte sein. Lenny ist ein kerniger Junge. Ein Rabauke mit bunten Murmeln im Kopf. Er wird ordentlich Leben in die Bude bringen. Wie das bei den Rabauken so ist … Harte Schale, weicher Kern. Lenny liebt Streicheleinheiten und führt sich als Beschützer auf. Ob Daisy so viel Schutz mag? Ich bin gespannt auf die Geschichten. Wir wünschen Euch viele wunderbare Abenteuer und eine lange, gemeinsame Zeit bei bester Gesundheit. Psst. Lieber Lenny, zeig Dich die ersten Tage von Deiner Schokoladenseite und lass die Hütte heile.

Grace allein zu Haus. Ihre Freunde sind alle ausgezogen. Ich hole Lea in die Stube und wir öffnen die Küchentür. Grace sitzt wie versteinert auf dem Kratzbaum und duckt sich in das Kissen. Hilfe, Monster! Sie blickt skeptisch auf Lea, Frieda und Hana. Die Rentnergang hat die Kleine noch nicht entdeckt und macht es sich in der Stube gemütlich. Die beste Hana des Universums zeigt wieder ihr unendlich gutes Gespür für andere. Sie liegt neben ihrer Schwester Lea und putzt sie zärtlich.

Geduldig lässt sich Wally ihre letzte nachgeburtliche Untersuchung gefallen. Bei ihr ist alles in Ordnung. Ihre Kitten haben gut zugenommen.

Yaron erholt sich langsam, aber stetig. Heute Abend wollte mein Freund eine extralange Bürstellei und hat anschließend eine ordentliche Portion Leckerlis verdrückt. Er köpfelt und schnurrt. Mir wird warm ums Herz.

Nach der letzten Kontrollrunde um 22:00 Uhr habe ich Lea mit hochgenommen. Lea säuft ausreichend, aber sie frisst viel zu wenig. Ich habe kein Gefühl dafür, ob und wie ihre Entwässerungsmedikamente wirken. Am nächsten Donnerstag ist der Kontrolltermin in der Tierklinik. Wieviel Zeit bleibt uns? Bevor wir zu Bett gehen, säuft Lea noch eine ordentliche Portion ReConvales Tonicum. Sie schmiegt sich an mich und tätzelt. Bei ihrem sonoren Schnurren schlafe ich ein. Eine Nacht mit Lea …

Liebe Leserinnen und Leser, liebe CastleLand-Fans und Freunde,
in den vergangenen Wochen bin ich emotional weit über meine Grenzen gegangen – eine Achterbahnfahrt, die sich auch in Teilen dieses Reports widerspiegelt. Das Schreiben, das mir einst so viel Freude bereitet hat, fühlte sich zuletzt mehr nach Verpflichtung als nach Herzensprojekt an. Die vielen wunderschönen Momente, die unser Züchterleben bereithält, kommen im Text oft viel zu kurz. Doch unser Report soll kein Kummerkasten sein.

Ich habe mich daher entschieden, Prioritäten zu setzen: Meine Zeit und ungeteilte Aufmerksamkeit gehören aktuell ganz intensiv unseren Tieren – allen voran unserer Rentnergang. Lea, Frieda, Yaron und Hana haben das CastleLand zu dem gemacht, was es heute ist. Sie und all unsere anderen CastleLand-Bewohner benötigen mich jetzt am meisten.

Ich möchte mich bei den Mitgliedern von unserer Gruppe bei Telegram bedanken. Die CastleLand Community ist sehr aktiv. Ich danke Euch für Euren Zuspruch in schweren Zeiten. Ihr seid so pur, so direkt und herzlich. Ich bin froh, dass es Euch gibt und ich Mitglied dieser Gemeinschaft sein darf.

Ich danke allen Lesern für ihr Interesse an unseren Maine Coon News. Bleiben Sie uns gewogen!

Dies war die vorerst letzte Ausgabe des Maine Coon Reports.

Wie immer freue ich mich auf Eure / Ihre Meinungen und Anregungen. Hinterlassen Sie gerne einen Kommentar unter diesem Beitrag oder schreiben Sie mir eine E-Mail.

Ihr / Euer
Jens Zierz

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