Maine Coon Reisekater Mischa im Balkan
Weltenbummler Mischa ist schnurrend auf Achse.
Ihr seid neu? Ihr kennt mich bislang nicht? Also … Ich bin Mischa, der blaue Prinz aus Sachsen, ein Maine Coon Kater und ein erfahrener Weltenbummler. Mehr erfahrt ihr auf meiner Homepage.
Mischa’s Reisetagebuch 30.5.2026
Bevor ich euch von meinem neuen Reise-Abenteuer erzähle, will ich euch kurz erzählen, was gerade so ansteht. Wohin es dieses Mal geht?
Nach Albanien.
Tja, was soll ich sagen?! Meine Leute hatten beruflich viel um die Ohren die letzten Monate. Immer hieß es: „Leg dich hinter den Laptop, ich hab gleich einen Video-Call“ oder ich wurde gleich ganz ausgesperrt und durfte nicht ins Arbeitszimmer. Blöd!
Mal ne Woche, okay… Aber gleich monatelang?! Ach ja, es hieß, Natalia würde an ihrem 2. Buch schreiben. Mann, oh Mann, dass die keine viereckigen Augen gekriegt hat, ist echt alles.
Sie hat mich liebevoll versorgt, ja, da kann ich nicht meckern. Aber selten hatte sie Zeit, mal für ein Spielchen oder so. Im Garten war ich dann auch alleine, als der Frühling kam. Obwohl der ja wohl auch ins Wasser gefallen ist.
Ständig hat es geregnet. Bei aller Liebe zum im Gras liegen und Hummeln-beobachten, aber nasse Füße hole ich mir dafür ganz bestimmt nicht. Neee, dann lieber im Trockenen bleiben, aber wie das war, hab ich euch ja kurz skizziert.
Zum Glück bekam ich Abwechslung. Immer wenn Jürgen nach Hause kam. Er hat im Keller geknüstert und ich bin dann entweder bei ihm geblieben oder bin in den Garten. Natalia? Fehlanzeige. Die saß vor ihrem Laptop. Zumindest hatte sie keine schlechte Laune. Nun gut, ich bin ja nicht nachtragend.
Das Buch scheint seit ein paar Tagen fertig zu sein. Was kann man sich unter dem Titel „Wertschöpfendes Offboarding“ vorstellen? Schaut selbst nach. Jedenfalls nimmt Natalia jetzt wieder am Familienleben teil und versprüht gute Laune.
Und vor ein paar Tagen ging die geschäftige Betriebsamkeit los, die ich inzwischen gut kenne. Da steht dann plötzlich ein Korb im Flur in welchem allerlei Dinge gesammelt werden, die in den Bulli sollen. Lange Rede, kurzer Sinn. Heute Morgen war es so weit. Dieses Mal ging es wirklich schnell.
Kaum hatte ich meinen morgendlichen Rundgang im Garten gemacht und mein 2. Frühstück zu mir genommen, wurde ich in den Bulli getragen. Ich bin ja inzwischen kein Greenhorn mehr. Letztens noch haben sie mich zu Natalias Eltern mitgenommen. Da hatte ich mich wieder erinnert, wie das so ist mit der Fahrerei.
Im Grunde nicht so übel. Das Gute ist, dass wir drei dann ganz eng zusammen sind. Das liebe ich am meisten. Dafür nehme ich fast alles in Kauf.
Jedenfalls waren wir noch ein paar Dinge einkaufen, bevor es Richtung Süden ging. So hatte ich die Chance, mich langsam im Bulli zu akklimatisieren.
Ich habe wie immer mein Tröhnchen im hinteren Teil des Bullis, wo ich auf meiner Kuscheldecke und zusammen mit meinem beruhigenden Stärketiger liege. Von dort aus kann ich alles überblicken. Meistens gucke ich nach vorne und beobachte meine Leute.
Wenn ich pinkeln muss, dann Miaue ich ganz durchdringend und schwups halten die beiden an. Ich kann dann Pipi machen und netterweise suchen sie immer einen Platz aus, an dem ich mir die Beine vertreten und ein wenig Gras knabbern kann.
Heute sind wir längst nicht so weit gefahren wie an manchen Tagen in der Vergangenheit. Die beiden reden ständig davon, dass sie diesmal vier Wochen Zeit haben. Naja, wenn das bedeutet, dass ich mehr Zeit zum Bewegen habe, soll’s mir auch recht sein. LOL
Aber nun will ich mal zum Punkt kommen. Wir sind angekommen, als die Sonne noch längst nicht untergegangen ist. Die beiden haben das Dachzelt präpariert und mich natürlich zuerst versorgt.
Ich sag’s euch, ich hatte vielleicht einen Kohldampf! Wenn wir fahren, mag ich nicht essen. Normalerweise futtere ich den lieben langen Tag. Aber das geht ja jetzt nicht. Also, hab ich heute, seitdem wir hier stehen schon 4x was bekommen.
Die beiden haben mein Lieblingsfutter in Tonnen eingepackt. Ich hatte sogar Angst, dass der Wagen zu schwer wird, aber zur Not können sie ja was von ihren Sachen auspacken.
Ich bin ja wählerisch. Zurück zum Thema: Nachdem wir hier angekommen sind (die beiden reden immer von so was wie Nürnberg oder so, wenn sie telefonieren und reden von Karpfenteichen), hab ich nach der 1. Mahlzeit erst mal geschlafen.
Dann hab ich mich umgesehen und die Gegend um den Bulli erkundet. Ein wenig fühle ich mich gegängelt … Warum, fragt ihr? Ist das euer Ernst? Wollt ihr auf Schritt und Tritt beobachtet werden? Nein? Naja. Ich auch nicht! Aber gut, wenn sie so was wie „jallah“ sagen, leg ich mich halt vor’s Auto. Jedenfalls finde ich das Ganze echt gut. Ich kann rein springen und raus hopsen, gerade so wie mir der Kopf steht. Wenn das so weitergeht, kann’s ein cooler Urlaub werden.
P.S. hier quaken die Frösche. Und zwar nicht einer. Nicht zwei. Sondern gefühlt alle Frösche Deutschlands gleichzeitig. Ich werde die Lage beobachten.
Miau! Und bis bald, euer Mischa
Reiseprofi, Futterexperte und offizieller Bulli-Inspektor 🐾🚐🐸
Fortsetzung folgt …
Regen, Regen – Reisekater Mischa bleibt entspannt.
Mischa’s Reisetagebuch 02.06.2026
Leute, der Regen scheint uns besonders zu mögen. Anders kann ich mir nicht erklären, warum er uns inzwischen seit mehreren Tagen verfolgt.
Eigentlich wollten wir noch einen Tag länger bei den Fröschen bleiben. Die hatten sich gerade erst an mich gewöhnt. Aber dann wurde es mittags plötzlich immer dunkler. Bevor Natalia und Jürgen überhaupt gemerkt haben, dass da ein ordentliches Gewitter aufzieht, wusste ich längst Bescheid.
Katzen 🐈⬛ spüren sowas nämlich Stunden vorher. Jawoll! Wetter-App? Brauche ich nicht. Ich merke das in meinen Ohren, wenn der Luftdruck fällt. Und die feinen Härchen in meinem Fell registrieren jede elektrische Aufladung in der Luft.
Ihr dachtet wohl, ich würde den ganzen Tag nur schlafen und fressen? Amateure!
Jedenfalls war mir sofort klar: Heute wird das nichts mehr mit draußen herumstreifen. Dass die beiden allerdings beschließen würden, alles zusammenzupacken und weiterzufahren, damit hatte selbst ich nicht gerechnet. Also wieder Autobahn. Gähn.
Autobahn ist ungefähr so spannend wie Trockenfutter ohne Soße.
Immer dieselbe Geschwindigkeit. Immer dieselben Autos. Keine Vögel. Keine Frösche. Keine Schmetterlinge. Ich döse mich dann meistens in eine andere Welt. Irgendwann kamen wir an.
Die Schiebetür ging auf. Ich stand schon in Startposition. Bereit für Bewegung. Bereit für Gras. Bereit für Abenteuer. Und was sehe ich? REGEN. Schon wieder: R E G E N. Ich habe selten eine größere Enttäuschung erlebt. Also blieb ich drin.
Erst später am Abend hörte es endlich auf und ich konnte mir die Gegend ansehen. Naja. Eine gemähte Wiese. Ein paar Vögel. Und jede Menge Regenwürmer, die offenbar beschlossen hatten, ihre Wohnungen zu verlassen. Die Amseln waren sofort zur Stelle um auf Regenwurm-Jagd zu gehen.
Ich übrigens auch. Ich habe versucht, eine Amsel zu erwischen. Mehrfach. Leider sind diese Viecher unverschämt schnell. Man kann mir jedenfalls nicht vorwerfen, ich hätte mich nicht um mein eigenes Abendessen bemüht.
Am Ende bekam ich natürlich trotzdem wieder eine ordentliche Portion meines Lieblingsfutters. Wie immer. Man muss Prioritäten setzen.
Am nächsten Morgen ging die Reise weiter. Wir fuhren durch gefühlt eintausend Tunnel. Hell. Dunkel. Hell. Dunkel. Hell. Dunkel. Irgendwann sagte einer der beiden:
„Jetzt sind wir in Kroatien.“
Kenne ich nicht! Mir auch egal. Aber dann ging die Schiebetür auf. Und Leute … Das war der Hammer! Eine riesige Wiese. Blumen 🌼. Ruhe. Vogelgezwitscher. UND: Sonnenschein.
Natalia und Jürgen stellten so schnell flötend ihre Campingstühle und den Tisch raus, dass ich kaum hinterhergucken konnte. Das ist übrigens das ultimative Wir-bleiben-Signal. Wenn die Stühle rauskommen UND Kaffee gekocht wird, bleiben wir länger.
Und tatsächlich: Wir bleiben. Ich kann mich hier frei bewegen. Keine anderen Katzen, keine Konkurrenz, kein Drama. Lediglich ein mittelgroßer schwarzer Hund kam vorbei. Dem fehlte der Schwanz. Das fand ich merkwürdig.
Er hat sich vermutlich gefragt, warum ich so groß, wohlgenährt und edel aussehe … Tja, einem echten Prinzen begegnet man eben nicht so oft. Und dem blauen Prinzen aus Sachsen schon erst recht nicht.
Wir beschlossen beide, uns gegenseitig zu ignorieren. Eine sehr erwachsene Entscheidung. Ansonsten liege ich auf der Wiese. Oder auf dem Beifahrersitz, oder auf meinem Thron im Heck. Oder ich beobachte Schmetterlinge.
Wobei „beobachten“ vielleicht das falsche Wort ist. Ich arbeite aktiv an ihrer Dezimierung. Bisher hab ich keinen erwischt.
Meine Schnurrhaare sagen mir übrigens, dass es nicht mehr lange dauert, bis es wieder anfängt zu regnen. Meine beiden Menschen scheinen Regen allerdings zu mögen. Anders kann ich mir nicht erklären, warum wir immer genau dort hinfahren, wo er gerade ist.
Vielleicht mögen Menschen das Auf und Ab der Scheibenwischer. Bei Menschen weiß man ja nie.
Ich werde die Lage weiter beobachten.
Euer Mischa
Reisekater, Wetterdienst und Schmetterlingsbeauftragter
Fortsetzung folgt …
Bunte Murmeln im Kopp: Reisekater Mischa auf Abwegen
Mischa’s Reisetagebuch 04.06.2026
Also Leute, gestern wurden wir alle auf eine harte Probe gestellt. Es hörte einfach nicht auf zu donnern und zu regnen.
Ich muss meine Meinung über meine Menschen revidieren. Sie mögen Regen nämlich auch nicht. Der Unterschied ist nur: Während ich mich bei schlechtem Wetter sinnvollerweise ins Trockene verziehe, gehen die beiden trotzdem raus, um irgendwelche Dinge zu erledigen.
Gestern haben sie mich sogar kurz allein gelassen und sind einer Frau mit Regenschirm hinterhergelaufen.
