Maine Coon Report 09/2023

Katzenblog: Tagebuch der Maine Coon Zucht Maine Coon Castle

Ich bedanke mich bei allen Lesern, Freunden und CastleLand Fans für die große Resonanz auf den » Maine Coon Report 08/2023. Fast 2000 Leser in den ersten 48 Stunden nach der Veröffentlichung. Ich war überrascht. Die positiven Mails, Nachrichten und natürlich die Telefonate geben uns Kraft und bestärken uns in unserem Handeln. DANKE, ganz großes Kino.

Ich muss meinem Affen einmal Zucker geben.

Sagenhafte 16 Zuschriften hatte ich, weil die Videos auf der Webseite von Maine Coon Castle nicht „funktionieren“. Doch! Die Videos sind einwandfrei zu betrachten. Allerdings nicht von Nutzern mit Apple Geräten. Bereits das Logo dieser Firma weist den Nutzer auf Einschränkungen hin. Angefressenes Obst. Nichts Ganzes… Ein kleiner Trost für diese benachteiligten Apple User. In einem der nächsten Updates will Apple den webm Standard implementieren.

Bis dahin empfehle ich Apple Usern: Fragen Sie einen Freund mit einem ordentlichen Gerät ohne Einschränkungen, ob Sie die Videos betrachten dürfen. ODER gönnen Sie sich das große Paket und betrachten die Homepage von Maine Coon Castle mit einem PC oder Notebook.

Ein Hinweis in eigener Sache.

Ich bitte von Anfragen bezüglich der Medikation meiner Maine Coon Katzen abzusehen. In meinen Beiträgen werden die Behandlungen aus gutem Grund nur vage benannt. Ich möchte damit vermeiden, dass Leser unabsichtlich ihren Lieblingen Schaden zufügen. Sei es, weil sie den Text nicht verstanden haben oder weil ich mich missverständlich ausgedrückt habe.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

02.09.2023: Buddy genießt die warmen Tage im Katzengehege der Maine Coon Damen. Die Bewegung an frischer Luft und die Gesellschaft der Maine Coon Katzen sind gut für Buddy. Er sabbert nicht mehr und läuft wieder sehr sicher. Mein Kumpel wird von den Anderen sehr respektvoll behandelt.

04.09.2023: Yaron ist irgendwie komisch. Mein Freund hat Normaltemperatur und frisst gut. Bei einer eingehenden Untersuchung kann ich nichts feststellen. Yaron mault und ruft allerdings sehr oft in seinem Zimmer und hört auch beim Spazieren gehen nicht auf. Was hat er nur?

In der Gruppe der Maine Coon Kater ist wieder Ruhe eingezogen. Zeno ist noch sehr zurückgenommen und introvertiert, aber er wird von Alex und Cobe in Ruhe gelassen. Nachts trenne ich die Gruppen jedoch noch.

06.09.2023: Yaron geht es täglich besser. Er hat stabil Normaltemperatur und wieder zugenommen. Wir genießen den wunderbaren Herbstbeginn mit spätsommerlichem Wetter und unternehmen ausgedehnte Spaziergänge. Ich verstehe die Rufe von Yaron nicht. Mein Kumpel schaut mich oft sehr aufmerksam an. Was hat er nur? Wie es mit meinem Freund weiter geht, werde ich nach dem Termin in der Tierklinik entscheiden.

07.09.2023: Buddy hat letzte Nacht als „Filzmatte“ neben mir gelegen. Da ich beschäftigt bin, haben Anett und Marie den Auftrag, den Burschen ordentlich zu kämmen und landfein zu machen. Buddy hat sich aufgeführt wie eine Mimose. Zirkus ohne Ende und ich dachte im Büro, dass der arme Kerl geschlachtet wird. Wenig später begegnete mir der Schauspieler völlig tiefenentspannt in der Stube.

Die Maine Coon Kitten von Kimy sind in der „Schweinchen Phase“. Sie pullern und kacken das ganze Zimmer voll und ignorieren das Katzenklo. Kimy ist eine sehr saubere Katzenmutter und leidet unter diesem Chaos. Sie freut sich stets, wenn Anett, die zweibeinige Katzenmutter, hilft und das Kittenzimmer reinigt. Die Maine Coon Babys möchten Anett offensichtlich öfter sehen und sorgen für reichlich Arbeit.

08.09.2023: Bei ihrem ersten Ausflug in das Katzengehege hat Pepa sicher etwas gefangen und in sich hineingestopft, was nicht in kleine Katzenmädchen gehört.  Sie war am Morgen schlapp und hatte Fieber. Marie hat Pepa beim Tierarzt vorgestellt. Mittags ging es ihr bereits deutlich besser.

