Gesundheitsvorsorge für unsere Maine Coon Zuchtkatzen

Der Maine Coon Zucht Maine Coon Castle® wurde eine Genehmigung des zuständigen Veterinäramtes in Pirna gemäß §11 des Tierschutzgesetzes (Zucht, Halten von Tieren, Handel mit Tieren) erteilt.

Als Züchter von Maine Coon Katzen sind wir uns der Verantwortung unseren Tieren gegenüber bewußt. Unsere Tiere werden regelmäßig von der Tierarztpraxis am Hausberg in Pirna betreut.

Bei unseren Zuchtkatzen wird regelmäßig ein großes Blutbild erhoben um Nierenwerte, Leberwerte und sonstige Veränderungen zu beobachten. Die Zuchtkatzen der Rassekatzenzucht Maine Coon Castle® werden auf Katzenschnupfen (Profil Oberer Atmungstrakt der Katze), FeLV, FIV und FIP getestet. Es werden Untersuchungen auf Pilzbefall und andere Hauterkrankungen (dermatologische Mykologie) sowie Kotuntersuchungen (Giardien) durchgeführt.

Im Diagnostikzentrum für Kleintiere / Tagesklinik in Dresden werden im Alter von 10 Monaten bei allen Maine Coon Zuchtkatzen HCM (Hypertrophische Kardiomyopathie), PKD (Pyruvat-Kinase-Defizienz) und Leber- Ultraschalluntersuchungen, sowie das HD (Hüftgelenksdysplasie) Röntgen durchgeführt.

Der HCM Ultraschall wird im Turnus von zwei Jahren bei unseren Maine Coon Zuchtkatzen zur lückenlosen Kontrolle wiederholt.

Diagnostikzentrum für Kleintiere Tagesklinik in Dresden

Herzultraschall von Hirschberger’s Elsa bei Herrn Dr. Popp

Ein Gentest auf HCM (Hypertrophische Kardiomyopathie), SMA (Spinale Muskelatrophie) und PKdef (Pyruvat-Kinase-Defizienz) wird bei all unseren Zuchttieren im Rahmen unserer Zuchteingangsuntersuchung standardmäßig durchgeführt. Von sogenannten Genetik – Selbsttests nehmen wir an dieser Stelle Abstand und lassen diese ausschließlich von unseren Tierärzten durchführen und über Laboklin zertifizieren.

Wir vertreten bei PKdef (Pyruvat-Kinase-Defizienz) die Meinung, dass Zuchttiere mit einem heterozygoten Genstatus (mischerbig) nicht generell von der Zucht ausgeschlossen werden sollten, wenn es sich bei dem Tier um besondere Linien handelt.

Zum Wohl unserer Katzen und im Interesse deren Gesundheit orientieren wir uns an den Empfehlungen von PawPeds.

Wir setzen ausschließlich Zuchtkatzen ein, die folgende Kriterien erfüllen:

Kompakte Erklärungen zu zuchtrelevanten Krankheiten:

Die hypertrophe Kardiomyopathie (HCM) ist eine Herzmuskelerkrankung, bei der die Muskulatur des Herzens verdickt. Sie wird autosomal-rezessiv vererbt.
HCM ist die am häufigsten diagnostizierte Herzerkrankung bei Katzen.

Die Aufgabe des Herzens ist, dass Blut in den Köper zu pumpen. Bei HCM kommt es zu einer Verdickung der Herzwand, so dass der Innenraum immer kleine wird. Das Herz kann dadurch weniger Blut fassen und ein Rückstau in die linke Herzkammer und in den Lungenkreislauf ist die Folge. Um den Körper dennoch mit ausreichend Blut zu versorgen, schlägt das Herz schneller, was wiederum dazu führt, dass sich der Herzmuskel weiter verdickt.

Die Echokardiographie (Ultraschall des Herzens) ist bisher die einzige Möglichkeit, die Krankheit sicher zu diagnostizieren. Zeigt die Katze in einem späteren Verlauf bereits deutliche Symptome, ist die Diagnose deutlich leichter. Bereits durch das Abhören, EKG und Röntgen lassen sich Hinweise auf die Krankheit finden. Denen sollte in jedem Fall immer nachgegangen werden, denn im Frühstadium sind nahezu keine Symptome erkennbar. Dadurch wird die Erkrankung häufig nicht erkannt. Erst im Spätstadium wird die Krankheit oftmals deutlich sichtbar.