Kein Scherz. Ich habe es durch die Scheibe genau beobachtet.
Irgendwann kamen sie pitschnass zurück und verkündeten begeistert: „Wir haben einen guten Platz gefunden!“ Gut? Naja… Ich glaube, wir sollten dringend mal darüber sprechen, was „gut“ eigentlich bedeutet.
Gut ist: Gras. G R A S. Graaahaaas! (Langsam buchstabiert, damit auch Menschen folgen können.)
Hier gibt es einen Schotterplatz. Mit einer großen Pfütze. Und ein paar traurige Grasbüschel. Ungenießbar. Das erkenne ich sofort. Diese harten Halme, denen selbst Kühe 🐄 aus dem Weg gehen würden. Nee. Danke. Aber was soll’s. Inzwischen weiß ich ja, dass wir nie lange an einem Ort bleiben. Also wird dieser Schottermist auch bald wieder Geschichte sein.
Heute scheint immerhin die Sonne. Herrlich!
Und jetzt kommt das Verrückte: Ich liege tatsächlich freiwillig auf dem Schotter. Diese kleinen weißen Steinchen sind überraschend angenehm kühl. Man lernt nie aus.
Hin und wieder versuche ich natürlich trotzdem, die Gegend zu erkunden. Schließlich muss jemand hier Qualitätskontrollen 📝 durchführen.
Leider erwischen mich meine Menschen jedes Mal. Dabei wollte ich doch nur mal schauen, wie die anderen Camper so wohnen.
Neben uns steht zum Beispiel ein echtes Hochhaus. Sieht aus wie unser Bulli. Nur dreimal so groß.
Durch mich kamen meine Menschen mit den Nachbarn ins Gespräch. Die wollten alles über mein Reiseleben wissen. Und ich habe genau gesehen, wie stolz Natalia und Jürgen von mir erzählt haben. Kann ich verstehen.
Ich wäre auch stolz auf mich.
Beim nächsten Kontrollgang bin ich sogar noch weiter gekommen. Da stand nämlich ein schwarzer Bulli. Fast wie unserer. Nur in elegant. Die Tür stand offen. Also bin ich einfach hineingesprungen. Die Frau darin war so überrascht, dass sie erstmal gar nichts gesagt hat. Leider hatte ich keine Gelegenheit, die Einrichtung gründlich zu inspizieren.
Denn plötzlich hörte ich hinter mir dieses eine Wort: „Jallah!“
Natalia. Streng. Keine Widerrede. Ende der Besichtigung. Eigentlich weiß ich ja, dass ich sowas nicht machen soll. Aber dieser kleine Nervenkitzel… Der reizt mich einfach.
In Marokko ist das übrigens schon einmal schiefgegangen. Da bin ich in ein großes Wohnmobil gesprungen. Dummerweise wohnten dort zwei Hunde. Zwar keine besonders großen. Aber eben Hunde. Und außerdem war es ihr Revier. Zum Glück war Natalia sofort da und brachte mich zurück in unseren Bulli.
Eigentlich sollte ich daraus gelernt haben. Eigentlich. Vor ein paar Tagen habe ich es sogar geschafft, richtig weit wegzukommen. Das war auf einer wunderschönen Wiese mit perfektem Gras. Ich spazierte ganz gemütlich einen kleinen Hügel hinauf.
Und plötzlich: Außer Sichtweite. Bingo! Kurz darauf hörte ich meinen Namen. „Mischaaaa!“ Dann nochmal. „Miiiischaaaa!“
Dann das Rascheln der Leggoli-Tüte (ihr Wessis würdet dazu „Leckerli“ sagen. Aber ich bin ein stolzer Sachse. Ein Prinz noch dazu!)
Ein starkes Argument. Aber ich blieb standhaft. Sollen sie mich doch suchen. Ein Riesenspaß. Zumindest für mich. Irgendwann hat Jürgen mich gefunden. Und dann bin ich natürlich ganz brav mit ihm zurückgegangen. Man muss es ja nicht übertreiben.
Heute Abend sitzen die beiden wieder über ihren Landkarten. Köpfe zusammen. Wichtige Gesichter. Das bedeutet normalerweise nur eins: Morgen geht’s weiter. Und ehrlich? Ich hoffe auf Gras. Richtig gutes und knabberfreundliches Gras.
Ich werde berichten.
Euer Mischa 🐈⬛✨
Reisekater, Campingplatz-Inspektor und Experte für unerlaubte Wohnmobilbesichtigungen
Fortsetzung folgt …
Reisekater Mischa im Paradies
Tagebuch von Reisekater Mischa am 07.06.2026
Wie ich es mir schon gedacht habe: Wir sind weitergefahren. Allerdings waren wir so schnell am Ziel, dass ich mir schon Sorgen gemacht habe. Ich kam noch nicht mal dazu, ein Nickerchen zu machen. Was ich ja sonst für gewöhnlich während der Fahrt mache.
Angekommen sind wir an einem Fluss und der Bus war unter einem schööönen großen Baum geparkt. Es gab für mich sogar Gras.
Allerdings musste ich feststellen, dass es sich um einen dieser maßlos überbewerteten Campingplätze handelt. Woran ich das erkenne, wollt ihr wissen?
- daran, dass ich mich kaum 2–4 Meter vom Bulli wegbewegen darf. Es liegt auch an mir, ich weiß! Ich will doch immerzu gucken 👀 wie andere Camper so aussehen.
- daran, dass meine beiden Menschen ständig meckern, wie blöd es wäre, auf so einem Platz. Aber ich frage mich, warum sie das dann machen?! Sie reden die ganze Zeit davon, zu warten, bis die Sonne tief steht und der Bus komplett im Schatten, damit es mir gut geht und nicht zu warm ist, wenn sie ein paar Stunden weggehen. Mostar höre ich immer wieder. Was soll das sein? Mostar? Neue Futtersorte? Mmmhh, was mir aufgefallen ist, ist dass die beiden sich über den Ruf eines Muezzins gefreut haben. Und ja, das kenne ich noch aus Marokko. Da habe ich das ganz oft gehört. Die beiden redeten von der Türkei, wo sie lange waren. Und von Chili 🐈, der mit dabei war. Es hat wohl was Nostalgisches für die beiden.
Jedenfalls sind die beiden dann los. Nicht bevor sie mich gut mit Futter versorgt und alle Fenster geöffnet haben. Es ging ein Lüftchen und für mich war’s okay. Ich soll auf den Bus aufpassen, sagen sie. Na gut, ich versuch’s. Wenn ich nicht gerade döse.
Sooo lange haben sie mich nicht alleine gelassen. Es war noch nicht mal dunkel, als sie zurück kamen. Aber sie erzählten den ganzen Abend von ihren Erlebnissen. Von einer Brücke, die im Bosnienkrieg innerhalb von Stunden zerstört wurde. Und die wohl sehr wichtig für die Menschen war. Immerhin war sie über 400 Jahre alt und während der osmanischen Zeit von einem Sultan in Auftrag gegeben worden. Nicht, dass ich das verstanden hätte, ich plappere nur nach, was ich aufgeschnappt habe. Jedenfalls wurde die Brücke wieder aufgebaut und nun pilgern die Touristen in Scharen dorthin. Es muss auch sehr moslemisch gewesen sein, denn die beiden brachten eine goldene Schachtel mit Baklava mit und zelebrierten die Verkostung. Müssen ihre Leggolis sein. Mir haben sie jedenfalls nix mitgebracht. Nicht mal ein Krümelchen! Aber ich bin ja nicht nachtragend.
Also, meistens nicht.
Am nächsten Morgen passierte was Unglaubliches! Eine fremde Katze 🐈 hat sich unerlaubten Zutritt verschafft! Dieses freche Ding mauzte rum und Natalia hat sie sofort rausbugsiert. Aber die sprang sofort wieder rein! Natalia hat sie dann vorsichtig am Kragen gepackt und am Hinterteil unterstützt weggebracht. Und was hat das gebracht? Was meint ihr? Natürlich nichts!
Die fremde Katze sprang wieder in den Bulli. Ich erhob mich langsam. Sehr langsam. Die Botschaft war klar. Diesen Bus hatten wir beide unterschiedlich bewertet. Sie als Restaurant 🧑🍳. Ich als Königreich 🏰.
Nun – meine Menschen dachten, dass dieses dürre Ding wahrscheinlich Hunger hat und haben ihr eine ganze Dose meines Gold-Futters gegeben. Eine ganze Doooose! Naja, eigentlich ist es ein Döschen, aber es ist MEINS!
Aber ich wurde nicht gefragt. Diese bosnische Katze scheint auch keine Fresskultur zu haben, denn sie war nullkommanichts fertig. Und wollte sich wieder Zutritt verschaffen. Diesmal war sie dreister und wollte sich dagegen wehren, weggeschoben zu werden. Somit war die Geduld meiner Menschen beendet. Mit den Sohlen der Birkenstocks klopften sie gegeneinander und verscheuchten sie erfolgreich. Und was glaubt ihr macht die Katz? Geht zum benachbarten Wohnmobil. Die Leute hatten das Schauspiel beobachtet und hatten die Türe fest verschlossen. Ende der Geschichte. Wir haben sie dann nicht mehr gesehen. Bald darauf sind wir dann auch losgefahren.
Die dann folgende Fahrt war deutlich länger. Es ging sie Berge ⛰️ rauf und wieder runter und das unzählige Male. Serpentinen fahren nennt man das wohl. Wir haben eine schöne Mittagspause im Schatten gemacht und am späten Nachmittag kamen wir dann im PARADIES an!
Zuvor sind wir sehr steile Bergstraßen hochgefahren. Ich musste mich richtig in meinem Polster festkrallen! Sooo steil. Die beiden hatten anscheinend Spaß. Naja, ich bin ja kein Spießer.
Und auf dem Platz angekommen, hat’s erstmal ne Weile gedauert, bis das erlösende Summen erklingt, wenn das Dachzelt geöffnet wird.
Erst dachte ich, wir sind da, Motor aus, Beifahrersitz gedreht, mein Katzenklo nach vorne gestellt. Aber nein! Das Dachzelt wurde wieder eingeklappt! What??? Das ist ja wohl nicht euer Ernst! Ich war wirklich in episch schlechter Stimmung!
Was dann folgte war der Knaller: Natalia schwang sich hinters Lenkrad und fuhr eine steile Wiese rauf. Die Räder drehten sogar durch. Dann rangierte sie unter Jürgens Kommando so lange vor und zurück, bis es endlich passte und der Bus dank Auffahrkeilen gerade stand.
Und was soll ich sagen? Meine Leute wissen, was ein Prinz will! Sie öffneten ENDLICH die Schiebetüre und was ich jetzt sah, dass glaubt ihr nicht!
Keine erbärmliche Erde mit duldsamen Gräsern. Dauernd plattgefahren von WoMos und dementsprechend hart. Nein! Was ich hier sah, hab ich selten gesehen.
Eine Blumenwiese! Hohes Gras, Blüten 🌼 in allen Farben, Bienen 🐝 und große Käfer die laut brummend an mir vorbeiflogen. Ganz nah kamen die und raunten: „Hey Kumpel, cool hier, was?“ „Willkommen auf unserer Wiese! Fühl dich einfach wohl, du siehst aus, als könntest du’s gebrauchen!“ So einen netten Empfang habe ich noch nie erlebt. Selbst eine gigantisch große Hornisse kam an. Sie ist wohl die Chefin hier. Sie flog mich so nah an, dass ich erst Schiss bekommen habe. Natürlich hab ich mir nichts anmerken lassen. Immerhin bin ich auch groß! Und ich hab schon so viel erlebt, dass mich so ne eingebildete Hornisse nicht länger aus dem Konzept bringt. Ich hab sie einfach ignoriert und hab das Gras getestet. Echte Premium-Qualität. Hier hat noch kein Hund 🐕 rumgepinkelt. Mmmhhh, lecker!