Nachmittags war ich mit Yaron auf dem Feld spazieren. Yaron hatte wohl einen Kaspar zum Frühstück und hat wie ein kleiner Junge gespielt. Die Zeit verging wie im Fluge. Bei seiner Kontrolle um 20 Uhr die große Ernüchterung. Yaron hat mit 39,4 Grad erhöhte Temperatur und seine rechte Gesichtshälfte ist deutlich geschwollen. Yaron hat einen Rückfall.

09.09.2023: Am Morgen hat Yaron 40 Grad Fieber. Seine rechte Gesichtshälfte ist nunmehr stark angeschwollen und spannt. Er kann das rechte Auge kaum öffnen. Ich spritze Yaron einen Fiebersenker und beginne erneut mit der Medikation. Yaron ist matt, aber offensichtlich noch schmerzfrei.

Traumzaubermaus Pepa geht es gut. Sie hat Normaltemperatur und spielt mit Kimmy. Kimmy, die Gurke, hat viel von Hana gelernt. Sie geht nahezu zärtlich mit Pepa um und lässt sie zuerst an den Frühstücksteller. Kimmy, die Samaritergurke, muss man einfach lieben.

11 Uhr hat Yaron Normaltemperatur und etwas gefressen. Der Bursche ist schlapp und lustlos. Ich nehme Yaron dennoch mit an die frische Luft. Wir arbeiten im Holz. Auf dem Weg zu unserem Arbeitsplatz haben wir zwei Pausen eingelegt. Ich habe für meinen Freund ein Bett aus Fichtenzweigen gebaut und Yaron war sehr zufrieden.

Warum ich kein E-Auto fahre oder Akku Werkzeuge für Faule

Die grüne Dauerbeschallung in den deutschen Qualitätsmedien ist auch an mir nicht spurlos vorübergegangen. Sie kennen das ja, wir sparen CO2 und retten die Welt. Im Kleinen fängt es an, also habe ich mir eine Makita DUC353Z Akku-Kettensäge zugelegt. Die DUC353Z ist prinzipiell ein gutes Werkzeug. Allerdings habe ich bei der Anschaffung die Zielgruppe von Makita nicht beachtet. Dieses Werkzeug wird mit eingebautem Pausenrhythmus geliefert und wurde für Faule konzipiert. Ich habe vier Akkus, die jedoch schnell leer sind. Da ich arbeiten möchte, habe ich schließlich meine sehr zuverlässige STIHL Motorsäge mit Benzinmotor eingesetzt.

Das gleiche Konzept beobachte ich bei E-Autos. Die Besitzer fahren in der Regel langsam auf der linken Fahrspur, bremsen den Verkehr aus und sorgen damit für zusätzliche CO2 Emissionen. Später warten Sie geduldig an Ladesäulen, bis die Akkus ihrer E-Autos wieder geladen sind. Lebenszeit mit warten zu verschwenden, ist ein merkwürdiges Konzept. Wie viele Jahre „wartet“ ein E-Auto Fahrer in seinem Leben?

Gimmick am Rande: Wir wohnen im ländlichen Gebiet. Unser Energieversorger kann bei mir keine 22 kW Wallbox anschließen. Die Zuleitungskapazität zu unserer Siedlung ist nicht ausreichend. Ich bin auf den Anschluss der vielen tollen Wärmepumpen gespannt.

Den Nachmittag hat Yaron in seinem Zimmer verbracht. Er wollte auch keine Pullerrunde gehen. Seine rechte Gesichtshälfte schwillt immer mehr an und spannt. Sie ist weich und ich vermute, dass sich erneut eine eitrige Entzündung herausgebildet hat. Yaron lässt sich geduldig untersuchen und zeigt dabei kein Meidungsverhalten. Mein Freund ist keine Mimose und offensichtlich noch schmerzfrei.

18 Uhr hat Yaron 39,7 Fieber. Ich spritze einen Fiebersenker. 20 Uhr möchte ich Yaron seine Medikation verabreichen. Sein Zimmer sieht aus wie ein Schlachthaus. Die alte Dreinagestelle ist aufgeplatzt. Es ist reichlich Eiter und Wundsekret abgeflossen. Yaron lässt sich geduldig reinigen und verarzten. Vorsichtig versuche ich weiteres Eiter herauszumassieren. Die abschließende Wunddesinfektion findet mein Freund doof. Ja, Yaron, das „zwickt“ ein wenig, ist aber notwendig. Er schiebt meine Hand mit seinen kräftigen Pranken beiseite. Seine Pfoten sind weich, er hat die Krallen eingezogen. So macht man das unter Freunden. Ich liebe Yaron. Mein Großer muss nun wieder Tute tragen. LEIDER!