Symptome im weiteren Verlauf können sein:

  • beschleunigte Atmung
  • Fressunlust und Erbrechen
  • Apathie
  • Ohnmachtsanfälle
  • Wasseransammlung in der Lunge (Lungenödem)
  • Wasseransammlung in der Brusthöhle (Thoraxerguss)
  • Atemnot und Hecheln
  • bläulich verfärbte Zunge und Schleimhäute
  • Aortenthrombose (plötzliche Lähmung der Hinterbeine)

Die polyzystische Nierenkrankheit ist eine autosomal dominante Erbkrankheit.
Hierbei kommt es zu Zystenbildungen nicht nur in den Nieren, sondern auch in anderen Organen und hauptsächlich in der Leber. Das jeweilige Krankheitsbild ist davon abhängig, wieviel Nierengewebe von Zysten verdrängt und geschädigt wurde. Die Funktion der Nieren lässt allmählich immer mehr nach und es entsteht eine chronische Niereninsuffizienz, die mit dem völligen Versagen der Nieren enden kann.
Die Erkrankung tritt zwar besonders häufig bei Perserkatzen auf, dennoch wird sie auch bei Maine Coons und anderen Rassen beobachtet.

Gemäß §11 des Tierschutzgesetztes ist es Züchtern verboten, wissentlich Tieren zu verpaaren, bei deren Nachkommen derartige Erbschäden auftreten können.

Die Spinale Muskelatrophie (SMA) ist eine Motoneuronenerkrankung, d.h. eine Erkrankung der Nervenzellen. SMA beeinträchtigt alle Muskeln des Körpers, wobei die am Rumpf liegenden (proximalen) Muskeln häufig am schwersten betroffen sind. Von der Erbkrankheit betroffene Katzen zeigen bereits im Alter von rund zwölf Wochen auftretenden Muskelschwund und Muskelschwäche verbunden mit einer Degeneration der spinalen Motoneurone. An Spinaler Muskelatrophie erkrankte Katzen zeigen eine fortschreitende Instabilität des Ganges und Haltungsabnormalitäten, die man der symmetrischen Schwächung und dem Schwund der proximalen Muskeln zuordnen kann. Die Symptome der SMA treten schon in der frühen Jugend auf und führen zu einer fortschreitenden Behinderung und einer zumeist verkürzten Lebenszeit.

Bei der Hüftgelenksdysplasie liegt der Gelenkkopf nicht optimal in der unterentwickelten Hüftpfanne. Diese Fehlentwicklung kann unterschiedliche Ursachen haben wie z.B. genetische Disposition, zu schnelles Wachstum, anhaltende körperliche Überbelastung oder andere Umwelteinflüsse.
Noch bevor die ersten Symptome wie z.B. Bewegungsunlust auftreten, kann ein Röntgenbild die Veranlagung zur HD aufzeigen. Verhindert werden, kann diese Entwicklung nicht. Wird sie aber rechtzeitig entdeckt, kann eine konservative Behandlung eventuell einen chirurgischen Eingriff verhindern. Bei kleinen Tieren wie der Katze, kann die Entfernung des betroffenen Hüftkopfes, der oft auch schon von Arthrose betroffen ist, eine gute Option sein. Dieser Eingriff nennt sich Femurkopfresektion. Die Muskulatur bildet dann ein „Pseudogelenk“. Das Tier ist von den Gelenkschmerzen befreit und kann sich oft wieder wie vor der Erkrankung bewegen. Alternativ kann ein künstlicher Gelenkersatz bei dem betroffenen Tier für Schmerz- und Bewegungsfreiheit sorgen. Die individuelle Therapie besprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt.
Der Erbgang der Hüftdysplasie ist polygenetisch. Aus diesem Grund sollte jede Generation der zur Zucht verwendeten Katzen getestet und untersucht werden, um das Risiko für HD in den eigenen Linien zu senken.
Fachkundige Genetiker haben geraten, keine zu enge Selektion bei Zuchttieren zu betreiben, da es nicht zielführend ist, alle Katzen mit HD vollständig aus der Zucht zu entfernen. Klarheit über den Gesundheitsstatus des einzelnen Tieres und die Auswahl gezielter Verpaarungen bringen jeden Züchter an der Stelle deutlich weiter.

Legende der von uns ausgewiesenen Ergebnisse – HD Röntgen links / rechts

o  : HD negativ, gute Hüften, keinerlei Abweichungen
G1: Grad 1 – die mildeste Form der Hüftgelenksdysplasie
G2: Grad 2 – gemäßigt betroffene Hüfte
G3: Grad 3 – stark betroffene Hüfte