Hohes Gras. Überall Blüten. Es summte. Es brummte. Es duftete. Leute, ich glaube, ich hatte das Paradies gefunden. Hab ich das schon erwähnt? Ja? Egal! Doppelt hält besser.
Ich hab mich während des Spaziergangs von Blüte 🌸 zu Blüte und von Grashalm zu Grashalm anscheinend so weit vom Bulli entfernt, dass ich mich selbst erschreckt habe. Nach einer Weile wurde ich gerufen „Miiischaaaa“. Eher genervt drehte ich mich um.
Der Bus war schon sehr, sehr weit weg. Also, wirklich sehr weit! Ich gab also Fersengeld und rannte wie ein geölter Blitz ⚡️ zurück. Natalia lachte sich kaputt und selbst unserem Gastgeber entfleuchte ein „wouw!“
So ging der Tag zu Ende. Viel zu schnell, denn irgendwann kamen die kleinen Plagegeister raus. Menschen nennen sie Mücken 🦟. Dann fangen sie an, hektisch um sich zu schlagen und so was wie „Guck mal, da hat mich wieder was gepitscht“ zu sagen. Und dann gehen meine Menschen rein in dem Bulli und machen das Moskitonetz zu.
Heute, also am ersten Morgen im Paradies, durfte ich raus und habe meine Erkundungen fortgesetzt. Da steht ein Haus mit allerlei Baumaterialien herum. Und es riecht nach Hund 🐕. Apropos Hund! Der Gastgeber Dejan erzählte, dass er einen Hund hätte, der immer abends nach Hause käme, um zu fressen.
So war es dann auch gestern. Da kam er, weiß mit braunen Flecken, sprang umher und wedelte die ganze Zeit mit dem Schwanz.
Also ich bin ja schon groß und mein alter Kumpel Jens und seine bezaubernde Frau Annett hatten ja auch einen, aber der war viel kleiner. Es war eine feine, gut erzogene Hundedame. Nicht so ein wilder Strolch. Jedenfalls kehrte später Ruhe ein und meine beiden Menschen saßen noch draußen (trotz der Mücken 🦟) als ich mich zu ihnen gesellen wollte. Kaum war ich aus dem Bulli gesprungen und um den Vorderreifen rum, musste ich hart bremsen, denn dieser serbische Hund lag daaaa! Unter unserem Tisch. Als würde der zu unserer Familie gehören!
Ich zog mich auf Samtpfoten zurück, rückwärts, ganz langsam… und wartete drinnen auf die beiden.
Zurück zu heute Vormittag: Vom Hund, oder Bobi, wie er wohl heißt, war zum Glück weit und breit nichts zu sehen. Also, bin ich umhergezogen und ich durfte richtig weit weg. Ach, war das toll. Ich habe aber trotzdem zwei Augenpaare 👀👀 in meinem Nacken gespürt. Wahrscheinlich haben die beiden gemerkt, dass mir hier nichts passieren kann. Und als ich dann irgendwann doch meinen Namen rufen hörte, kam ich langsam, aber zielstrebig zurück. Naja, wenn ich ehrlich bin, lockte Natalia mich auch mit „Komm, Mischa, du bekommst Leggolies“ … Also hab’ ich auf braver Kater 🐈⬛ gemacht und bin gekommen. Hab’ mir ein paar Leggolies geholt und hab’ mich pro forma ein wenig aufs Ohr gelegt. Und dann begann das Ganze von vorne.
Bis auf ein paar Stunden, in denen ich alleine war – die beiden waren wohl wandern 🥾 – bin ich ungelogen bestimmt einen Halbmarathon gelaufen. Dazu brauch ich keine Fitnessuhr, das spüre ich an meinen Samtpfoten. Ich glaube, ich habe eine leichte Hornhaut entwickelt. Hihiii! Neee, Quatsch! Ich mach’ doch Spaß! Katzen kriegen keine Hornhaut, wir sind von Natur aus für jede Art von Herausforderung gemacht.
Ich sag’s euch, als Natalia und Jürgen zurückkamen, waren sie durchgeschwitzt. Muss wohl anstrengend gewesen sein. Aber anscheinend sind sie auch nix gewohnt. Natalia hat ja überhaupt keine Fitness mehr. Sie hat ja nur noch an ihrem Schreibtisch gehockt. Jürgen hat ja wenigstens regelmäßig auf seinem Fahrrad trainiert, welches bei uns oben steht. Aber obwohl er sich stundenlang und immer wieder abgerackert hat, das Ding ist einfach stehen geblieben. Dafür hat er so laut Musik gehört, dass mich Nachbars Katze schon gefragt hat, ob ich bei schwerhörigen Senioren wohnen würde… mann oh mann, das war ja so peinlich. Wie soll ich das ner Siamkatze erklären? Vor allem, wenn sie mich mit ihren knallblauen Augen ansieht? Bei dem Gedanken 💭 werde ich schwach…
Ich schweife schon wieder ab! Entschuldigt. Aber so bin ich halt. Und so liebt ihr mich ja auch, oder? Schreibt mal in die Kommentare! Während ich mir hier mit zwei Krallen alles wundschreibe, könntet ihr mir sagen, ob sich das überhaupt lohnt oder ob ihr gelangweilt seid. Wenn ihr’s cool findet, dann schickt meine Geschichte gerne an eure Kumpels weiter. Aber nur an die, die sich für reisende Katzenprinzen interessieren.
Zurück zum Thema! Heute Abend war alles wieder so friedlich und ich genoss mein Leben, bis da aus der Ferne dieser Hund Bobi angaloppierte! Ja, genau, wie ein wildes Pferd 🐎. Das der Natalia vor lauter Freude nicht umgerempelt hat, ist nur ihrer Geschmeidigkeit zu verdanken. Sie hat sich einfach im richtigen Moment weggedreht und Bobi ist ins Leere gehüpft.
Er scheint ein ganz netter Kerl zu sein. Aber halt etwas aufdringlich und besitzergreifend. Gerade jetzt, wo ich dies hier schreibe, liegt er direkt neben Natalias Stuhl und tut so, als wäre er ihr Begleiter! Ich glaube, ich bin eifersüchtig … ein bisschen jedenfalls. Der soll weggehen! Ich hoffe, sie kommt bald rein und wir machen die Tür zu! Meine Natalia gehört zu mir! (Anmerkung der Redaktion: in Anlehnung an den Film Dirty Dancing 💃🏻 🕺, wo der Tanzlehrer Johnny zu den Eltern von Francis Hausman sagt: „Mein Baby gehört zu mir!“)
Aber der geht einfach nicht. Blödian! Also springe ich jetzt mal raus und sorge für klare Verhältnisse! Ich versuche es erstmal auf die diplomatische Tour… Ich erzähle euch nächstes Mal, wie das ausgegangen ist!
Euer Mischa
Prinz aus Sachsen, Weltreisender und Gras-Sommelier
Wir hoffen, ihr hattet Spaß beim Lesen. 📖🐾🕺
Fortsetzung folgt …
Reisekater Mischa in Montenegro
Tagebuch von Reisekater Mischa am 08.06.2026
… ihr erinnert euch an Bobi? Den bosnischen Hund?
Ich gebe es ungern zu. Ich habe mich geräuspert. Tief und ernsthaft. Bobi hat ein Auge leicht geöffnet und als er mich sah, sprang er so ungestüm auf, dass er beinahe den Tisch umgeworfen hätte. Puff! Peng! Kladusch! 💥
Jedenfalls roch ich schon seinen Atem in meiner feinen Nase. Und die Fliegen stoben auseinander, als er in meine Richtung sprang, sodass ich es vorgezogen habe, mich so schnell wie möglich in den sicheren Bulli zurückzuziehen. Dabei haben meine Hinterpfoten mich fast überholt … So schnell war ich seit meiner Kastration nicht mehr unterwegs. Ups 😬!
Am nächsten Morgen ging alles gemütlich los. Bobi war auf Wanderschaft. Jedenfalls konnte ich ihn weder sehen noch riechen. Es gab für mich Lieblings-Mampf und anschließend streifte ich umher.
Nachdem Natalia ihre morgendliche Yoga-🧘🏽♀️-Routine erledigt hatte (sie streckt sich dabei übrigens auch immer, wie ich. Hat sie sich abgeguckt. Die anderen Verrenkungen muss ich mal in einer unbeobachteten Situation ausprobieren), fingen die beiden an, alles einzupacken 🚐.
Nachdem ich inzwischen alle Blumen mit Namen kannte und die eingebildete Hornisse mir manchmal echt auf den Keks gegangen ist, war ich sogar froh, mal wieder eine neue Wiese kennenzulernen.
Wir sind nicht sehr weit gefahren, bis wir nach Montenegro 🇲🇪 eingereist sind.
Ich erkenne das mit der Grenze nur, weil meine beiden Menschen dann immer etwas nervös werden. Es muss alles parat sein, wenn sie an so einen Schalter mit einem Uniformierten fahren. Sie machen dann immer ein besonders freundliches Gesicht und freuen sich über den Einreisestempel.
Meinen Pass will wieder keiner sehen!
Dabei habe ich den schönsten Reisepass der Welt. Da ist meine Katzentatze drauf und mein Name ist eingestickt!
Aber Pech gehabt. Wenn die Beamten keine Kultur haben, kann ich auch nichts machen! Langsam frage ich mich ohnehin, warum ich dieses Dokument überhaupt mitführe.
Tja, was dann aber folgte, war ein noch nie dagewesenes Abenteuer.
Natalia und Jürgen bewunderten die Gegend, die zugegebenermaßen nett aussieht. Zumindest wenn man sich auf vier Pfoten 🐾🐾 darin bewegen kann.
Kann ich aber nicht. Wir fahren ja. Ich kenne inzwischen die verschiedenen Straßenbeläge. Ich glaube, ich bewerbe mich bei „Wetten dass?!“ Ich wette, dass ich jedes Land Europas allein anhand der Vibration erkennen kann. Und zwar ohne aus dem Fenster zu schauen!
Jedenfalls ging es irgendwann vom Asphalt – ohne Schlaglöcher – über zu einer gut ausgebauten Schotterpiste. Natalia fuhr und jubelte irgendwas von „Offroad-Spaß“ … Keine Ahnung, was sie meinte. Das wurde mir dann aber schnell klar. Die Vibrationen wurden stärker. Das Geschirr fing leicht an zu rappeln.
Noch okay. Ein bisschen nervig vielleicht. Aber auf die Dauer … Dann bergauf und wieder bergab. Enge Kurven. Und dann gab es auf einmal überhaupt keine Vibration mehr. Ich habe vorsichtshalber meine Pfoten untersucht. Aber die waren einsatzbereit. Mmmhhh …
Der Bulli fuhr sehr langsam und schlingerte ziemlich heftig. Natalia sagte nichts mehr außer immer wieder: „Ach du Schei*e.“ Und dann jammerte sie um ihren „armen Bulli“. Das ist übrigens nie ein gutes Zeichen.
Menschen sagen diesen Satz nur, wenn sie entweder etwas kaputtgemacht haben oder gleich etwas kaputtmachen werden.
Dann ging es steil bergauf und es lagen wirklich dicke Steine auf dem Weg. Umfahren war wohl keine Option. Jürgen unterstützte sehr ruhig und meinte nur: „Fahr nicht so weit rechts, da geht es runter!“ Beruhigend. Wirklich. Jedenfalls wurde es immer doller. Sogar mein zweiter Napf im Schrank machte einen Höllenlärm. Ich habe mir die Ohren zugehalten.
Irgendwann machten wir eine Pause. Pipi machen für alle. Und was essen. Ich bekomme immer zuerst! Das ist das 1. Mischa’sche Grundgesetz.
Meine beiden Leute futtern gerne Schwarzbrot mit Käse. Geht schnell. Macht satt.
Nach der Pause hatte Natalia die Nase voll und Jürgen fuhr weiter.
Stellt euch die Straßenverhältnisse so vor: Asphalt hat eine Vibration von 1. Steile Passagen mit dicken, glatten oder spitzen Steinen haben eine Vibration von 10. Wir waren die meiste Zeit bei 8 unterwegs. Und glaubt ja nicht, ich würde rumjammern oder so! Nö! Ich bereite mich auf „Wetten dass?!“ vor!