Abschließend bin ich meiner „Lieblingsbeschäftigung“ nachgegangen und habe sein Zimmer geputzt. Der gnädige Herr lag auf dem Kratzbaum und hat wertvolle Hinweise gegeben. Es war Musik in meinen Ohren. Wenn er mich wieder zu quatscht, dann geht es ihm besser.

Feierabend? Nein! 21:30 Uhr rief Yaron nach mir. Er wollte noch einmal raus. Also Tute ab, Geschirr an und auf zur Nachtwanderung. Es war eine große Pullerrunde.

12.09.2023: Buddy fühlt sich bei seinen täglichen Ausflügen in das Katzengehege sehr wohl. Der Bursche gefällt mir irgendwie nicht richtig. Buddy läuft etwas unsicher und schläft sehr viel. Heute bleibt Buddy in der Stube bei Hana, Kimmy und Pepa. Die Königin meines Herzens, MEINE Lea darf mit bei mir schlafen.

Ich hatte Anett gebeten mir zu helfen und Yaron bei der Wundversorgung zu halten. Das fand Yaron überhaupt nicht gut und hat tatsächlich nach Anett geschnappt. Mein Donnerwetter hat der Bursche mit eingezogenem Schwanz ertragen. Minus eine Anett und auf ein Neues. Wir Jungs kommen bei seiner medizinischen Versorgung am besten allein zurecht. Anstandslos und ruhig hat sich Yaron die verklebte Wunde der Dreinagestelle von mir öffnen lassen. Ich weiß, dass das schmerzhaft ist. Yaron hat die Augen zusammengekniffen und geknurrt. Aber mein Kumpel lag wie ein Brett und wartete geduldig, bis ich mit der Desinfektion fertig war. Natürlich wurde mein Freund mit langem bürsteln belohnt.

Ab 22 Uhr streifte Lea durch das Haus. Später legte sie sich neben meinen Schreibtisch und wartete darauf, dass wir endlich gemeinsam schlafen gehen. Bei meiner letzten Kontrollrunde in den Katzengruppen folgte sie mir wie ein Schatten und wartete jeweils vor der Tür.

Tja… meine Klapperlilli. Lea fehlt schon immer ein Groschen an der Mark. Ihr Gehirn funktioniert mechanisch. Lea ist wunderschön, sehr emotional und außerordentlich empathisch. Aber sie ist auch ein bisschen doof.

Als ich das Zimmer von Daireen und ihren Maine Coon Babys betrat, huschte Lea mit hinein. Eine gaaanz schlechte Idee von Lea. Die ruhige, ausgeglichene Daireen wurde sofort zur Furie. Ihr mütterlicher Beschützerinstinkt schnellte auf 1000 Prozent und sie verprügelte Lea heftig. Ich hatte Not, die beiden Maine Coon Katzen zu trennen. Laut schimpfend half mir schließlich Anett und brachte Lea in mein Büro.

Das Zimmer von Daireen war komplett verwüstet. Zur „Belohnung“ durfte ich allein aufräumen und putzen. Dann pass doch besser auf deine blöde Katze auf – meckerte Anett. Ja, mein Liebling.

Wer nachts Langeweile hat, braucht eine Lea, die für Beschäftigung sorgt. :P Daireen hat sich schnell beruhigt und mir wie üblich wertvolle Hinweise beim Putzen gegeben. Willst du schon gehen? Denkst du, du bist fertig? Die Decke lag vorher anders und schau mal wie schräg der Futternapf steht. Jawohl, liebe Daireen, DU hast recht.

In meinem Büro fand ich später eine völlig aufgelöste Lea vor. Ich benötigte einige Zeit, um mein Mädel zu beruhigen. Später, viel später, gingen wir gemeinsam zu Bett. Eine Nacht mit Lea. Unbezahlbar!

13.09.2023: Marie war mit Frieda und Lea zur turnusmäßigen Kontrolle beim Tierarzt. Ich habe eine geriatrische Untersuchung mit entsprechender Labordiagnostik veranlasst.

14.09.2023: Buddy ist mir zu ruhig. Der Bursche gleicht einer Sofarolle und ist nur mit Futter in Bewegung zu setzen. Wenn der Teller klappert, dann läuft Buddy auch zügig die Treppen herauf. Gutes Essen ist der Sex alter Männer. Obwohl Buddy seit langem keinen epileptischen Anfall mehr hatte, wird er ab heut wieder mit bei uns schlafen. Ich möchte ihn unter Kontrolle haben. Mein Bauchgefühl… Lea muss sich mit Buddy arrangieren.

15.09.2023: Der Zustand von Buddy beunruhigt mich. Ich bin mit ihm in die Tierklinik nach Dresden gefahren. Die Allgemeinuntersuchung war erfreulich. Das Maul ist völlig in Ordnung. Die Operation ist ein voller Erfolg. Das Herz läuft wie ein Uhrwerk und die Lungen sind frei. Das Blutbild ist zufriedenstellend. Ob die Blutbildung mit den Luminaletten wieder eingeschränkt ist, muss zusätzlich geprüft werden. Die Blutchemie zeigt, dass Buddy überdosiert ist und deshalb etwas „herab gedimmt“ durch das Leben wankt. Ab sofort wird seine Dosierung angepasst. In den nächsten Tagen sollte er wieder etwas munterer werden.

Am Nachmittag hat mich Yaron zu einem ausgedehnten Spaziergang auf dem Feld überredet. Der Bursche ist gerannt wie ein Windhund und hat mir kaum eine Pause gegönnt. Ich staune stets aufs Neue über seine Agilität. Mein Kumpel baut in letzter Zeit wieder ordentlich Muskeln auf. Yaron wiegt wieder über 10 Kg.

Wir haben das schöne Spätsommerwetter genutzt und Yaron hat nach dem Spaziergang noch etwas im Freien ausgespannt. Mein Kumpel kann endlich wieder sein Maul weit aufreißen.

XXL Maine Coon Yaron of Brenda’s Garden
Yaron kann wieder herzhaft gähnen

Die Laborbefunde von Frieda und Lea sind eingetroffen. Bei Frieda ist alles Bestens. Frieda, die Mutter von Buddy, ist wie neu. :) Bei Lea sind die Nierenwerte im oberen Bereich. Das entspricht den Laborwerten vom Vorjahr und ist nicht schlechter geworden. Ich werde eine Urinprobe von Lea untersuchen lassen.

18.09.2023: Morgen wird es ernst für Max, Lisa und Lexy. Wir bereiten Sie auf ihre Zuchtuntersuchung vor. Der Maine Coon Kater Weltchampion BRubbeys Emmet ist ein Sohn von Buddy und ist heute als Gast in die Jugendherberge eingezogen. Er kommt morgen mit und wird seine turnusmäßige HCM Ultraschalluntersuchung absolvieren. Die Maine Coon Katzen werden bei dieser Untersuchung sediert und müssen nüchtern sein. Heute wird ab 18 Uhr gefastet.

Abends läuft Buddy nicht, wie sonst üblich, durch das Haus. Er liegt ruhig da und steht sehr schwerfällig auf, als ich Leckerlis verteile. Komisch! Lea ist heute eine Katze ohne Ohren und kommt nicht, als ich rufe. Wenig später kratzt sie an der Tür und bettelt. Heute nicht! Wer nicht will, der hat schon. Schauen wir mal, ob die Ohren morgen nachgewachsen sind.

23 Uhr rufe ich Buddy für den Schnudelputz zur Nacht. Eigentlich mag mein Freund es, wenn ich seine Sabberschnauze wasche und ihn kämme. Heute bleibt Buddy liegen und schaut verpeilt. ALARM! Buddy hat 40 Grad Fieber. Ich spritze ihm einen Fiebersenker und beginne mit der Antibiose. 01:30 Uhr hat Buddy Normaltemperatur, liegt mit im Bett und schnurrt zufrieden. Nachtruhe…

Zuchtuntersuchung der Maine Coon Katzen von Maine Coon Castle

19.09.2023: Hab mein Wagen vollgeladen… Voll mit Nachkommen von Weltchampion Buddy of Maine Coon Castle. Ich starte mit dieser besonderen Fracht pünktlich im CastleLand und treffe 8:15 Uhr in der Tierklinik in Dresden ein.

Wir beginnen mit der Herzultraschall Untersuchung von XXL Maine Coon Kater Weltchampion BRubbeys Emmet. Sein HCM Schall ist negativ. Emmet wird demnächst Anna und Nanny beglücken. Wir freuen uns auf fantastische Maine Coon Kitten.

Max, Lisa und Lacy absolvieren das volle Programm. Hüftröntgen (HD), Nieren / Leber Ultraschall (PKD) und Ultraschall des Herzens (HCM). Den HCM Ultraschall haben alle drei ohne jeglichen Nebenbefund bestanden. Die Ergebnisse sind auf den jeweiligen Seiten der Katzen dokumentiert.

XXL Maine Coon Kater BRubbeys Emmet
Weltchampion BRubbeys Emmet

20.09.2023: Heute hat Yaron seinen Kontrolltermin in der Tierklinik in Dresden. Die kleine Ruby hat seit ihrer Geburt ein Problem und ich hoffe, dass Dr. Popp helfen kann. Buddy geht es nicht gut und ich werde ihn erneut vorstellen und untersuchen lassen.