Als die Sonne ☀️ langsam Richtung Südwesten wanderte – für alle, die nicht wissen, was das bedeutet: gegen 15:30 Uhr – kamen wir an einem wunderschönen Platz an. Ihr wisst inzwischen, woran ich das merke, oder? Motor aus. Dachzelt surrend hochfahren. Und dann:
„Michiiiiii, wir sind daaahaaa!“ Die Schiebetür wird geöffnet und meine Leute verneigen sich vor mir! Und dann berühren meine zarten, blauen Pfoten 🐾 die Wiese. Ebenso schön wie die bei Dejan in Bosnien. Nein. Sogar besser. Es duftet wieder anders. Andere Blumen. Alle Farben. Lila, gelb und rosa.
Fliegen in Varianten, wie ich sie noch nie gesehen habe. Spannend. Ich versuche sie immer zu fangen. Aber obwohl Fliegen ja schon ziemlich doof sind, sind sie leider schnell. Also jage ich einem Schmetterling 🦋 hinterher. Auch vergebens. Naja. Dann eben nicht. Ich suche mir ein ruhiges Plätzchen und schlafe mich erstmal aus.
Offroad fahren ist nix für Weich-Eier. Selbst den Bulli hörte ich gelegentlich seufzen. Ich glaube, wir waren uns einig: Das hier war keine Straße mehr.
Sonst lege ich mich gerne vor den Bus. Aber der strahlt so eine Affenhitze ab, dass ich Angst habe, mir meinen wunderschönen Schweif zu versengen.
Am Abend wird Karten gespielt und Mischa gestreichelt. Jaaaa! Genau das brauche ich jetzt. 🐾🐈⬛🐾 Und sie belohnen mich. Sie erzählen mir den lieben langen Tag, wie toll ich bin.
Und wenn andere Menschen sich erkundigen, wie das so geht mit Katze 🐈⬛ auf Reisen 🧭, dann erzählen wir immer gerne, wie gut das klappt.
Man muss halt ein Gleichgewicht finden. Bei uns ist das auf dieser Reise so: Wir fahren nicht stundenlang und bleiben nur eine Nacht. Wir fahren 3–4 Stunden und bleiben 2–3 Tage. So haben meine Menschen ihren Spaß und ich meine Ruhe. Und so blieben wir einen weiteren wunderschönen Tag an diesem Platz. Wir sind sogar zu dritt spazieren gegangen. Ich war mir erst unsicher. So weit weg vom Bulli … Aber es war ja erlaubt.
Irgendwann hat Natalia „Jallah!“ gerufen. Aber ob ich darauf gehört habe? Nun ja … Ihr kennt mich inzwischen. Davon erzähle ich euch beim nächsten Mal.
Euer Mischa
Prinz vom Maine-Coon-Castle, Weltreisender, Offroad-Experte und Besitzer eines viel zu selten gewürdigten Reisepasses
Fortsetzung folgt …
Wie dressiert man Menschen? Das leistungsorientierte Vergütungssystem von Maine Coon Reisekater Mischa.
Tagebucheintrag am 13.06.2026
„Yallah“ – kennt ihr das Wort eigentlich? Ich jedenfalls nicht, aber da ich damit immer ermahnt werde, schnell nach Hause zu laufen, schätze ich, dass es so was wie „beeil dich“ bedeutet. Inzwischen höre ich gut darauf. Erstens, weil es ja nie schaden kann, ein wenig Arabisch zu lernen und zweitens (und das ist der eigentliche Grund), weil ich dann immer diese knusprigen, nach viel mehr riechenden und schmeckenden Leggolis bekomme. So viele Leggolies wie aktuell, bekomme ich sonst nicht. Ich bin ja nicht blöd und gehe immer extra weit weg vom Bulli, damit ich mir ein Leggoli verdienen kann.
Man könnte sagen, ich habe ein leistungsorientiertes Vergütungssystem eingeführt.
Jedenfalls hab ich an dem Abend in den Bergen ⛰️ in Montenegro 🇲🇪 meine beiden Leute komplett aus dem Konzept gebracht. Erst habe ich so getan, als würde ich ungern mitgehen. Dann, als es „Yallah Mischa“ hieß, bin ich einfach mal gemächlich weiterspaziert und hab extra lang an dem Gras geschnuppert. Gras hat auch einen Geruch. So frisch und grün irgendwie. Ihr wisst, ich bin da Experte.
Jedenfalls bin ich plötzlich umgedreht und mit einem rasanten Sprint an Natalia und Jürgen vorbeigerannt, sodass der Schotter nur so hochspritzte. Zwischendurch hab ich fast den Halt verloren, aber mir natürlich nix anmerken lassen. Bis zum Bulli bin ich gerannt. Ich hab Natalia laut lachen gehört. Ich glaub es hat ihr gefallen.
Vermutlich war sie einfach erleichtert, dass sie mich nicht wieder suchen musste.
Am Abend, wenn es frisch draußen wird, gehen wir alle rein und kuscheln. Meine Leute spielen dann Karten oder Würfel 🎲 und ich lege mich nach hinten. Im Dämmerzustand höre ich sie lachen, aber meistens ärgert Natalia sich. Ich glaube sie verliert meistens. Irgendwann kehrt dann Ruhe ein und dann schlafen wir bis zum nächsten Morgen, meistens bis die Sonne den Bulli aufwärmt.
Nach dem Frühstück sind wir dann die Offroad-Piste weitergefahren, aber das war nur noch Pille-Palle.
Ein Detail möchte ich nicht auslassen. Bevor wir los fuhren, durchdrang ein lautes PLING den Bulli. Also fuhren wir erstmal nicht los. Die beiden bekamen sehr ernste Stimmen und lasen etwas in einem dicken Buch. Dann Klack und die Motorhaube ging auf. Ich wusste nicht, dass wir sowas überhaupt haben. Es wurde der Inhalt eines Behälters abgemessen. „Zu niedrig“ hörte ich und „unter Minimum“… klang jedenfalls sehr Ernst 🙀.
Bei Menschen ist „unter Minimum“ offenbar ähnlich schlimm wie bei Katzen „unter Futtervorrat“.
Bei dem ganzen Krempel, den die beiden so im Kofferraum haben, war wohl nichts Passendes dabei. Ich mach’s kurz. Wir fuhren in den nächsten Ort, wo es das gewünschte „Motorkühlmittel“ jedoch nicht gab. Wir wurden zum nächsten Ort geschickt, aber die Hauptstraße war wohl gesperrt, weswegen wir den laaaangen Umweg über die Berge nehmen mussten. Serpentinen-Delirium … Dort wurden wir noch 2x weitergeschickt und ziemlich versteckt, fanden meine Leute dann einen Laden, in dem es das Bulli-Lebenselixier gab. Jubilierend kamen die beiden mit einer großen Flasche zurück, darin ein pinkes Zeug. Bei nächster Gelegenheit wurde es in die Venen des Busses eingeführt. Kurz darauf wirkte der Bulli deutlich entspannter. Fast so wie ich nach einer Extraportion Lieblings-Mampf.
Ich hab Glück, Natalia hat auch irgendwann keine Lust mehr auf Serpentinen und so haben wir ein Nachtlager gesucht und gefunden. Ganz nett. Das Beste war, dass dort ein anderes Wohnmobil stand. Die kamen später als wir und hatten in einigem Abstand gehalten. Ich musste also klug vorgehen. Immerhin bin ich ja Wohnmobil-Experte und hatte so ein Exemplar noch nicht näher untersucht.
Als Natalia und Jürgen ihr Abendessen zubereiteten (Jürgen versuchte den Grill anzuschmeißen und war mit Luft zuwedeln beschäftigt und Natalia machte Salat), ging ich mehr beiläufig in die Richtung des WoMos.
Aber statt von meinen Leuten zurückgerufen zu werden, kamen mir auf einmal der Mann und zwei Jungs entgegen. Die Jungs 🚶🚶🏽♂️rannten fast auf mich zu. Mmhhh, also, scheinbar hatten sie es auf mich abgesehen. Also drehte ich mich auf dem Absatz um und rannte zurück. Schwups, schnell unter den Bus, da kriegen sie mich auf jeden Fall nicht.
Scheinbar bin ich manchmal ein Zoo-Tier. Man will mich ansehen, am besten streicheln und füttern. Aber wer sich mit der Monarchie auskennt, der weiß, dass man Adelige nicht anfasst.
Man wird vorgestellt. Und anschließend bewundert. Ich bin schließlich kein Proletarier.
Aber gut, wenn da Kinder im Spiel sind, will ich mal großzügig sein. Also ließ ich mich mit diesen süchtig machenden Leggolis bestechen und kam raus.
Die Kinder waren wirklich sehr erfahren im Umgang mit Tieren. Haben mich nicht so unbeholfen angepatscht, sondern mich um Erlaubnis gefragt. Nonverbal, versteht ihr?
Jedenfalls haben meine Leute sich mit den Eltern der Jungs unterhalten, die Mama der beiden kam auch rüber. Schnell war eine Flasche Wein geöffnet und die Jungs bekamen auch was (nein, keinen Wein! Die bekamen Apfelsaft).
Jedenfalls wurde ich von den beiden gestreichelt und sie wussten es zu schätzen, dass ich es mir huldvoll habe gefallen lassen. Okay, jaaa! Es war auch schön!
Am nächsten Morgen ging’s dann gleich wieder los. Manchmal bleiben wir nur eine Nacht an einem Platz. Dann muss ich mich drauf einstellen, dass ich am Nachmittag wieder neue Erkundungstouren machen muss.
Aber meistens bin ich mit der Auswahl zufrieden. Meine Leute sorgen immer dafür, dass der Bulli im Schatten steht. Als ich das nächste Mal raushüpfen durfte, bekam ich gleich eine üble Nieß-Attacke… Überall flogen riesige Schneeflocken rum, aber sie waren überhaupt nicht kalt an den Pfoten 🐾🐾. Nass waren sie auch nicht. Komisch! Sie rieselten auch nicht vom Himmel , sondern von den Bäumen. Hääää? Menschen nennen sowas Natur. Ich nenne es verwirrend.
Aber das Beste war die Wiese. Gut in Schuss, bisschen zu kurz gemäht vielleicht, aber okay. Da kann man gemütlich drauf schlafen. Apropos: das hab ich dann auch sofort gemacht. So verging der Tag dösend und nur durch frische Mahlzeiten unterbrochen. Wir blieben sogar zwei Nächte. Welch ein Luxus.
Am 2. Morgen rappelte sogar der Wecker ⏰. Das hab ich seit sehr langer Zeit nicht mehr gehört. Wie kann man sich freiwillig von so einem nervigen Geräusch wecken lassen? Menschen … man versteht so vieles nicht, was sie machen!
Jedenfalls haben sie sich einen Kaffee gemacht und mich gefüttert, um mich dann für eine Ewigkeit alleine zu lassen. „Tschüüüühüüüs, pass du auf den Bulli auf, wir kommen gleich wieder“. Ich bin dann regelmäßig beleidigt, was die beiden nicht wissen, weil ich so tue, als wäre es mir egal.
Jedenfalls kamen sie gleich nach meinem Verdauungsschläfchen zurück und erzählen mir ganz begeistert von Pelikanen und Kormoranen. Was soll das nun wieder sein? Vielleicht kommen sie ja mal drauf und nehmen mich mit.
Ich habe schließlich bewiesen, dass ich mehr Reiseerfahrung habe als die meisten Menschen, oder etwa nicht?!
Weiter ging’s … erst mal in eine laute Stadt. Da merkt man schon, wie heiß es dort ist. Und das, obwohl die Klimaanlage an ist. Ich habe hier hinten ja meine eigene Temperatur. Immer ein leichtes, kühles Lüftchen. Sehr angenehm und da die Sonne auch hinten auf den Bus scheint, haben wir seit einer Weile das Rollo hinten zu. Dann kann ich zwar nur noch zur Seite rausgucken, aber besser als in der Sonne zu liegen. Meistens penne ich ohnehin. Die Fahrerei ist mir inzwischen egal. Einfach hinlegen und schlafen – das machen wir Katzen 🐈⬛ ja eh am liebsten.