In der Hoffnung, dass Yaron Kot absetzt, ist Marie ab 7 Uhr mit ihm „Gassi“ gegangen. Yaron hat der Spaziergang gefallen, geschissen hat er nicht. Hm…

Pünktlich 07:30 Uhr bin ich mit Yaron, Ruby und Buddy losgefahren. Riecht es? Nein. Riecht es? Nein. Wir kommen in Dresden an und es riecht doch! Yaron hat in den Caddy geschissen. Ich darf Yaron im Behandlungszimmer reinigen. Der Bursche liefert heute die ganz große Show. Yaron hat einen Megaschiss in seinen Caddy gesetzt, und ist völlig verschmiert. Er springt aus dem Caddy und verteilt seinen Unrat im Behandlungszimmer. Eine freundliche, sehr geduldige Schwester hilft mir. Wir reinigen zuerst Yaron und den Caddy, dann putzt sie das verdreckte Zimmer. Ich möchte mich an dieser Stelle ausdrücklich bei ihr bedanken.

Wenig später beginnt Dr. Popp in dem von Yaron „parfümierten“ Behandlungszimmer die Untersuchung von Buddy. Mein Eindruck war leider richtig. Buddy bleibt in der Tierklinik und erhält heute eine Infusion. Morgen soll Buddy weiter untersucht werden. Die Blutbildung ist mit den Luminaletten wieder eingeschränkt und die Werte rückläufig. Da dies eine seltene Nebenwirkung ist, wird nach weiteren Ursachen gesucht. Sein Fieber ist dadurch nicht erklärbar, zumal die Entzündungswerte im Normbereich sind. Die Elektrophorese zeigt klassische Entgleisungen einer FIP, bzw. einer viralen Erkrankung. Eine FIP schließe ich bei Buddy jedoch aus. In der grafischen Darstellung der Elektrophorese ist ein Spike zu sehen. Dies deutet eher auf einen Tumor hin. Ich warte die Ergebnisse der Diagnostik ab und hoffe, dass es eine FIP ist. Warum? Eine FIP ist fast immer heilbar. Die Behandlung eines Tumors eher Glückssache.

Yaron präsentiert sich bei Dr. Popp von seiner Schokoladenseite. Er steht frei auf dem Behandlungstisch und himmelt ihn mit seinen ausdrucksstarken Augen an. Der Stinker lässt sich geduldig untersuchen und hält die Pfote zum Blutziehen ruhig hin. Das Blutbild ist in Ordnung. Nach seinem Rückfall wird das Antibiotikum gewechselt. Ein weites CT macht zum jetzigen Zeitpunkt wenig Sinn. Yaron wird in drei Wochen erneut vorgestellt.

Nach dem XXL Maine Coon Kater Yaron kommt nun das Kontrastprogramm. Eine Handvoll Maine Coon Kitten. Ruby ist 5 Wochen alt und wunderschön. Ruby, my love.

Bei der Geburt von Ruby gab es einige Probleme. Die Kleine war in der Fruchthülle bereits mit einem grau / grünen Schleim überzogen und wir benötigten einige Zeit, bis zum ersten Atemzug von Ruby. In den ersten Tagen benötigte Ruby meine Unterstützung. Ich sorgte dafür, dass Ruby einen Platz an der Milchbar fand, indem ich ihre Geschwister gelegentlich zur Seite legte. Ruby nahm stetig und gut zu. Es war jedoch auffällig, dass sie ihren Kopf stets schräg, nach links hielt. Jetzt, da sie laufen kann, läuft sie Kreise in linker Richtung. Bei vorsichtigen Untersuchungen konnte ich keine Abweichungen oder Fehlbildungen am Skelett feststellen. Ich vermute einen Geburtsschaden und erhoffe mir Erkenntnisse von einem Röntgenbild. Hat Ruby eine Fehlbildung oder war ihr Hirn zu lange mit zu wenig Sauerstoff versorgt?

Vorsichtig untersuchte Dr. Popp das Maine Coon Baby. Seine Diagnose stand schnell fest. Der linke Gehörgang von Ruby ist nicht richtig geöffnet. Das wird schon, meinte er. Sollte es sich wieder erwarten nicht bessern, kann eine weitere Untersuchung nach der ersten Impfung erfolgen. Piep, piep… Ruby stimmte zu.

21.09.2023: Keine guten Nachrichten aus der Tierklinik. Buddy hatte einen epileptischen Anfall und kann heute nicht untersucht werden. Er bekommt eine weitere Infusion und bleibt in der Klinik.

Ich denk, mich laust der Affe! Ruby spielt und tobt völlig normal mit ihren Geschwistern, als ob sie nie ein Problem gehabt hätte. Entweder hat die Autofahrt etwas zurecht gerüttelt, oder das „Hand auflegen“ von Dr. Popp war ausreichend. Ich vermute Letzteres.

22.09.2023: Buddy wurde in der Tierklinik untersucht. Die Sonografie zeigte im Darm Veränderungen und prominent geschwollene Lymphknoten. Buddy wurde punktiert und das Gewebe zur Beurteilung an die Pathologie gesandt. Die Gallenblase ist gestaut und er wurde entsprechend behandelt. Morgen Mittag erfolgt eine Sonografie zur Kontrolle und dann darf ich ihn nach Hause holen.

Wir kämpfen nun seit November 2022 mit und um unseren Freund Buddy. Wenn ich die Ergebnisse von Blutbild, Elektrophorese und Sonografie betrachte, dann erwarte ich ungutes von der Pathologie.

23.09.2023: Ich fühle mich selbst seit einiger Zeit krank und muss gut mit meinen Kräften haushalten. Diverse Besuche bei Ärzten waren eher frustrierend. Mir wurde beste Gesundheit attestiert. Ich bin also ein Simulant. :P Jetzt bin ich auch noch erkältet. Allmählich nervt mich diese Leistungseinschränkung erheblich. Kurz gesagt, ich gehe mir selbst auf den Keks und bin derzeit sicher fast ungenießbar für andere. Ob ich mich mal selbst in der Tierklinik vorstelle? OK. Genug gejammert, Buddy wartet.

12:30 Uhr hole ich unseren Freund aus der Klinik ab. Zu Hause freut sich Buddy über die Streicheleinheiten von Anett. Der Bursche ist recht apathisch und „schaumgebremst“. Nach kurzer Zeit geht er in sein Kuschelbett und schläft.

Yaron fordert seinen Spaziergang ein. Er zieht mich eine gute halbe Stunde auf dem Feld hinter sich her. Der Bursche hat eine bemerkenswerte Kraft. Ob er im Winter als Schlitten Yaron geeignet ist?

Am Abend stakst und wankt Buddy durch das Haus. Wir freuen uns, dass er Lust auf einen Spaziergang hat. Anett folgt ihm, da wir Angst haben, dass er die Treppe herabfällt. Die Sorgen sind jedoch unbegründet. Buddy meistert die Treppe sehr sicher. Heute Nacht schläft unser Liebling zwischen uns.

26.09.2023: Heute ist Kimy mit ihren Silberlingen in die Stube umgezogen. Die Maine Coon Kitten beschäftigen sich mit den neuen Spielzeugen und Mama Kimy schaut entspannt zu. Anett putzt das Kittenzimmer und dann darf die Schnaddelbande einziehen. Der R3 Wurf, der Kitten of Maine Coon Castle richtet sich häuslich ein. Die Maine Coon Babys von Daireen starten gerade in ihre „Schweinchenphase“ und kennen das Katzenklo noch nicht. Anett wird ihnen in den nächsten Tagen bei der Orientierung helfen.

Der pathologische Befund von Buddy ist eingetroffen. Buddy hat Darmkrebs. Der Tumor ist nicht operabel und die Art des Tumors ist auch mit einer Chemotherapie nicht behandelbar. Wir werden Buddy palliativ begleiten.

Bei Buddy haben wir nun einige „Baustellen“ zu bearbeiten. Die Luminaletten wirken sehr gut und Buddy hat keine epileptischen Anfälle. Sie stören allerdings die Bildung roter Blutkörperchen und müssen wieder abgesetzt werden. Wir versuchen ein alternatives Präparat, um seine Epilepsie dennoch in den Griff zu bekommen. Wir werden… Ich habe keine Nerven und keine Lust, weiter darüber zu schreiben. Wir werden uns wie bisher auch sehr gut um unseren Freund kümmern.

27.09.2023: Im Freigehege „singen“ Anna, Nanny, Yvette und Lisa laute Lieder. Die Mädels sind rollig. Darauf haben wir im Juli und August gewartet. Jetzt müssen sich die Maine Coon Katzen gedulden. In unserem » Zuchtplan sind erst 2024 weitere Würfe vorgesehen. Nanny und Lisa sind eigentlich wie Feuer und Wasser. Inzwischen liegen sie beieinander und „trösten“ sich gegenseitig. Meinem Kumpel Yaron geht es sehr gut. Sehr, sehr GUT! Er scharwenzelt um das Katzengehege und flirtet mit den rolligen Mädels.

Buddy frisst gut und setzt entsprechend Kot ab. Er ist jedoch sehr wackelig auf den Beinen. Ich habe mit Dr. Popp besprochen, wie Buddy unterstützt werden kann. Morgen bekommt er in der Tierklinik einen Cocktail aus Vitaminen und Mineralstoffen infundiert.