Plötzlich hielten wir auf einem Parkplatz 🅿️!!!! Leute, dass ist so ziemlich der größte Mist, den ihr euch vorstellen könnt. Ein Parkplatz ist im Grunde ein Campingplatz, dem man jede Seele genommen hat.
Ob da nun ein Baum steht oder nicht, ist quasi egal. Es wird ziemlich schnell warm im Bus. Jetzt dürft ihr euch aber nicht denken, es wäre klimatisch wie in eurem PKW. Neee, alle Jalousien werden runter gemacht, auch die große Scheibe vorne, wo meine Leute die ganze Zeit rausgucken, wenn wir fahren und auch die Scheiben der Türen. Also, alles! Es ist dann dunkel und so wird die Sonne ausgesperrt .
Natalia musste dringend was kaufen: Das ging wohl nur dort und mein Leggolies-Bestand musste aufgefüllt werden. „20 Minuten, Mischa. Keine Sekunde länger!“ und so war’s auch. Es war immer noch kühl, als die beiden zurückkamen. Wir fuhren also vergnügt weiter.
Diesmal hieß es: Wir fahren zur Grenze nach Albanien 🇦🇱.
Also, wenn die meinen Pass wieder nicht sehen wollen, dann springe ich aus dem geöffneten Fahrertürfenster direkt ins ZollhäuschenIm Maul habe ich meinen Reisepass. Und dann werde ich so lange mit meiner Kralle auf das Dokument tippen, bis ich endlich einen Stempel bekomme. Man hat schließlich seinen Stolz. Ob das geklappt hat? Nun … Ich sag mal so: Es wurde kompliziert.
Davon erzähle ich euch beim nächsten Mal.
Euer Mischa
Prinz vom Maine-Coon-Castle, Reiseprofi, Leggoli-Optimierer und Inhaber eines chronisch unterstempelten Reisepasses. 🐾👑🚐📖
Fortsetzung folgt …
Mischa’s Reisetagebuch – Albanien, 15.6.2026
Ihr erinnert euch hoffentlich an die bevorstehende Einreise nach Albanien 🇦🇱 ? Ich merke, dass ihr den Impuls habt, nochmal kurz zurückzublättern in meinem Reisetagebuch… naja, ich will mal nicht so sein, ich hab euch ja auch ne Weile warten lassen auf die neueste Episode… Ich komme halt nicht mehr hinterher, mit schreiben. Ich hab Natalia schon so oft angebettelt, sie möge mir mal ihren Laptop ausleihen. Dann würde es auch schneller gehen mit dem Schreiben, aber sie bleibt stur. Laptops sind nur was für arbeitende Menschen. Paahhh, dass ich nicht lache 😹 … was ich hier mache, IST Arbeit. Immerhin bin ich ein Kater, einer von adeliger Herkunft. Ich hab’s überhaupt nicht nötig, zu arbeiten. Natürlich nur ein kleines bisschen zu wenig. Man soll es mit der geistigen Arbeit ja auch nicht übertreiben.
Dass ich euch meine Memoiren lesen lasse, hat nur was damit zu tun, dass ich quasi auch berühmt werden will. Mich den ganzen Tag bedienen zu lassen, ist mir intellektuell zu wenig. Ich bin ja nicht nur schön, ich bin sogar auch noch schlau! Und wäre es nicht eine Schande, wenn ich dieses Potential liegen lassen würde? Stellt euch das mal vor – wie laaaangweeeiiiilig mein Leben wäre, würde ich es nur mit Fressen, Schlafen und im Garten rumlungern verbringen. Manche meiner Artgenossen dürfen ihre vier Wände noch nicht mal verlassen. Die sehen außer Stuhl- und Tischbeinen nix. Dafür haben sie wahrscheinlich jedem Staubkorn einen Namen gegeben … jedem das Seine und ich will auch nicht überheblich rüberkommen. Um ein Haar hätte mich ja das gleiche Schicksal ereilt. Nachdem ich flügge wurde und meinen alten Kumpel Jens verlassen sollte, bin ich bei einem Künstlerpaar aus den USA eingezogen. Klang erstmal vielversprechend. Ich war sogar ein wenig stolz. Künstler und dann auch noch aus AMERIKAAAA…. weiß der Geier (pardon: die Maus) wo das ist. Die haben jedenfalls erstmal nur Englisch mit mir gesprochen – häää, ich hab nur Bahnhof verstanden (also, nicht das ich wüsste, wie ein Bahnhof spricht). Ich konnte damals nicht mal richtig Hochdeutsch. Wie sollte ich da Englisch können?
Und dann hatten die keine Zeit. Waren mit Vernissagen und anderen Künstlern beschäftigt.
Ich fand‘s relativ schnell blöd und hab denen das auch auf meine sehr spezielle Art gezeigt. Sie haben mich darauf hin zum Jens zurückgebracht. Wie ein falsch zugestelltes Paket. Aber hey – das ist eine Ewigkeit her und am Ende bin ich dann nach kurzer Zeit bei den Hoffmann’s aus Düsseldorf gelandet. Die wollten mich unbedingt und vor allem Natalia war schockverliebt. Die hatte ich also ziemlich schnell in der Tasche. Jürgen musste ich erst überzeugen. Das ging dann aber innerhalb einer hundertstel Selkunde. Beim Abschied trafen sich unsere Augen und BÄM 💥 – das war’s. Jürgen hatte keine Chance. Er wusste es nur noch nicht.
Aber ja – ich schweife schon wieder ab … Jedenfalls wollte ich euch nochmal dran erinnern, dass ihr verdammt dankbar sein könnt, dass ich für EUCH schreibe. Mit zwei Krallen – mittlerweile bin ich schnell geworden.
Zurück zur Einreise nach Albanien. Was meint ihr wohl, he? Natalia wedelte mit ihren beiden Freifahrtscheinen rum (deutsche Pässe sind sowas, die kommen überall schnell rein – andere müssen da viel, viel, viel länger warten) und der Zöllner meinte nur „Viel Spaß!“ – Nix Stempel in die Pässe… mmhhh, okay und für mich dann ja auch nicht. Klar! Ich denke, diese Balkan-Connection hat schon mitbekommen, dass hier der Prinz aus Sachsen unterwegs ist und machen sich ein Späßchen daraus mich zu ignorieren. Wohl wissend, dass mich das verdammt nochmal massiv ärgert 😾 !!! Also, ich bin „not amused!“
Aber wie das mit den Hoffmännern so ist, kommt man nicht dazu, sich lange aufzuregen. Weil immer was Neues passiert. Was? Die sind mit mir einen hohen, sehr, sehr hohen Berg ⛰️ hoch. Geschmeidig in Serpentinen – links, rechts, links, rechts, linngs, reeechds, liiiiinnggssss, reeeechdsssssss …. als ich wieder aufwachte, waren wir an einem Geröllfeld angekommen.
Der Bus brummte laut und meine Leute jubilierten. Irgendwas mit genialstes Panorama der Welt und „hier bleiben wir für immer!“ – Ach, naja, ich setzte mich auf den Beifahrersitz und guckte mir das Spektakel würdevoll an. Und das musste ich auch, weil ich zugegebenermaßen auch ziemlich beeindruckt war. Sowas hab ich noch niiiieee gesehen. Um uns herum gigantisch hohe Berge, man konnte den Himmel fast nicht sehen.
Plopp, war das nächste, was ich hörte. Immer wenn eine Weinflasche geöffnet wird. Es wurde Musik angemacht und Natalia tanzte und sang was von 5-Sterne Hotel California. Keine Ahnung. Meine Aufmerksamkeit galt den vorbei latschenden Kühen. Zwei. Wahrscheinlich Edda und Fredda. Die knabberten an dem harten Gras herum, was für mich ungenießbar war. Bergwiese eben… Kühe miefen irgendwie und wenn man nicht schnell genug wegkommt, kommt bei ihnen hinten ein riesen Flatschen raus – „wusschh“ und man bekommt was ab. Also Abstand halten.
Irgendwann hörten wir einen Motor jaulen. Oh mein Gott, der tat mir vielleicht leid. Der Fahrer musste höllisch genervt sein, so wie der das Auto mit dem Gaspedal malträtiert hat. Jaauuuul, jauuuul… wir sind ja keine Unmenschen und versuchen zu helfen. Also jeder hat seine Aufgabe in diesen Fällen. Ich passe auf den Bulli auf. Das kann ich gut! Jürgen bildet die Vorhut und geht gucken, Natalia überlegt was zu tun ist und schraubt in der Zwischenzeit die Sandbleche ab. Als Jürgen zurückkam, wurden genau die gebraucht. Also schnappte er sie sich und eilte zurück. Er meinte ein Sprinter hätte sich im Fluss festgefahren… ich meine vernommen zu haben, dass Natalia auch davon gesprochen hätte „ahhh, morgen fahren wir durch den Fluss – endlich!“ – ich hoffe, sie überlegt sich das nochmal. Auf so ein Palaver hab ich echt keinen Bock.
Natalia ging jedenfalls auch zum Ort des Geschehens, nicht ohne ihr Handy mitzunehmen. Es könnte ja sein, dass sie ein paar Fotos machen kann, um sie mir zu zeigen… Nach einer Weile hörte ich laut auf Englisch „one, two, three“ und dann immer wieder, das jaulen des Sprinters passte sich an. Aber es hörte nicht auf. Ich kürze die Geschichte ab – irgendwann kam ein junger Mann an unserem Bulli vorbei, er telefonierte aufgeregt und sprintete den Schotterweg hoch. Kurze Zeit später sah ich, wie er hinten auf dem Möfchen eines alten Mannes saß. Der hatte ein dickes Seil dabei und kurze Zeit später kam der Sprinter kreischend an uns vorbeigeschossen. Meine Güte… so eine Aufregung. Jürgen meinte „Sommerreifen, kein Allrad, falsch gefahren“.
Aber jetzt wartet, was dann passierte. Am nächsten Morgen, alles wie immer. Ich bekomme zuerst was zu essen, manchmal, wenn’s mir zu lange dauert, dann wecke ich die beiden Schlafmützen. Wie? Das wollte ihr wohl gerne wissen…
Ich springe zu ihnen ins Bett und dann setze ich mich DIREKT neben’s Gesicht. Stupse den einen mit meiner nassen Nase an und dem anderen gehe ich mit meinem Schweif durch’s Gesicht. Beides extrem störend. Oft tun sie so, als würden sie’s nicht merken, aber ich spüre da so ne leichte negative Schwingung. Zugegeben, manchmal übertreibe ich es – da ist die Sonne gerade dabei aufzugehen… aber man kann’s ja mal versuchen. Manchmal sogar vor Sonnenaufgang.
Man muss schließlich rechtzeitig mit den Vorbereitungen für den Tag beginnen.
Die Sonne stand recht schnell so hoch, dass es störte, weil kein einziger Baum uns schützte. Es wird dann immer schnell warm in der Hütte. Also, sind wir weggefahren.
Theth – so heißt der Ort ist nur über zwei Wege erreichbar. Einen asphaltierten. Den waren wir gekommen und eine Offroad-Piste – die wollten wir nun nehmen. Ihr wisst inzwischen, wie ich das finde 😼 … aber Hoheiten haben bei den Hoffmann’s kein Mitspracherecht.
Also, los ging’s… rauf und runter, meistens runter. Nach der Hälfte der Zeit übergab Natalia das Steuer Jürgen. Sie war etwas enttäuscht, es wäre ihr wohl nicht abenteuerlich genug gewesen. Holla die Waldfee – manchmal denke ich: „Die spinnt.“ Dabei war es definitiv KEIN Asphalt und es war ordentlich holprig. Wenn mal irgendwer den Bulli befragen würde, der würde sich klar auf das Arbeitszeitgesetz und zumutbare Arbeitsbedingungen beziehen. Aber wo kein Kläger, da kein Richter.