Buddy am Abend Wow! Der Bursche hat wohl mein Telefonat belauscht. Buddy ist richtig gut drauf und läuft ohne Probleme durch das Haus. Treppen? Kein Problem! Gegen 22:00 Uhr holt Buddy mich im Büro ab. Er möchte seinen Schnudelputz. Artig sitzt er im kleinen Bad und lässt sich waschen. Buddy hat die Augen halb geschlossen und schnurrt leise. Er genießt sein Wellnessprogramm.

28.09.2023: Nach einer ruhigen, entspannten Nacht hat Anett Buddy das Frühstück serviert und den Burschen anschließend „landfein“ gemacht. Wir waren pünktlich in der Tierklinik in Dresden. Das große Buddy „Auffüllprogramm“ wurde gestartet.

Gegen 16 Uhr hat Daireen sich heftig übergeben. Schnaddel war sehr ruhig und es ging ihr nicht gut. Daireen hat Normaltemperatur, die Lymphknoten sind nicht geschwollen und sie hat einen gut gefüllten Darm. Am Morgen hat Daireen festen Kot abgesetzt. Ich werde sie genau beobachten. Anett hat Daireen getröstet und das Kittenzimmer geputzt.

18:30 Uhr habe ich Buddy aus der Tierklinik abgeholt. Er zeigte sich zu Hause deutlich agiler. Buddy spazierte sehr sicher, ohne Einschränkungen durch das Haus. Er konnte ohne unsere Hilfe seinen Lieblingsplatz auf dem Kratzbaum erreichen. KLASSE!

29.09.2023: Bei Daireen lag wohl ein Pups quer. Ihr geht es am Morgen wieder gut und sie kümmert sich wie immer liebevoll um ihre Maine Coon Kitten.

Anett war mit den Q3 Lingen von Kimy beim Tierarzt. Sie wurden untersucht (U1), gechippt und bekamen ihre erste Impfung. Wir hoffen, dass wir keine negativen Impfreaktionen erleben müssen.

Buddy geht es sichtbar besser. Er besucht heute die Mädels im Katzengehege. Wie immer stolziert er laut erzählend durch das Katzengehege und sammelt seinen Fanclub. Heute ist Buddy im Himmel. Die rolligen Maine Coon Katzen machen ihm ihre Avancen. Seine Favoritin ist heute Yvette. Er flirtet heftig mit ihr. Etwas später döst Buddy entspannt in der Sonne.

Maine Coon Buddy entspannt im Katzengehege
Maine Coon Buddy entspannt im Katzengehege
Maine Coon Buddy flirtet mit der rolligen Yvette
Buddy flirtet mit der rolligen Yvette

17 Uhr ist der Spaß für Buddy vorbei. Er bekommt seine Medikation. Der gnädige Herr lässt sich doch tatsächlich von seiner Dienerin Anett nach oben tragen. So ein Lumich! Buddy geht es gut und hat Normaltemperatur. Heute ist ein guter Tag für Buddy.

Daireen geht es wieder richtig gut. Lautstark will sie mir meinen Fehler erklären, als ich Leckerlis gebe. DU hast meine Kaustange vergessen! Nein, mein Liebling, die gibt es morgen erst wieder, wenn alles in Ordnung ist. Schnaddel schnattert und ihre Kinder haben gut zugenommen. Es ist alles im grünen Bereich.

Die Q3 Linge haben heute erwartungsgemäß nicht gut zugenommen. Die Babys von Kimy sind aufmerksam und interessieren sich für die Leckerlis. Wir werden sehen…

30.09.2023: Der Tag beginnt im CastleLand. Buddy liegt auf seinem Lieblingsplatz, auf dem Kratzbaum und schnarcht leise. Widerwillig lässt er sich für seine morgendliche Versorgung wecken. Er hat Normaltemperatur und frisst sein Frühstück mit Appetit.

In der Stube spielen die Q3 Linge. Es geht ihnen gut und alle kommen zum Frühstück. Die Maine Coon Kitten von Daireen sind kleine Schädlinge. Die Schnaddelbande hat den Teller über Nacht absolut leer geputzt. Als Anett das Frühstück serviert, stürzen sich die armen, verhungerten Kinder auf das Futter.

Vormittags bin ich mit meinem Kumpel Yaron arbeiten gegangen. Wir haben heute die Rebstöcke gepflegt. Yaron als Weinkater. Der Bursche hat mein Tun wie üblich kommentiert und schlaue Ratschläge gegeben. Wir lieben die gemeinsamen Pausen an seiner Hütte.