Jürgen hat definitiv das schlechtere Los gezogen und ich auch – eigentlich wir alle, denn es ging soooo langsam voran, dass – wenn sie mich hätten laufen lassen – ich mit absoluter Sicherheit 10x so schnell im Tal gewesen wäre.
Dicke Steine, Schotter, puuuhhh, wer nicht anders konnte, stöhnte! Natalia hat ein paar Videos gemacht. Jürgen hat sich durchgebissen, meinte aber, dass ihm das keinen Spaß macht. Irgendwann – wie durch ein Wunder – rollten die Reifen auf einmal auf Asphalt. Ein AUFATMEN ging durch den Bus und selbiger ließ alle Anspannung los.
Wir kamen kurz drauf an einem Platz an. Es gab drei riesige Bäume, darunter standen einige Tische und Stühle, Menschen saßen daran. Und zwei Wohnmobile standen auch dort – jippiiii – Jackpot: die kann ich inspiziiiiiehhhren 😸. Die beiden checkten die Lage und so konnten wir den einzigen Schattenplatz bekommen, den dieser Platz zu bieten hatten. Es duftete betörend – wirklich! Und es brummte saumäßig laut. Ich guckte hoch in die Bäume und die waren voll mit 🐝🐝🐝🐝 und auch ein paar 🦋 labten sich am Nektar – jedenfalls vermute ich das. Meine feinen Öhrchen vernahmen ein zufriedenes Schmatzen.
Als ich aus dem Bus hüpfte, hüpfte auch mein Kater-Herz 💓 … ich sah Kaninchen. So kleine niedliche, leckere 🐇. Während alle im Gehege umher hopsten und ich mich schon gefragt habe, wie ich da am besten reinkomme, sah ich ein kleines Schwarzes umher hopsen. Außerhalb…. BINGO…
Was aus dem kleinen Kaninchen geworden ist, ob ich es gefangen habe und ob ich dabei die Würde eines Prinzen bewahrt habe … das erzähle ich euch beim nächsten Mal, liebe Mischa-Fangemeinde.
Euer Mischa
Prinz vom Maine-Coon-Castle, Memoirenschreiber, Kaninchen-Beobachter und weiterhin Besitzer eines skandalös unterstempelten Reisepasses. 🐾👑🚐📖
Fortsetzung folgt …
Reisekater Mischa als Kaninchenjäger und Küken-Schreck
Tagebucheintrag am 18.06.2026
Gerade habe ich etwas mehr Zeit, aber kaum Lust an meinen Memoiren zu schreiben 😼. Ich tu’s für euch und zwar nur und ausschließlich deshalb, weil ihr mich in zahlreichen Emails darum gebeten habt, euch nicht so lange warten zu lassen. Und weil ich euch mittlerweile wirklich in mein Kater-Herz geschlossen habe 😻.
Es ist nämlich ziemlich heiß hier ☀️🥵. Wir sind jetzt wieder in Bosnien und Herzegowina. Das wird auf den Nummernschildern mit BiH 🇧🇦 abgekürzt. Ich kann das ja immer sehen, wenn ich dösend aus dem Fenster schaue. Also, ich hinke eine Woche oder so hinterher.
Während der Fahrt kann ich ja nichts machen. Das Handy wird zum Navigieren gebraucht, oder um Videos zu machen und an den Laptop darf ich ja nicht dran – das hatte ich euch ja schon im Vertrauen gesagt…

Zurück zur Hitze – die man bei euch wohl auch 🐒-Hitze nennt. Warum eigentlich Affenhitze? Komische Analogie… vielleicht kann mir das von euch mal einer erklären?
Mir ist jedenfalls sehr heiß in meinem flauschigen Pelz. Natalia und Jürgen haben’s gut, die gehen in einem Fluss baden, aber ich bin ja wasserscheu und suche mir das allerkühlste Plätzchen, was ich finden kann. Vorne unter’m Bulli weht ein kleines Lüftchen, zumindest jede halbe Stunde 🥵…
Ich weiß, ich weiß, ich soll nicht so viel von mir erzählen (obwohl das meine Lieblingsbeschäftigung ist…hihi) und euch endlich erzählen, was aus dem schwarzen Kaninchen geworden ist…
Sagen wir es mal so: Ich habe es beobachtet, mir seine Verhaltensweisen eingeprägt (zumindest war das mein Plan) und habe mich in unbeobachteten Momenten – die sind wirklich rar – angepirscht. Leise, hab mich flachgemacht und bin fast über den Boden gerobbt, nicht gerade eines Prinzen würdig.
Ich würde manchmal meine adelige Herkunft ablegen und nur noch sein, was ich wirklich bin: ein Abenteurer! Ein sehr schöner Abenteurer, einer dem die Kätzchen noch zu Füßen liegen, selbst wenn er verwegen aussieht, das Fell ein wenig verfilzt ist und er ein wenig wild riecht.
Wie so ein Surfer-Boy 🏄🏼😎… die Mädels unter euch wissen genau, welchen Typ ich meine. So einen braungebrannten, durchtrainierten, mit langen dunkelblonden Locken und diesen tiefblauen Augen, in denen ihr alle versinken wollt, für den ihr absolut alles geben würdet, so einer der sooo sympathisch ist, den alle sooo mögen und der auch noch ein guter Mensch ist und überhaupt nicht von sich eingenommen.
STOP (!!!) … hört ihr bitte auf euch DAS vorzustellen?! Ich bin nicht so wie diese Typen. Ppphhh, ich bin sogar sehr von mir eingenommen, ich finde mich ziemlich cool und verwegen.
Ich bin also ran gerobbt und war so langsam unterwegs, dass mich sogar die hiesigen Ameisen überholt haben. Eine von denen meinte auf Albanisch „Lëviz, leshator!“, was wohl sowas wie „geh aus dem Weg, du störst!“ heißen soll. Sowas von respektlos!
Ich lasse mich ja wohl nicht von so einer Ameisen-Armee 🐜🐜🐜🐜🐜🐜🐜 anpupsen, Frechheit! Also, gut, ich setze also zum Sprung an. Die ganze Energie und Kraft in die Hinterbeine und dann explosiv nach vorne. Ich spüre, wie ich dem Hasen quasi entgegenfliege. Die drei Ameisen, die auf mich raufgeklettert waren, flogen im hohen Bogen runter und landeten hart auf dem Boden. Das Gejammer hab ich zwar vernommen, aber ich war auf das Kaninchen fokussiert. Als ich mich also im Flug ganz lang mache und meine Vordertatzen nach vorne schnellen lasse, um es damit festzuhalten, guckt es hoch. Unsere Blicke treffen sich, eine tausendstel Sekunde. Und PLATSCH 💥 lande ich auf dem Boden. Meine Pfoten spüren nicht das schwarze Fell, sondern etwas Kribbelndes – wieder Ameisen!!!!
Wo war das Kaninchen hin? Es muss einen 90° Haken geschlagen haben, dafür sind die ja bekannt. Eigentlich hatte ich das mit einkalkuliert, aber ich bin nicht im Training. war schneller – MIST! Wo war es bloß hin 🐇💨 ???
Inzwischen kreischten die Kinder der Gastgeber auf, sie hatten das Ganze anscheinend von ihrer Terrasse aus beobachtet. Na Dankeschön! Jetzt kann ich mir wieder was anhören von meinen Leuten. Yallah & Co. – mann bin ich genervt! Abends wollte das Kaninchen wieder zu seinen Kumpels rein und anstatt es bis in die Dämmerung draußen zu lassen, damit ich eine Chance für einen zweiten Angriff habe, hat Jürgen dem Vater der Kinder sogar geholfen dieses Tier mit diesen langen Löffeln einzufangen. Das kam einem Verrat gleich 😾 . Mein Jürgen… näää, also wirklich. Wir sind eigentlich Best Buddys. Vor allem, wenn Natalia nicht hinsieht. Aber das musste ich erstmal verarbeiten und zog mich beleidigt auf mein Lager zurück, welches sich im Kofferraum befindet und von wo aus ich einen genialen Blick auf jedwede Szenerie habe und mich keiner vermutet.
Der Platz war insgesamt eigentlich ganz schön, aber immer – und ich meine: immer – wenn da noch andere Camper stehen, dann darf ich mich kaum vom Bulli 🚐 wegbewegen. Die gönnen mir den Spaß nicht, mich auch mal mit fremden Leuten und deren Sitten bekannt zu machen. Vielleicht haben die ja auch ein Tier dabei. Vielleicht sogar ne Katze. Mit der könnte ich ein paar cat-vanlife-hacks austauschen. Aber nein, ich darf nicht!
Ich könnte ja Stress kriegen oder welchen verursachen. Die andere Katze könnte ja einen FIP-Virus in sich tragen und mich wieder anstecken … Mmh, wenn ich so drüber nachdenke, haben die beiden eigentlich nicht so ganz unrecht. Diese Krankheit habe ich mit ganz viel Mühe und nur dank Jens aufopfernder Rettung überlebt. So was will ich nicht nochmal erleben… aber ich bin ja eine Katze und die haben erwiesenermaßen ein kurzes Gedächtnis. Also bin ich im Grunde ganz froh, dass die beiden für mich mitdenken. Aber glaubt mal nicht, ich denen das zeige. Den Gefallen tue ich denen nicht.
Wenn sie nicht alle paar Minuten aufspringen würden, um zu gucken wo ich bin, oder wenn ich ein paar Meter weg bin, mich suchen würden, würden die beiden nur in ihren Campingstühlen verharren. Ich bin also eigentlich das Fitness-Programm 🏃🏽♀️🏃🏻 für sie. Können froh sein, dass ich (noch) keine Gebühr verlange.
Jedenfalls fuhren wir dann auch nach zwei Nächten weiter. Nicht lang, ich hatte mich noch nicht in die perfekte Dösen-Position gebracht. Als ich raushüpfen durfte sah ich als erstes frustrierende Kieselsteinchen. ÜBERall. Super! Also, ich finde das wirklich sehr unverschämt. Da können die vielen Leggolis es auch nicht rausreißen.
Aber dafür sah ich was anderes: Hüüühhhhhner 🐓🐓🐓🐓 und Küken 🐥🐥🐥🐥 und ein paar eingebildete Gockel 🐔. Bisschen klein geraten und zerzaust. Wohl vom Stamm der Flodders. Aber solange die Hühner ihn gut finden. In dieser Einöde hat man wohl nicht die große Auswahl. Die Küken sahen genauso aus – aber der Apfel fällt ja nicht weit vom Stamm.
Eins von denen schnappe ich mir. BASTA. Das kriege ich hin. Jawoll. Man muss diesen Gedanken nur stark genug manifestieren, dann klappt das auch. Also, habe ich mich in eine Art Yoga-Pose gesetzt und manifestiert 🧘✨. Sehr lange manifestiert: „Ich werde dieses eine Küken fangen, ich werde es fangen, ich werde es fangen, ich werde es faaannngggeeeeen, isch weeerdeeee eeees faaaangäääähhhhn…. Ich manifestierte vielleicht etwas zu lang. Als ich wieder zu mir kam, war ich spirituell gereift und körperlich eingeschlafen.
Entschuldigt die blumige Beschreibung meiner Selbsterfahrung. Ich bin noch am Anfang der großen Main-Coon-Erkenntnis. Jedenfalls sind Hühner ja schon auch bisschen unterbelichtet und von schlichtem Gemüt. IQ? Höchstwahrscheinlich weit unter Durchschnitt. Das sollte es mir als Intelligenzbestie leicht machen.