Ab Mittag durfte Buddy wieder die Mädels im Freigehege besuchen. Ich habe den Eindruck, dass es Buddy täglich etwas besser geht. Obwohl wir die Dosis der Luminaletten ohne Substitution reduzieren, hat er keine epileptischen Anfälle. Ich habe mir den Medikationsplan erneut angesehen. Ich habe eine Idee für seine weitere Behandlung, die ich mit den Ärzten besprechen werde.

Meine Lea ist sehr eifersüchtig und maßregelt jeden, der meine Nähe sucht. Leider macht sie auch bei Buddy keine Ausnahme. Lea schläft mit ihrer Schwester Hana, der Gurke und Papa in der Küche. Die Mädels vertragen sich sehr gut.

Wenn ich abends meine letzte Runde durch die Gruppen gehe, dann schaut mich Lea traurig an und mauzt leise. Ich kenne den Blick und verstehe sie sehr gut. Wieder keine Nacht mit Lea.

In den letzten Tagen hat Lea regelmäßig an verschiedenen Stellen in der Küche uriniert.

Maine Coon Kastratin Contessa Tala Minowis
Lea - die Königin meines Herzens

Normalerweise kann man dieses „Protestpinkeln“ der Katzen durch verschiedene erzieherische Sanktionen unterbinden. Aber will und kann ich eine Altkatze sanktionieren, die ich noch dazu bestens verstehe? NEIN!

Ich habe das Problem mit Anett und Marie besprochen. Sie beseitigen die Sauerei ohne Kommentar. Wir ignorieren das Protespinkeln und schimpfen nicht mit Lea. Ich weiß, dass das keine gute Lösung ist, aber mir fällt derzeit auch nichts Anderes für dieses Problem ein.

Lea war, ist und wird es immer bleiben – die ganz Besondere unter all unseren besonderen Maine Coon Katzen. Lea, mein Liebling. Die Königin meines Herzens und nun Lea, die liebenswerte Pissnelke.

Geneigte Leser, liebe CastleLand Fans und Freunde,
auch in diesem Maine Coon Report, der in unserem Katzenblog erscheint, können Sie das Leben im CastleLand hautnah erleben. Einiges schreibe ich bewusst nicht auf und dokumentiere es nur intern. Es würde diesen Rahmen deutlich überdehnen.

Ich habe entsprechend der ersten Ergebnisse der Diagnostik eine FIP Behandlung mit GS-441524 bei Yaron und Buddy begonnen. Es hat sich gezeigt, dass beide Maine Coon Kater keine FIP haben und die Behandlung wurde abgebrochen. Ich möchte dennoch betonen, dass eine frühzeitige Behandlung mit GS-441524 NIE! ein Fehler ist, keinen Schaden anrichtet und unter Umständen Leben rettet.

Die Möglichkeiten der Diagnostik im Allgemeinen und der FIP Diagnostik im Besonderen wachsen täglich. Wir lernen und werden auf unserem Weg fachlich gut begleitet. Ich würde mir wünschen, dass dieses Wissen eine schnellere Verbreitung unter Veterinären und Tierbesitzern finden würde.

Ich schließe diesen Maine Coon Report mit einem meiner Lieblingszitate.

„Wir wagen es nicht, weil es schwer ist, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.“
Lucius Annaeus Seneca (4 v.Chr. – 65 n.Chr.), röm. Philosoph u. Dichter

Ihr / Euer
Jens Zierz

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  1. Manuela 1. Oktober 2023 at 16:25 - Reply

    Ich bin schon sehr lange Hinschauer und Hinhörer bei Euch. Deine Reports, sind wie das Lesen eines spannenden Buches. Ich wünsche Dir und deinen Lieblingen gute Besserung und alles Liebe.

  2. Sabine Lutze 1. Oktober 2023 at 18:19 - Reply

    Sehr schön wieder geschrieben und irgendwie auch traurig,Buddy🫶🫶🫶🫶🫶,sei ein
    Kämpfer 🫶🫶❤️

  3. Mathias & Annett 12. Oktober 2023 at 20:06 - Reply

    Hallo Jens und Anett,
    mit stetiger Regelmäßigkeit besuchen wir eure Website und lesen alles was neu geschrieben wird!!!
    Durch unseren Odin fühlen wir uns nach wie vor verbunden und erinnert an alles wie es war, wo Odin in unser Leben trat. Auch konnten wir von eurer Erfahrung schon ein paar mal in brenzligen Situationen profitieren!!
    Mit großer Sorge und Mitgefühl lesen wir das Auf und Ab von Yaron & Buddy! Gerade auch, weil es Opa und Papa von Odin sind! Wir wünschen jedenfalls das alles gut wird und ihr noch viel Freude mit den beiden habt!!! Es sind zwei wirklich einzigartige Kater!!!!

    Liebe Grüße aus Beucha!!!