Also, pirsche ich mich an. Da wir alleine auf dem Platz sind (was ich nicht verstehe, denn wir stehen unter Bäumen), darf ich meine Kreise größer ziehen und Natalia ist etwas hektisch mit ihrem Laptop unterwegs und hat auf einmal Farbe im Gesicht, ihre Lippen sind so rot und sie hat ne langärmlige Bluse an… komisch! Jürgen checkt mit ihr die Lage, anscheinend irgendwas mit WLAN und wichtig. Das war für mich die Gelegenheit auf Hühnchen-Jagd zu gehen. Auf dem Platz laufen genug rum, da kommt es auf eine mehr oder weniger nicht an. Finde ich jedenfalls.
Allerdings haben die dann doch einen ziemlich großen Überlebenswillen. Und die Mutterhühner passen auf! Das machen Mütter ja wohl immer so… hab ich schon oft erlebt. Ich bin ja keine Mutter, deshalb kann ich das nur beschränkt nachvollziehen. Das ich selbst von meiner Mutter beschützt wurde, will ich jetzt nicht zugeben. Man kann es mit dem Perspektivwechsel auch übertreiben.
Ich finde die Mutterhühner blöd. Ende der Durchsage. Alles Spielverderber:innen. Wir wollen ja das Gendern nicht vergessen. Nicht, dass wir ne Klage von denen an den Hals bekommen, weil sie sich diskriminiert fühlen. Dann müsste ich womöglich dafür zahlen. Aber seine Majestät weiß überhaupt nicht, wieviel Geld in der Main-Coon-Staatschatulle liegt. Also gehe ich mal kein Risiko ein.
Wie immer lege ich mich gemütlich in den Dreck, schön flach auf den Bauch und da die Kieselsteine grau sind und ich blau-grau, verschmelze ich mit dem Untergrund und werde für die Hühner und Küken unsichtbar.
Der Hahn 🐔 hält sich aus allem raus, beobachtet zwar, dass seine Kinderleinchen in Gefahr sind, aber macht nichts. Ab und zu kräht er. Das hört sich an wie ein absterbender alter Motor. Also, wenn ich so eine Stimme hätte, würde ich auf taubstumm machen und einen Behindertenausweis beantragen. Aber solche Laute würden aus mir niemals rauskommen. Das ist ja peinlich. Aber wie gesagt, die Hühner hier finden es vielleicht sogar sexy. Ja genau, so eine rauchige Stimme, so verwegen, wie Humphrey Bogart oder Brad Pitt (für die Jüngeren unter euch).
Ich schicke euch noch ein Foto mit, auf dem ihr sehen könnt, wie genial ich mich unsichtbar gemacht habe. Nichts musste ich machen, die Küken kamen von selbst immer näher. Drei Stück. Mutti weit weg…
Alles war perfekt. Jürgen und Natalia mit irgendwas beschäftigt, ich hatte massiv manifestiert und die Küken kamen genau in meine Richtung. Ich musste mich nun nur für eins von denen entscheiden.
Tja, das war jetzt die Herausforderung. Welches nehme ich? 🤔🐥 Das Schwächste? Unter meiner Würde! Das Mittlere oder das größte Küken? Ich entschied mich nach meinem ganz eigenen inneren Kompass für das Mittlere. Und dann bäähhm 💥, sprang ich los – genau in die Richtung und auf das mittlere Küken los. Ich kam nur Millimeter vor ihm zum Stehen, denn ich rutschte ein ganzes Stück nach vorne, als ich aufkam, denn diese Kieselsteine sind wie Treibsand.
Ich mache es diesemal kurz und lasse euch nicht warten… ich hab’s bekommen! YEAH!!!! Ich hab’s genau gefühlt zwischen meinen Pfoten.
Jawolllooooo! Dadidadidaaa 😸🏆
🎬 Aber wisst ihr was? Ich lasse euch jetzt doch warten … Das ist nämlich ein sogenannter Cliffhanger. Das ist so ein Fachbegriff für Romanschreiber und so. Man hört die Folge dann auf, wenn es am spannendsten ist und stellt auf diese Weise sicher, dass die Fan-Gemeinde unbedingt wissen will, wie es weitergeht. Inzwischen bin ich ja ein richtiger Autor ✍🏻 geworden!
Euer Mischa
Prinz vom Maine-Coon-Castle, Teilzeitjäger, Manifestationskünstler und ungekrönter Küken-Schreck. 🐾👑🐥😸
Fortsetzung folgt …
Mischa’s Reisetagebuch – Albanien, 19.6.26
Heute bin ich demütig und dankbar… warum? Weil ich gerade gesehen habe, dass ihr anfangt etwas in die Kommentare zu schreiben. Manche von euch kenne ich, manche nicht. Ich freue mich wirklich sehr, denn obwohl ich einen dezenten Hang zum Größtenwahn habe und davon überzeugt bin, ganz kurz vor meinem weltweiten Durchbruch zu stehen, weil fremde Menschen mich immer wieder fotografieren wollen, merke ich doch, wie klein mein Kater-Herz 💓 in Wirklichkeit ist… ohhh, Mann, schreibe ich das hier gerade wirklich? Soll ich das tatsächlich so stehen lassen, oder lieber streichen? Ist ja schon so’n Seelenstriptease, was ich hier so über mich raus lasse… mmhhh, aber ich vertraue euch. Also, ich freue mich, wenn ihr schreibt, wie ihr findet, was ihr so lest. Komplizierter Satzbau und ich neige auch zu seeehr langen, verschachtelten Sätzen, bei denen man am Ende nicht mehr weiß, worum es am Anfang ging und so weiter.
Jedenfalls liege ich gerade so schnurrend und zufrieden bei 33 Grad auf einer kühlen Wiese im Schatten und hab gerade lecker Hähnchenfilet bekommen… ich schweife ab. Also, ich döse vor mich hin und da entstehen so Gedanken, wie sie nur so welterfahrenen Katern 🌍 🐈⬛ wie mir kommen können… (Achtung: Größtenwahn-Trigger)… ich stelle mir vor, dass ich jeden von euch in meine Geschichte integriere, wenn er bzw. sie mir schreibt. Vielleicht habt ihr selbst ein Tier? Vielleicht eins von denen: 🐒 🐴 🐍 🐁 🦏 oder doch eine 🐈 🐕 🦜?
Apropos Vogel, bzw. die Mini-Variante: Küken… da war doch noch was?! Es gab doch in Koman am Stausee, drei Küken 🐥🐥🐥. Klein, mittel, groß. Ich hoffe ihr erinnert euch noch für welches ich mich entschieden habe? Das Mittlere! Alle, die sich korrekt erinnert haben, überreiche ich hiermit den Erinnerungs-Mischa-Pokal 🏆.
Ich hatte es erwischt! Es zappelte und wand sich… immer wenn es mit seinen kurzen, dürren Beinchen den Boden erreichte, versuchte es scharrend loszusausen. Tja, ich bin zwar nicht im Training, weil meine Hühnchen aus der Tüte kommen. Sie sind schon kleingekaut und haben keine Federn mehr. Aber mein Main-Coon-Wildkatzen-Puma-Instinkt ist genetisch stark ausgeprägt. Den kann man mit noch so viel Eititei nicht aus mir rauskriegen. Innerlich bin ich ein löwenstarker Krieger und selbst wenn ihr es nicht sehen könnt, ich habe eine Kriegsbemalung im Gesicht und meine Krallen sind stets geschärft. Und tja, wenn sich mal eine Gelegenheit ergibt… dann will ich selbst wissen, wozu ich wirklich in der Lage bin. Das ist so’ne Art innere Challenge. Kennt ihr vielleicht von euch? Wenn ihr unbedingt mal wissen wollt, ob ihr auch was schaffen könnt, wozu ihr Menschen eigentlich gemacht seid?! Nein?! Doch?!
Eine meiner Fans – genauer gesagt ist das eine Abenteurerin – hat sich darin geübt im Wald zu übernachten, Feuer zu machen und sich über selbigem was zu kochen. Schon alleine der Gedanke ohne alles, nur auf einer Matte im Wald zu übernachten, ängstigt euch doch schon heftig, oder? Seid ehrlich… aber hey, ihr könntet das. Glaubt mir. So ist es bei mir, ich kann Küken jagen, auch wenn sie für gewöhnlich in der erwachsenen Variante aus der Tüte kommen. Aber jagen macht viel mehr Laune. Dieser Kick 😺…
Bevor ihr nun aber das Buch oder besser gesagt, dass Internet abschalten wollt, weil ihr die Spannung nicht mehr aushaltet und ihr mich für einen ganz grausamen Kater haltet, will ich auflösen, denn ich habe natürlich noch viel mehr erlebt. Es geht um eine Art Kreuzfahrt und Fellpflege…
Jaaaajaaaa, das mittlere Küken 🐥 hat natürlich überlebt. Ich bin schließlich kein Barbar. Ich bin ein Prinz mit Jagdinstinkt und Rest-Anstand. 👑🐥
Es hat sich gewunden und dann kam auch noch Mutter-Huhn angerannt und war kurz davor mich zu attackieren. Man könnte sagen, sie hatte ihrerseits das Kriegsbeil ausgegraben und verstand wirklich keinen Spaß. Sie schrieee „hau bloß ab, du blödes, hässliches, ausländisches, eingebildetes, fettes Vieh, zieh deine Krallen ein, sonst rupfe ich sie dir einzeln raus!!!“ Okäääääääyyyy, ich hatte nicht viel Zeit. Im Grund Millisekunden mich zu entscheiden. Das unterernährte Küken laufen zu lassen oder mich dieser Hyäne zu erwehren.
Nicht, dass ich mir unsicher gewesen wäre, wer diesen Kampf gewonnen hätte. Natürlich ICH 🐓🥊 ! Aber ich bin ja keine Un-Katze. Also, ließ ich das Küken laufen, es zeterte noch deutliche Beleidigungen, als es davonrannte. Mutter-Huhn kam näher und machte, was Hühner tun, wenn sie gewonnen haben. Sie kackte mir vor die Nase! Könnt ihr euch sowas ungehöriges vorstellen? Naja, umso besser, dass wir uns nicht näher als 30 cm gekommen sind. Am Ende überträgt sich schlechtes Benehmen noch.
Danach machte der ganze Hühner-Clan einen großen Bogen um mich. Die Küken bekamen die Leviten gelesen und hatten durch mich für’s Leben gelernt.
Ich bekam zum Glück keinen Ärger von meinen Leuten. Eigentlich bin ich mir auch nicht sicher, ob die das ganze Tamtam überhaupt mitbekommen haben.
Wegen eines starken Windes sind wir alle recht früh in den Bulli und dann war sowieso Sendepause für mich. Gute Nacht und schlafen.
Am nächsten Morgen ging es super früh los bei uns. Eigentlich mache ich Natalia und Jürgen wach. Aber diesmal war es andersherum und ich muss sagen, dass gefällt mir nicht so gut! Aber Gleichberechtigung gehört wohl dazu, wenn man zu dritt auf einem Quadratmeter wohnt. Wobei ich eindeutig den meisten Platz für mich reserviert habe. Mein Zeug braucht halt Platz: die königlich Toilette, der königliche Platz für die Mahlzeiten, mein Thron… Menschen können doch sehr genügsam sein, man muss es nur richtig anstellen 😸…
Als wir losfuhren, hörte ich lauten Hühner-Applaus und ein paar haben auch Maiskörner nach uns geworfen. Ich glaube nach uns darf niemand mehr mit Reisekatze auf diesen Platz. Aber hey, eine Erfahrung war’s doch wert, oder?
Ich stellte mich also schon auf eine längere Fahrt ein oder eine holprige Piste oder auf eine unselige Serpentinenstraße, aber nein, es kam völlig anders!
Wir fuhren rückwärts auf ein Schiff ⛴️ 🌊 und wurden so eingewiesen, dass wir DIREKT neben dem Motor dieses Ungetüms zum Stehen kamen. Ich bin ja nicht zum ersten Mal mit einem Schiff gefahren. Beim ersten Mal bin ich ja noch fast gestorben vor Angst, aber beim 2. Mal war ich schon King of Currywurst. Das war letztes Jahr die Fähre nach Afrika 🌍 und zurück.
Und wie das auf Fähren so ist, die Menschen müssen aussteigen. Für den Fall, dass das Schiff untergeht, haben sie bessere Überlebenschancen, wenn sie nicht in ihren Autos sitzen. An mitreisende Katzen hat da niemand gedacht… Hunde dürfen nämlich auch raus, manchmal zumindest – obwohl… neee, die kommen dann in so extra Boxen und müssen dortbleiben – auch getrennt von ihren Leuten.
Also, wenn ich bei einem Untergang schon alleine ertrinken muss, dann wenigstens in meiner gewohnten Umgebung. Wie ein Kapitän, der bleibt ja auch auf dem sinkenden Schiff – jedenfalls war das ja wohl bei der Titanic so, oder?
Jürgen und Natalia ließen mich also allein und waren versucht mir ein gutes Gefühl zu geben und verharmlosten die ganze Sache. So machen sie’s gerne. Aber ich wachse an jeder neuen Herausforderung. Und glaubt mir, mich bringt nichts mehr so schnell aus der Fassung. Bevor ich zu Natalia und Jürgen kam war ich ängstlicher als jedes Angsthasen-Kaninchen. Aber jetzt – ich würde sagen, inzwischen bin ich innerlich so stark wie Hulk.
Und dann wurde brüllend der Motor hochgefahren. Ich stand kerzengerade auf meinem Thron 🙀 bis ich begriff, dass wir wohl nun ablegen. So schnell, wie ich hochgeschnellt bin, legte ich mich auch wieder hin. Kurze Zeit später wehte der Fahrtwind in meine Kajüte (ich nenne das jetzt mal so, weil ich die Wasseroberfläche direkt aus meinem Fenster aus sehen konnte) und ich begann es zu genießen. Aber nur innerlich. Nach außen blieb ich natürlich dramatisch angeschlagen. Man muss seine Menschen schließlich beschäftigen. 😼Ich habe mich in selektiver Wahrnehmung geübt. Ich blende einfach aus, was mir nicht gefällt. Und ohne diesen dröhnenden Motor war es sogar ganz aufregend 😺. Eine Weile später kam Natalia, um nach mir zu sehen. Zum Glück sah ich sie früh genug, um mein leidendes Gesicht aufzulegen und einen auf Mitleid zu machen.
Sie streichelte mich sehr ausgiebig und versorgte mich mit Futter (ich hab einfach immer Hunger!!!) und einer Extra-Portion Leggolis. Läuft doch… hähäää. Aber sie durchschaut mich natürlich auch und sah, dass es mir im Grunde ziemlich gut geht.
Also verschwand sie bald darauf wieder und kam erst wieder, als wir anlegten. Ich hab ne Weile geschlafen. Für alle Albanien-Interessierten: wir fuhren den Komani-See entlang. 35 Kilometer lang und 95 Meter tief. Die Berge stehen zum Teil nur 50 Meter auseinander und die ganze Zeit hieß es: so muss es in Norwegen 🇳🇴 sein. Es klang so, als könnte das ein lohnendes Ziel für eine künftige Reise sein. Vielleicht sind die dort in der Lage mir einen Stempel 💮 in meinen Pass zu machen. Wenn ja, bin ich dafür, dass wir dort als nächstes hinfahren. Ist mir egal, wie weit das womöglich ist.
Wir fuhren also rumpelnd von der Fähre und bei nächster Gelegenheit wurde Pipi-Pause gemacht. Futter für mich, Käsebrot für die beiden.
Gestrullt haben wir alle gleichzeitig 😹 Manchmal muss ich allerdings an der Zurechnungsfähigkeit von Jürgen und Natalia zweifeln. Die kriegen den Hals einfach nicht voll. Immerzu fahren die. Als würden ihre Hände am Lenkrad kleben…
Es ging ne enge Serpentiiiiiiiiiineeeeenstraße hoch. Und immer wieder hieß es gerade zu verzückt: guck mal, was für ein gigantischer Ausblick! Ich sah immer das Gleiche: Berge. Gut, in verschiedenen Höhen und Formen, mal mit mal ohne Bäume 🌳, aber es waren Berge. Punkt. Aber irgendwie scheinen die ne magische Ausstrahlung auf Menschen zu haben. Aber ich hatte Glück! Natalia wurde es irgendwann übel. Jippieejajäääähhhh! Jaaa, ihr soll schlecht werden. Sie sah schon ganz grün 🤢 aus und sagte nichts mehr. Also wirklich nichts! Jürgens Aufgabe war nun klar: ziemlich schnell einen Stellplatz finden. In den Bergen ⛰️⛰️⛰️ aber nicht so einfach, denn warum sollte man dort einen Stellplatz hinbauen? Für den Fall, dass mal eine deutsche Frau vorbei kommt, der übel geworden ist? Das kann man nicht ernsthaft erwarten. Also dauerte es eine ganze Weile, bis Jürgen fündig würde. Es war ne Mischung aus alten gebrochenen Betonplatten aus dem letzten Jahrtausend, aus denen sich die Grasbüschel ihren Weg gesucht hatten und vielen verschiedenen Gräsern, Kräutern und Kletten.
Aber der Blick ins Tal, ja sie sagten „schau mal dieser Blick ins Taaahaaal ist ja phantastisch“ muss gut gewesen sein, jedenfalls war schnell der Tisch rausgestellt, die beiden Campingstühle und die Weinflasche auch.
Vorher jedoch machte Natalia das, was alle tun, denen es so geht wie ihr. Sie legte sich oben ins Dachzelt und regte sich nicht mehr. Also, eine Weile jedenfalls nicht.
Sie ist kein Jammerlappen, dass muss man ihr lassen. Sie jammert wenig, und wenn, dann hat sie wirklich was. Das finde ich vorbildlich – fast wie ne echte Katze. Jürgen jammert nie, ich glaube, der jammert sogar nicht, wenn er was hat. Aber er ist im Herzen auch so’n alter Abenteurer, der sich im Notfall die Fleischwunde selbst zunähen würde. So stelle ich es mir jedenfalls vor. Haben wir letztens in so einem Actionfilm 📽️ gesehen.
Während meine Leute also nach dem Essen, den Blick ins Tal mit einem Glas Wein 🍷 genossen, streunerte ich umher und legte mich mal hierhin und mal dorthin.
Alles war friedlich und in Ordnung, jedenfalls in meiner Welt. Als es dann so langsam Abend wurde und wir drei uns in den Bulli zurückziehen, streichelte Natalia mich und es einfuhr ihr ein sehr deutliches „Ach du Schei*e!!!“ – aus dem Streicheln wurde ein Abtasten und immer wieder sagte sie das Gleiche „Ach du Schei*e!!!“ und sie klang dabei immer verzweifelter.
Sie zubbelte an meinem Fell und zog daran herum. So was zudringliches und unangenehmes hab ich selten erlebt. Sie hätte mich fragen können, dann hätte ich ihr gegebenenfalls die Erlaubnis gegeben, aber so! Total übergriffig. Ich bin ein erwachsener Kater und ich kann die Folgen meines Handelns selbst beheben oder zumindest überlegen, ob ich mir Hilfe hole. Aber sie benimmt sich ständig wie ne Katzenmutter. Da läuft was schief in unserer Beziehung. Ich werde das bei Gelegenheit in einem Vier-Augen-Miau klären.
Ich hatte keine Zeit das Ganze mit ihr auszudiskutieren. Im Gegenteil, sie holte sich Jürgen als Unterstützung dazu. Er sollte ihr helfen und mich festhalten, während sie mit der Schwere (jaaa genau: mit der Schere ✂️) anfing mir so verfilzte Teile aus dem Fell zu schneiden in denen sich „Dinge“ eingenistet hatten….
Und auch, wenn sie sich ständig entschuldigte und meinte, es täte ihr so leid, aber es müsse sein, sonst wäre der Rasierer beim Tierarzt die einzige Hoffnung, konnte ich dem Ganzen nichts abgewinnen. Aber es gibt im Leben eines Katers Triggerworte. Und eines davon ist Tierarzt 👩🏻⚕️🩺. Also beschloss ich still zu halten.
Was das nun in meinem Fell war und warum das unbedingt raus musste, zumindest in Teilen, dass erzähle ich euch beim nächsten Mal.
Euer Mischa
Prinz vom Maine-Coon-Castle, Komani-Kapitän, Küken-Verschoner und unfreiwilliges Opfer mütterlicher Fellpflege. 🐾👑🚢🐥✂️
📬 Post für den Prinzen
Diese Woche habe ich tatsächlich wieder Post bekommen. 👑🐾
Heike hat mir geschrieben, dass sie jedes Mal schmunzeln muss, wenn ich von meinen Leggolies erzähle.
Liebe Heike,
ich glaube ja, dass Leggolies die wichtigste Erfindung der Menschheit sind. Gleich nach dem Dosenöffner. 😸
Und Mario meinte, ich wäre inzwischen ein richtiger Weltreisender.
Lieber Mario,
ich gebe zu … ein bisschen stolz macht mich das schon. Aber solange mein Reisepass immer noch keinen einzigen Stempel bekommt, fühle ich mich eher wie ein Weltreisender zweiter Klasse. Das muss sich dringend ändern! 😾📖
Vielen Dank für eure Nachrichten!
Ich freue mich über jede einzelne. Natalia liest sie mir abends im Bulli vor – meistens während ich geschniegelt und gestriegelt… äh… geschniegelt und gestreichelt (bin ja kein Pferd) werde. 😸
Also schreibt mir ruhig weiter!
Vielleicht landet eure Nachricht schon in der nächsten Ausgabe von „Post für den Prinzen“.
Euer Mischa 👑🐾
❓Frage der Woche:
Jetzt brauche ich mal eure Hilfe. 😸
Natalia behauptet, ich hätte ein viel zu großes Ego.
Ich finde dagegen, dass ich einfach nur ein gesundes Selbstbewusstsein habe. 👑 Wie seht ihr das?
😇 Team Natalia: „Mischa ist ein kleiner Größenwahnsinniger.“
😸 Team Mischa: „Ein Prinz darf schließlich wissen, was er wert ist.“
Ich bin gespannt, auf welcher Seite ihr steht. 🐾
Fortsetzung folgt …
Über den Ghostwriter von Mischa
Ich bin Natalia und erkunde mit meinem Mann Jürgen gern in unserem VW Bully den Planeten. Viele Jahre hat uns unser rot-weißer Coony Mann Chili begleitet. Als er dann fast 19 Jahre alt war, schlief er ganz friedlich ein. Wir werden ihn nie vergessen.
2024 haben wir Mischa und seine Geschichte kennengelernt. Mischa ist ein Kumpel, den ich verwöhnen, kuscheln, streicheln und mit dem ich „quatschen“ kann. Wir 👩❤️👨 reisen nun mit Mischa 🐈🖤 im VW Bulli 🚐durch ganz Europa 🗺 und tragen Chili für immer in unseren Herzen. Besucht uns bei » Instagram (hippietrail_bullilove) und schaut Videos unserer Reisen.
Chili, unser unvergessener Freund, hat mir sehr geduldig „kätzisch“ beigebracht und jetzt übersetze ich für Euch als Ghostwriter die Katzengeschichten von Mischa.
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Lieber Mischa, weiter so, du wirst der neue Weltenerkunder, und lass dich von deinem Personal nicht immer so unter kriegen, du machst das schon. Viel Spaß bei deinen weiteren Abenteuern. Liebe Grüße Mario
Miiissssccchhhhaaa, wunderschöner Reiseprinz. Danke für Deine außerordentlich lesenswerten Reisegeschichten. Grüße Deine Menschen & Hasi von mir.
Was für eine wunderbare Idee, Reisen aus der Sicht von Mischa zu erzählen! Ich musste schon mehrfach laut lachen. Die Geschichten sind liebevoll, originell und machen einfach gute Laune. Bitte mehr davon! ❤️🐾🚐
Schnurr schnurr liebe Heike, danke für deinen lieben Kommentar 🐾🐾 Prinz
Mischa von Main-Coon-Castle
Leser gerne deine Abenteuer, bin fasziniert^^Bitte mehr ;-)